Folgen Sie uns

Finanznews

Das Furcht-Barometer der Credit Suisse auf Allzeithoch

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die Märkte sind vor allem in den USA seit Februar steil gestiegen – und ein Blick auf den Options-Markt in den USA zeigt, dass einige Player nun nervös werden und ihre bestehenden Positionen abzusichern suchen. Die schweizer Credit Suisse hat dafür einen Index entwickelt, der die Kosten für Absicherungs-Positionen mißt und die Nachfrage nach Puts und Calls ermittelt. Derzeit, das zeigt das Fear Barometer der Credit Suisse, ist das Bedürfnis nach Absicherung offenkundig so hoch wie noch nie in der Geschichte!

Konkreit geht es bei dem Fear Index um einen Vergleich: wie hoch ist die Prämie, die man zahlen muß, für einen Put auf den Leitindex S&P 500 im Vergleich zu einem Call mit Laufzeit drei Monate, die bei einem Fall von 10% (bei Puts) oder bei einem Anstieg von 10% (bei Calls) ins Geld kommen würden. Das Resultat derzeit: die Kosten für einen Put sind deutlich höher als für einen Call, das Verhltnis ist aktuell so extrem wie noch nie, seit es diesen Fear Index gibt. Der Grund ist vorwiegend, dass kaum jemand die Calls kauft derzeit – also nicht mit einem saftigen Anstieg in den nächsten drei Monaten rechnet.

Mathematisch bedeutet das, dass der Optionsmarkt eine Wahrscheinlichkeit von 17% einpreist, dass es zu einem Fall des S&P um 10% in den nächsten drei Monaten kommt. Dagegen liegt die in den Optionen eingepreiste Wahrscheinlichkeit eines Anstieges des S&P von 10% bei einem Wert unter 1%. Ist das ein Kontraindikator – spirch das also eher für steigende Kurse? Nicht auszuschließen, da das Bedürfnis nach Absicherung auf der Unterseite nach einem starken Anstieg der Aktienmärkte höher ist als das Bedürfnis, auf einen weiteren Anstieg von 10% zu wetten.

Aber ein Blick auf den VIX, der die Volatilität auf den S&P bemißt, zeigt doch, dass da etwas kommen könnte:

VIX1204162

Normalerweise steigt der VIX an, wenn die Märkte fallen, wenn also die Unsicherheit groß ist – und umgekehrt. In den letzten Tagen ist zu beobachten, dass sich der VIX erholt. Im größeren Zeitfenster deutet sich eine mittelfristige Bodenbildung an:

VIX120416

Derzeit ist, was den VIX-Future betrifft, die Nachfrage noch gering: viele Profi-Investoren kaufen bekanntlich VIX-Kontrakte, sind also long im VIX, um sich abzusichern etwa für bestehende Aktienpositionen im Depot. Im Chart sieht man, dass derzeit die Nachfrage nach Absicherung zunimmt, ohne dass der VIX bisher durch die Decke geschossen wäre. Aber der eine oder andere wird sich denken: diesen Chart kann man long gehen! Und daher sollte man das Signal des Fear Index der Credit Suisse nicht unterschätzen..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Euphorie – aber das ist die größte Gefahr! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte weiter in Euphorie: viele Indizes mit neuen Allzeithochs. Aber da ist eine Gefahr, die die Märkte vielleicht nicht auf dem Zettel haben..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte sind weiter in Euphorie: der Dax, aber auch die viele Indizes der Wall Street heute mit neuen Allzeithochs. Was soll schon schief gehen: die Fed und andere Notenbanken bleiben auf dem Gaspedal, dazu nun noch das erwartete große Stimulus-Paket der neuen US-Regierung unter Biden. Wo also ist das Risiko für die Aktienmärkte, speziell für die über-bullische Wall Street? Das größte Risiko dürfte der neue US-Präsident sein, der zwar viel Stimulus verspricht, aber der eben auch (anders als Trump) einem viel härteren Lockdown auch in den USA den Weg bereiten könnte. Noch härtere Lockdowns nämlich sind der aktuelle Trend schlechthin: Frankreich verhängt eine Ausgangssperre ab 18Uhr, in Deutschland überlegt man gar, den Nah-und Fernverkehr einzustellen aus Sorge um die aggressive Corona-Mutation..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage