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Das Auto-Land erwacht aus der Schockstarre – Werbung

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Lieber Börsianer,

wir reiben uns verwundert die Augen. Deutschland, das Land des Verbrennungsmotors und der Einspritzpumpe erwacht und wendet sich nun der Zukunft zu. Ganz offensichtlich, die Automanager in Stuttgart, Wolfsburg und München beenden nun die Zeit der Trauer um den verlorenen Diesel und wenden sich der Brennstoffzelle und/oder dem autonomen Fahren zu. Erste kleine Resultate oder Erfolge gibt es auch schon zu bewundern.

So wird der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger künftig im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens mit Airbus die Brennstoffzellen-Technologie für die Luftfahrt voranbringen. Natürlich wird es noch viele Jahre in Anspruch nehmen, bis die erste Airbus-Maschine emissionsfrei und voll elektrisch abheben wird.

Eine andere Botschaft ist wichtiger: Ein konventioneller Autozulieferer aus Deutschland hat erstmals die eingesessenen Platzhirsche und Technologieführer wie Ballard Power in die Schranken gewiesen. Offenbar traut man bei Airbus den Schwaben Einiges zu. Nicht überraschend geht die Aktie heute durch die Decke und steigt derzeit auf Xetra um fast 20 %. In den Premium-Chancen sind wir dabei und spielen damit den Wandel der deutschen Autobranche. Eine sehr spannende Entwicklung!

Berlin will den Selbstfahrer auf deutschen Straßen sehen

Aber auch an anderer Stelle machen die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft jetzt richtig ernst. So wurde auf dem letzten Autogipfel vereinbart: Deutschland will die Führungsrolle beim Autonomen Fahren. Nun kann man immer viel reden und schreiben, wenn der Tag lang ist. Aber tatsächlich, das Zusammentreffen der Autobosse und der Politik hat bereits erste Ergebnisse gezeitigt.

Diese lesen sich im Bürokraten-Deutsch wie folgt: Deutschland soll „das erste Land weltweit sein, das fahrerlose Kraftfahrzeuge im Regelbetrieb sowie im gesamten nationalen Geltungsbereich erlaubt. Damit werden voraussichtlich ab 2022 zwischen Oberammergau und Husum Roboterautos neben…..

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Ölpreis schwach – drei Gründe – kurzfristig wenig Hoffnung für Bullen

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis schwächelt seit Tagen parallel zum Aktienmarkt. Notierte WTI-Öl noch vor genau einer Woche bei 41,50 Dollar, so sind es aktuell noch glatt 38,67 Dollar. Der Chart zeigt den WTI-Ölpreis seit dem 15. Oktober im Vergleich zum S&P 500 Index auf CFD-Basis. Es gibt drei Gründe, welche die aktuelle Schwäche bei Öl untermauern, und einen minimal entlastenden Grund.

Ölpreis fällt dank dieser drei Gründe

Derzeit zieht über dem Golf von Mexiko mal wieder ein Sturm auf, der morgen auf die US-Küste treffen soll. Von daher könnten Produktionskürzungen derzeit ein klein wenig helfen in Sachen Senkung der Angebotsmenge. Aber die Gründe für einen fallenden Ölpreis überwiegen derzeit. Also da wäre zunächst die Coronakrise. Immer mehr Infizierte, und immer neue Restriktionen. Auch in Deutschland stehen verschärfende Maßnahmen kurz bevor. Weniger Aktivität und weniger Bewegung in allen Bereichen des Lebens bedeutet weniger Öl-Nachfrage!

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Und da wäre der US-Dollar. Seit letzte Woche Donnerstag fällt er nicht weiter, sondern steigt und zeigt sich relativ stabil (sichtbar im US-Dollar-Index). Dies wirkt schwächend gegen alles, was in US-Dollar gehandelt wird, also auch auf den Ölpreis. Und drittens muss man sehen, dass der so sehr erhoffte neue Konjunktur-Stimulus für die USA vor der Wahl offenbar nicht mehr kommen wird (hier dazu der heutige Kommentar von Markus Fugmann). Kein neuer Stimulus bedeutet weniger wirtschaftliche Aktivität in den USA, und damit wohl weniger Öl-Nachfrage – das ist natürlich schlecht für den Ölpreis. Natürlich kann sich das ändern, wenn Joe Biden die Wahl gewinnt, und die US-Volkswirtschaft mit einem gigantischen Stimulus-Paket überflutet. Dies könnte für Aktienmärkte und Ölpreis eine ganz neue Hoffnung entstehen lassen.

