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Devisen

„Das ist kein Kollaps im Rubel…“

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Rubel fällt und fällt, heute kostete 1 US-Dollar sogar schon fast 86 Rubel (aktuell 84,07). Damit ist der Rubel gegenüber dem US-Dollar auf dem schwächsten Stand seit der russischen Währungsreform 1998. Für 1 Euro muss man jetzt 90,86 Rubel hinlegen, heute früh waren es 93,95 – eine unglaubliche Schwankungsbreite an nur einem Tag! Aber hier hat man alte Rekorde noch nicht ganz erreicht, denn im Dezember 2014 war man schon bei 97,70.

Aber ein Kreml-Sprecher sagte heute man könne nicht von einem Kollaps des Rubel sprechen. Der Wechselkurs schwanke tatsächlich, aber man sei doch noch weit von einem Kollaps entfernt. Na gut, lassen wir diese Aussage mal so stehen. Betrachten wir doch einfach diese Langfrist-Charts von Euro gegen Rubel und US-Dollar gegen Rubel, und bilden uns unsere eigene Meinung, ob das ein Kollaps ist oder nicht. Ach ja, der Kreml-Sprecher sagte noch die russische Zentralbank wäre in der Lage einen tatsächlichen Kollaps zu verhindern. Ab welcher Marke würde der eintreten? Wir sind gespannt.

USDRUB 1
USD vs Rubel seit 2005. Kein Kollaps des Rubel?

EURRUB 1
Euro vs Rubel seit 2008. Kein Kollaps? Zumindest wurde das Tief aus 2014 noch nicht erreicht, da war man schon bei 97,70

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Nicolai

    21. Januar 2016 18:29 at 18:29

    Kann denn Kollaps nicht ganz einordnen: ist es positiv,negativ,egal oder teilweise positiv bzw. negativ?
    Der Hintergrund der Frage( die Sanktionen mal ausgeblendet) :
    Russland verkauft z.b.: 1bbl Öl für 30 usd und tauscht es ja dann in Rubel um: 30×95=2850 rub
    Steigt der Ölpreis sinkt der Kurs: 1bbl Öl zb. für 50 usd x 65 rub(Kurs)=3250 rub
    (alles Zahlen sind natürlich pi pa po ausgedacht, aber worauf ich hinaus will sollte klar sein)
    Importe sind dann ja Teuer, aber die Heimischewirtschaft müsste doch profitieren(naja hätte man diese modernisiert die letzten Jahre)

  2. Avatar

    Mr. Jones

    21. Januar 2016 18:56 at 18:56

    Die Frage ist nicht warum der Rubel fällt sondern warum steigt der US$? Die USA haben eine gesamt Verschuldung von 63 Billionen US$ mit einer pro Kopf Verschuldung von ca. 200.283,00 US$. 94 Millionen sind nicht mehr Arbeitslos registriert und nur 7,865 Millionen sind als Arbeitslose gelistet. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in ihren Mini Van/ SUV. Alle Unternehmen sind Bankrott und mit mehr als 34 Billionen US$ in High Yields verschuldet, die US-Märkte sind zusammen gerade mal 24 Billionen wert. Der US$ ist Wertlos. Fast alle, bis auf sehr wenige, Städte, Kommunen und Gemeinden sind Bankrott, selbst die Regierung ist am Ende. Aber der US$ steigt, der Rubel und alle anderen Währungen fallen. Das ist doch alles nur ein Witz, oder?

    • Avatar

      V

      21. Januar 2016 19:37 at 19:37

      Die ganze Welt scheint pleite zu sein … nur wer hat auf der Gegenseite das Geld?

      • Avatar

        V

        21. Januar 2016 19:37 at 19:37

        ..bzw. wer besitzt die ganzen „wertlosen“ Forderungen?

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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