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Das Dollar-Massaker – und warum der Dax noch nicht in „die Puschen kommt“..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Wer glaubt nach der gestrigen Fed-Sitzung noch, dass der Euro zum Dollar auf die Parität fallen könnte? Wohl nur noch Goldman Sachs – aber die liegen in diesem Jahr sowieso immer daneben, so mit großer Wahrscheinlichkeit auch diesmal. Der Dollar erlebte im Gefolge der viel dovisheren Fed eine echtes Massaker auf breiter Front. Hier ein paar Beispiele:

Euro-Dollar:

eurusd170316

Dollar-Yen:

usdjpy170316

Australischer Dollar-US-Dollar:

audusd170316

US-Dollar-Kanadischer Dollar:

usdcad

Öl (WTI):

oilus170316

Gold:

xauusd170316

Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Faktisch wird die neue Dollar-Schwäche dazu führen, dass Emerging Markets (und Rohstoffe) ein Comeback erleben werden – ein Trend, der kürzlich schon eingesetzt hatte und sich nun verstärken wird (siehe dazu unseren Artikel „Geldflüsse: Umschichtungen nach USA, Europa, Rohstoffe und Emerging Markets“). Im Vergleich etwa zu den US-Aktienmärkten sind die allermeisten Emerging Markets-Märkte spottgünstig – der voherige Abverkauf bei den Emerging Markets war bedingt durch die Erwartung eines Zinasanhebungszyklus in den USA, und damit ist es nun nicht mehr weit her.

Dieser Wechsel der Investoren wird jedoch ein Stück weit auf Kosten der US-Aktienmärkte sowie vor allem der Aktienmärkte Europas stattfinden. Sieht man sich im kurzen Zeitfenster den Vergleich zwischen Dax und Dow Jones an, merkt man den Einfluß des starken Euro auf den deutschen Leitindex:

DaxundDow170316
(Dax orange, Dow schwarz)

So richtig toll ist das also bisher nicht für den Dax – die Profiteure der Fed sitzen nicht in Deutschland. Das war übrigens bei der EZB-Entscheidung letzten Donnerstag ähnlich (mit dem Profiteur Euro-Peripherie). Setzt sich das Dollar-Massaker fort, wird es immer schwerer für den Dax, der Euro könnte schon zeitnah an der 1,15er-Marke kratzen. Und Carry-Trader, die sich in Euro oder Yen verschuldet haben, droht ein baldiger Margin Call, der sie dazu zwingen dürfte, auch Aktienpositionen zu reduzieren..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Demokrat

    17. März 2016 13:53 at 13:53

    USDCAD bei 1,45190 ????? Wenn man den Kurs von Januar 2016 darstellen möchte, dann könnte es ungefähr hinhauen aber der aktuelle Kurs von heute bewegt sich um ca. 1,3000 !!!

    Da haz jemand wohl nicht ganz aufgepaßt… ;)

  2. Avatar

    Steven

    18. März 2016 13:04 at 13:04

    Warum Massaker ?! Alle wollen doch eine weiche Währung und die USA bekommen es mit ein paar warmen Worten .

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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