Chart zeigt Ölpreis im Vergleich zum S&P 500

Expertenmeinung

Der sehr hoch angesehene Rohstoff-Experte Eugen Weinberg von der Commerzbank hat sich heute zur Lage bei Öl geäußert. So sagt er, dass die Gemengelage am Ölmarkt unübersichtlich und bedrohlich bleibe. An der bereits angeschlagenen Nachfragefront würden weitere Transporteinschränkungen drohen. Auch gebe es wenig Hoffnung auf eine schnelle Einigung auf das neue 2,2 Bio. USD schwere Corona-Hilfspaket in den USA, das die Nachfrage unterstützen könnte. Der Fokus der meisten Marktteilnehmer liege eine Woche vor der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowieso auf den USA. Der Effekt eines Wahlsieges von Biden sei aktuell schwer einzuordnen. Hier weitere Äußerungen von Eugen Weinberg im Wortlaut:

Welche Einflüsse werden mittel- bis langfristig überwiegen? Ist ein Biden-Sieg nun negativ für den Ölpreis wegen seiner ambitionierten Klimapläne, die alternative Energien und Antriebe zulasten fossiler Brennstoffe unterstützen? Oder positiv, insbesondere wenn die Demokraten auch im Senat die Mehrheit gewinnen, weil dann schnellere Entscheidungen und eine stärkere fiskalische Unterstützung wahrscheinlicher werden? Oder doch negativ, weil ein Wiederbeleben des Atom-Abkommens mit dem Iran die Risiken eines Überangebots im nächsten Jahr vergrößern? Oder doch positiv (für den Ölpreis), weil Biden als Präsident die US-Schieferölindustrie zerstören würde?

Die Branche scheint sich aktuell wieder zu erholen, wenngleich langsamer als erhofft. In der letzten Woche ist in den USA die Zahl aktiver Ölbohrungen um 6 gestiegen, nachdem sie bereits in der Woche zuvor um 11 zunahm. Die wechselseitige Wirkung dieser Faktoren sieht man bei der aktuellen Hurrikan-Saison im Atlantik. Wegen der wärmeren Wassertemperaturen ist mit „Zeta“ bereits der 27. benannte Tropensturm entstanden. Es wurde bereits 16% der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko geschlossen, was die Ölpreise stützt. Morgen soll der zum Hurrikan heraufgestufte Sturm auf die US-Küste treffen, was zu Raffinerieschließungen und Transporteinschränkungen führen und damit den Ölpreis wiederum belasten könnte.

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Exporte: Zweite Corona-Welle verschlechtert die gute Laune

Claudio Kummerfeld

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Containerschiff im Hamburger Hafen

Die Konjunktur in China hat sich schnell und kräftig erholt, was den deutschen Exporteuren hilft. Aber die globale Abschwächung durch die nun laufende zweite Corona-Welle dämpft die Laune der deutschen Industrie. Ganz aktuell sieht man das an den Erwartungen für deutsche Exporte. Die Exporterwartungen des ifo-Instituts sinken für den Monat Oktober von +10,3 auf +6,6 Punkte. Im April waren es im Tief -49,2 Punkte (Verlauf sichtbar im Chart).

Grafik zeigt Erwartungen an deutsche Exporte

Hier weitere Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Die weltweitsteigenden Infektionszahlen bereiten der Exportwirtschaft zunehmend Sorgen. Mit rückläufigen Exporten rechnen die Nahrungs- und Getränkeindustrie. Auch die Hersteller von Textilien und Bekleidung sind gegenwärtig nicht glücklich mit der Entwicklung auf ihren Auslandsmärkten. Dagegen verzeichneten die Exporterwartungen bei den Herstellern von elektronischen und optischen Geräten einen deutlichen Sprung nach oben. Auch die chemische Industrie geht von steigenden Auslandsumsätzen aus. Der Indikator stieg auf den höchsten Stand seit Dezember 2018.

