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Das riskante Spiel der EU mit Italien! Über effektive Selbst-Zerstörung..

Die EU-Kommission macht Druck auf Italiens Renzi – es geht um die heiligen Prinzipien der Stabilität, und die Wünsche des dahinter stehenden Zuchtmeisters aus Deutschland..

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Von Markus Fugmann

Es ist derzeit ja nicht wirklich leicht für die Brüsseler Bürokraten. Da ist das Gezerre um CETA und die wallonischen/brüsselanischen Rebellen einerseits. Da ist der Brexit und die kommende Konfrontation mit den Briten andererseits. Und nun macht die EU-Kommission noch eine dritte Baustelle auf: Italien.

Warum die EU-Kommission das tut, ist eher unklar – es geht um die heiligen Prinzipien der Stabilität, und die Wünsche des dahinter stehenden Zuchtmeisters aus Deutschland, der sowieso alles besser weiss und macht. Aber irgendwann vielleicht über seinen eigenen Schatten springen muß zur Rettung der Deutschen Bank (man lasse sich nicht durch die aufgehübschten Zahlen der DB heute blenden, ein Blick unter die Oberfläche offenbart nämlich einen weniger schönen Blick als die strahlenden Headline-Zahlen!).

Jedenfalls stellt die EU-Kommission den Haushalt Italiens für 2017 in Frage – und das so kurz vor dem Referendum in Italien am 04.Dezember! Italien, so die Kommission, werde es nicht schaffen, sein strukturelles Defizit wie vereinbart um 0,6% zu senken. Ausserdem, so Brüssel weiter, gebe Italien zu erwartende Sonder-Ausgaben etwa für Flüchtlinge und vor allem für die Schäden durch die Erdbeben (heute bekanntlich neue Erdstösse in Mittelitalien) viel zu niedrig an. Daher werde das strukturelle Defizit Italiens von derezeit 1,2% auf 1,6% im nächsten Jahr steigen – und das sei doch sehr ungut, daher müsse schleunigst umgesteuert werden!

Brüssel macht also Druck in einer Situation, in der Renzi eher Unterstützung bräuchte – Meinungsumfragen zeigen nämlich, dass Renzi beim Referendum eine Niederlage droht, und wenn er dann nicht direkt zurück tritt, ist ein Rücktritt wohl spätestens nach der Wahl 2018 fällig.

Was wird Renzi jetzt tun? Wohl sagen, dass die gesamte Austeritätspolitik keinen Sinn mache, dass man davon weg müsse etc. Mit einem Wort: er wird gegen Brüssel rebellieren, wohl wissend, dass Druck aus Brüssel nicht eben gut ankommt in Italien. Schon Mario Monti, einst Liebling der Austeritäts-Fetischisten, war an seiner Willfährigkeit gegenüber Brüssel gescheitert – das ist dem Instinkt-Politiker Renzi klar. Und so bleibt ihm wohl nur eine Chance, indem er die Stimmung gegen Brüssel anheizt, ein Spiel allerdings mit Risiken und Nebenwirkungen.

renzi_2015
Noch lacht Matteo Renzi..
Foto: Gobierno de Chile

Denn die italienische AFD, die Bewegung Cinque Stelle, würde sich dann in ihren Thesen bestätigt sehen. “Seht ihr: was Renzi jetzt sagt, sagen wir doch schon lange, also wählt besser das Original!”. Und wenn Renzi weg ist und Cinque Stelle an der Macht, wird es eng: denn sollte Italien austreten wie die Briten, wäre das sehr wahrscheinlich der Todesstoß für das Gebilde der Eurozone. Und dazu ein finanzielles Erdbeben: blickt man nämlich auf die Target2-Salden, so müssten die verbleibenden Mitglieder der Eurozone diese Ungleichgewichte gegenfinanzieren- und zwar nach BIP-Gewichtung in der Eurozone. Deutschland, das derzeit beim BIP 29% der gesamten Wirtschaftsleistung erbringt, wäre davon dann deutlich heftiger als andere betroffen.

Und so möchte man den EU-Bürokraten zurufen: wer schon an zwei Fronten kämpft, sollte besser keine dritte aufmachen, auch wenn es um Prinzipien geht. Denn jetzt geht es vielmehr bereits um das pure Überleben!

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    marc

    27. Oktober 2016 12:54 at 12:54

    Brüssel droht Renzi und Renzi droht zurück und
    setzt sich durch, wie man sieht(Italien bekommt jetzt doch keinen Mahnbrief).
    Wenn Brüssel nachgibt, erhöht das die Chancen für das Referendum gewaltig,
    denn die italienischen Wähler sagen sich,
    der setzt sich durch bei der EU, den können wir wählen, mit so
    einem könnten wir auch in der EU bleiben. Für die Opposition ist das weniger gut.

