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Das Comeback der Atari Spielkonsole – Verkaufsstart in den USA

Eine alte Atari Spielekonsole

Wer ist Atari, werden sich die jüngeren Playstation und Xbox-Zocker fragen, aber meine Generation ist mit dieser Spielkonsole aufgewachsen. Donkey Kong, das legendäre Pac Man Spiel oder der Spieleklassiker Space Invader wurden in den 80er-Jahre auf der Konsole rauf und runter gespielt. Aber meist nur bei schlechtem Wetter.

Blicken wir doch mal zurück, und schauen uns an, wie alles begann. 1972 gründeten Nolan Bushnell und Ted Dabney in Kalifornien das Unternehmen Atari.

1975 arbeiteten sogar Steve Jobs und Steve Wozniak, die späteren Mitgründer von Apple Computer, kurze Zeit für Atari.

1976 begangen die Entwickler an der Fertigstellung des revolutionären Videospielsystems mit dem Codenamen Stella (später als Atari VCS 2600 vermarktet). Aus Mangel an Eigenkapital, zur Deckung der Entwicklungskosten, resultierte der Verkauf des Unternehmens an Warner Communications im Oktober 1976 für 28 Millionen US-Dollar.

1979 startete die Produktion und der Verkauf der ersten Atari-Heimcomputer sowie der VCS 2600 Videospielkonsole. Weltweit wurden 30 Millionen Exemplare des Atari VCS 2600 verkauft.

Nach den guten geschäftlichen Erfolgen im Videospielemarkt kam es bald zur ersten ernsthaften Krise – 1983 machte Atari einen operativen Verlust von 536 Millionen USD. Daraufhin versuchte Warner Communications Atari abzustoßen und fand im Juli 1984 einen Käufer für die kriselnde Heimcomputer-Sparte. 1996 fusionierte Atari Corp mit JTS (Ein Festplattenhersteller). Das Unternehmen wurde fortan von Führungsleuten der JTS Inc. geleitet und diese hatten offensichtlich kein Interesse das Spielegeschäft fortzuführen. JTS begann sukzessive das Atari-Produktportfolio und die Markenrechte zu veräußern. Nach kleinen Umwegen sicherte sich 2001 der französische Computerspielehersteller Infogrames Hasbros gesamte Computerspiel-Sparte. Hasbro sicherte sich zwei Jahre vorher, durch die Insolvenz der Firma JTS, die Rechte an Atari, die sie nun an wieder an Infogrames verkauften. 2003 wurde Infogrames zu 2003 Atari Inc. umfirmiert. 2013 wurde Atari wieder ordentlich durchgeschüttelt und meldete für die US-Sparte Insolvenz an, konnte diese aber unter neuer Führung aus eigener Kraft am Ende hinter sich lassen.

2017 kündigte Atari eine neue Konsole an. Ende Mai 2018 startete man eine Crowdfunding-Kampagne für das Gerät, die VCS, die bereits am ersten Tag rund zwei Millionen Dollar einbrachte. Nach jetzt fast vierjähriger Entwicklung und verschobenen Starts kommt die Retrokonsole Atari VCS heute am 15. Juni 2021 endlich auf den Markt.

Die Basis-VCS-Konsolen beginnen bei 299,99 US-Dollar, während Bundles, die auch einen drahtlosen klassischen Joystick und einen modernen Controller enthalten, für 399,99 US-Dollar verkauft werden.

Das VCS sieht den klassischen Konsolen von Atari aus den 80er Jahren sehr ähnlich und fühlt sich auch so an, bietet jedoch mehrere moderne Details, darunter 4K-, Wi-Fi- und Bluetooth-Unterstützung sowie einen PC-Modus, der es Besitzern ermöglicht, Windows oder Linux als alternatives Betriebssystem. Sollte das Unternehmen mit der Produktion hinterherkommen, und wie geplant zeitnah auch die Geräte in Europa anbieten, dann könnte es hier ein echtes Comeback geben. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Fans der von Sony angebotenen Playstation 5, aufgrund der Lieferschwierigkeiten, sichtlich genervt sind. Da kommt eine Atari Spielkonsole gerade richtig. Die Aktie notiert bei 0,78 US-Dollar – letztes Jahr noch unter 0,50 Dollar. Ich wünsche aufgrund der alten Zeit viel Glück!

Hier ein aktueller Video Review zur neuen Konsole



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