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Zum Nachtisch: Kurzmeldungen, die rocken: über neuen Ärger!

FMW-Redaktion

1. Das gibt Ärger! Spanische Behörden haben heute eine Razzia bei der spanischen Filiale der chinesischen Staatsbank Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) durchgeführt. Die ICBC zählt zu den größten Banken Chinas (und damit zu den größten Banken weltweit!) und hatte 2011 eine Filiale in Madrid eröffnet. Auslöser der Razzia ist ein Durchsuchungsbefehl eines Madrider Richters, der der Bank Geldwäsche vorwirft.

Die spanische Polizei meldete unterdessen, dass gegen die spanische Filiale der ICBC auch wegen Schmuggels ermittelt werde – ohne weitere Details zu nennen. Offenkundig stehen die Ermittlungen im Zusammehang mit Razzien im Mai 2015, als die spanische Polizei während der sogenannten „Operation Snake“ eine kriminelle Vereinigung sprengte, der Betrug im Umfang von 40 Millionen Euro vorgeworfen wurde. Die Bande hatte offenkundig für diesen Betrug Konten der ICBC benutzt.

2. Das gibt auch Ärger! Den Großbanken in den USA droht neuer Gegenwind, und zwar in Gestalt einer Initiative von Neel Kashkari, dem Chef der Minneapolis Fed. Bereits gestern hatte er vorgeschlagen, die US-Großbanken aufzuspalten, weil diese nach wie vor „too big to fail“ seien. Heute gab er dieser Forderung gegenüber einem amerikanischen Finanzsender noch einmal Nachdruck – zwar habe man seit der Finanzkrise neue Instrumente entwickelt, würde diese aber im Zweifel bei einer neuen Krise gar nicht anwenden – und hätte das auch damals nicht gemacht:

„If we had the tools then that we have now, would we have actually used them? Would we have actually haircut bondholders in a stressed economic environment, or a crisis environment? To me, the answer is no way. We never would have done it“.

Bis Ende des Jahres wolle er und die Minneapolis Fed einen ausführbaren Plan vorlegen, wie man Großbanken in „smaller, less connected, less important entities“ wandeln könnte – faktisch ist damit eine Zerschlagung gemeint! Bislang seien solche Pläne nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit verfolgt worden, das wolle er nun ändern.

Das werden CEOs mit dem Temperament eines Jamie Dimon oder Lloyd Blankfein sicher sehr gerne hören..



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1 Kommentar

  1. Neel Kashkari ist ein Goldman. Also ist da nichts Ernsthaftes zu erwarten, es sei denn ein paar weitere Appetithappen für die Goldmen…

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