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Gastronomie-Krise: Harte Fakten, weniger Insolvenzen, großes Problem

Claudio Kummerfeld

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Umgedrehtes Glas

Es ist kein Geheimnis. Die Gastronomie ist zusammen mit anderen Branchen wie Reisebüros, Airlines, Solo-Selbständigen uvm von der Coronakrise brutal getroffen worden, frontal und mit voller Wucht. Für den Zeitraum März bis August hat das Statistische Bundesamt heute harte Fakten für die Gastronomie geliefert. Der Umsatz der Branche lag im Vergleich zu März bis August 2019 um 40,5 Prozent tiefer. Man überlege sich das Mal. 40 Prozent weniger Umsatz in so einem großen Vergleichszeitraum. Das kann doch eigentlich kein Unternehmer überleben.

Hinzu kommt, was inzwischen auch kein Geheimnis mehr ist, dass die Insolvenzen in Deutschland in den letzten Monaten deutlich geringer ausfielen als im Vorjahr. Dies lag einerseits an Finanzhilfen des Staates und am Kurzarbeitergeld. Aber vor allem lag es an der großen staatlich genehmigten Insolvenzverschleppung. Bis vor Kurzem war die Insolvenzantragspflicht nämlich seit März ausgesetzt. Nun aber dürften ab Oktober und ab Januar die Insolvenzzahlen vermutlich deutlich ansteigen. Zitat von den Statistikern:

Von März bis Juli 2020 meldeten in dieser Branche 753 Unternehmen Insolvenz an – das waren 126 weniger als im Vorjahreszeitraum und 135 weniger als von März bis Juli 2018. Ein Grund dafür ist, dass die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen zum 1. März 2020 ausgesetzt wurde, was über alle Wirtschaftszweige hinweg zu einem Rückgang der Insolvenzen führte. Im Juli 2020 beantragten bundesweit 146 Gastronomie-Unternehmen Insolvenz, das waren 16,1 % weniger als im Juli 2019. Dieser Rückgang entspricht der Gesamtentwicklung: Insgesamt wurden im Juli 2020 in Deutschland 16,7 % weniger Insolvenzen angemeldet als im Vorjahresmonat.

Grafik zeigt Umsätze in der Gastronomie in der Coronakrise

Unsere Meinung dazu: Die Charts zeigen eine spürbare Erholung in der Gastronomie. Der größte Teil des Tals ist für einige Bereiche der Branche demnach durchschritten. Selbst wenn man annehmen würde, dass von nun an die Umsätze in der Gastronomie wieder laufen wie früher, ist für die breite Öffentlichkeit unsichtbar ein Riesenproblem für die Branche entstanden. Oft wurden Bankkredite und Ladenmieten gestundet. Sie müssen nun zusätzlich zu den wieder aufgenommenen monatlichen Zahlungen nachgezahlt werden. Und im Zuge der Krise haben viele Unternehmer Kredite in aufgenommen. Das bedeutet: Selbst wenn die Umsätze wieder laufen sollten, wäre die monatliche Kostenbelastung für viele Betriebe deutlich höher als vor der Krise, und für viele Unternehmer ist das wohl dauerhaft nicht tragbar. Eine auf mehrere Quartale ausgedehnte Pleitewelle könnte folgen, und das nicht nur in der Gastronomie.

Weitere Details zu Umsatzrückgängen in der Gastronomie von den Statistikern im Wortlaut:

Innerhalb der Gastronomie besonders stark betroffen waren all jene Lokale, die ihr Geld mit dem Ausschank von Getränken verdienen: In dieser Sparte fiel der Umsatz von März bis August 2020 um 45,5 % geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Dagegen konnten Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale offenbar mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verkäufen einen Teil des Gästeschwunds kompensieren: Hier lagen die Umsätze von März bis August 2020 um 29,3 % unter denen des Vorjahreszeitraums (Caterer: -42,1 %).

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