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    Marko

    27. Oktober 2016 17:07 at 17:07

    Hallo Markus,

    ein Austritt Italiens ? Italien war und ist es gewohnt, mit Schulden zu Leben. Was würde italien ein Austritt aus dem schönen EUR monetär bringen ?
    Eine neue Währung, gut, Unabhängigkeit. Wäre ein Austritt aus dem EUR nicht gleichbedeutend mit einem Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft ?
    Nur ist das Problem, dass gewisse Altschulden in harten EUR zu begleichen wären, die neue italianische Lira würde abstürzten bis-zum-geht-nicht-mehr ?
    Für sogenannte “Crash-Touristen” wäre dann Italien eine Option, aber dann doch lieber zurück zum “Zuchtmeister Deutschland” ?
    Die Griechen haben sichs überlegt… ;)

    VG

    Marko

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    marc

    27. Oktober 2016 17:24 at 17:24

    ….und was vielen nicht klar ist,
    ein Austritt Italiens wäre wohl das Ende der EU.

    • Avatar

      JP SE

      27. Oktober 2016 18:58 at 18:58

      Na hoffentlich bald! Dieses künstliche Gebilde mit seinen undemokratischen Strukturen hat fertig. Danach kann es mit einem hoffentlich gerechteren Finanzsystem wieder bergauf gehen.

  4. Avatar

    Lucki

    27. Oktober 2016 19:12 at 19:12

    M5S mit Beppe Grillo wird das Referendum gewinnen.
    Die Italiener haben die Nase vom Linken Pack gestrichen voll. Vor allem aber von der teutonischen Besserwisserei und Schuriegelei. Die wissen ganz genau, dass nur die Gelder aus Deutschland die krachende Pleite der EU verhindern.
    Im Gegensatz zu Frankreich haben die aber noch den Stolz,
    den Deutschen den Finger zu zeigen.

    • Avatar

      Lars

      27. Oktober 2016 22:28 at 22:28

      Ich bin ja jetzt wirklich kein Fan typisch deutscher Mentalität (sofern es so etwas überhaupt noch gibt), eher sogar ziemlich kritisch eingestellt.
      Was ich aber nicht begreife, ist die Richtung, in die Sie hier tendieren.
      Linke und Liberale sind für Sie keine Option.
      “Teutonische Besserwisserei” deutet auf die langweilige Mitte hin, die mögen Sie anscheinend auch nicht so gerne.
      Also wieder mal einer aus rechts-nationalistischen Ecke?

      Oder sind Sie losgelöst narzisstisch wie der @bauer im goldenen Traumland?
      Jemanden den Finger als feiger Verweigerer zu zeigen, obwohl dieser jemand einen ernährt, ist einfach und unverschämt. Aber beiße niemals in die Hand, die dich ernährt…

      Tun wir jetzt alle so, als hätte keiner bei der Gründung der EU oder der Einführung des EURO eine Wahl gehabt? Als wären alle Staaten dazu gezwungen worden?
      Hat keiner der bedauernswerten Südeuropäer an der Gründung der EU und der Einführung € teilhaben dürfen?
      Oder fürchten sie jetzt die Konsequenzen verantwortungsvoller Entscheidungen von früher?

      • Avatar

        Lucki

        27. Oktober 2016 22:43 at 22:43

        Antworten erpare ich mir.
        Sie schwafeln. Seit meinem 14. Lebensjahr ernähre ich mich
        selbst. Italien und alle übrigen 27 Euroländer gehen an diesem Lügengebäude zugrunde. Es kann nicht sein, dass
        man 28 Nationen mit all ihren Eigenarten aus faschistisch-
        politischem Grund zur Schwächung Deutschlands eine
        Käseglocke überstülpt. Darunter ersticken letztlich alle.
        Habe die Ehre.
        ps.: Der Krieg gegen Deutschland begann 1913 und ist noch immer nicht zu Ende.

      • Avatar

        Petkov

        28. Oktober 2016 01:00 at 01:00

        Lars, ich begreife ebenfalls nicht, was Sie vermitteln wollen. Man beißt nicht die fütternde Hand, sagen Sie. Naja, Gefangene werden auch gefüttert… Die Osteuropäer wurden im Kommunismus ebenfalls gefüttert und das echt nicht schlecht: insbesondere in den Aushängeschildern der Sowjetunion wusste man weder was Hunger noch was Kriminalität ist. Trotzdem war das künstlich aufgebaute und militärisch geschützte Gebilde nicht überlebensfähig. Was Marx und Engels sich in der Theorie überlegt haben, war indes nicht wirklich ein Teufelswerk. Zu einem Teufelswerk würde es in der Praxis gemacht. So wie die EU auch. Wer keine Parallelen sieht ist beneidenswert- er führt ein glücklicheres Leben. Wie eine Biogans auf dem Bauernhof – alles ist grün, Futter im Überfluss, die Kinder streicheln sie… Kurz vor Weihnachten jedoch, stößt das Ökosystem aus Sicht der Gans an seine Grenzen.

        Ach übrigens: solche politischen Systeme brauchen immer klar definierte Feindbilder, die meist einen geschichtlichen Nerv der jeweiligen Nation treffen und hohes Abschreckungspotential haben. Im Osten waren die Volksfeinde die Kapitalisten, also die Anti-Patrioten, das gierige, seelenlose Pack unter dem stinkenden Stiefel der freien Marktwirtschaft. In Deutschland sind das heute Leute wie Lucki – der da in der “rechts-nationalistischen Ecke”. Aber wissen Sie was? Ich bin ein Ausländer und wenn Lucki mein Nachbar wäre, würde ich die Haustür abends offen lassen und wie ein Murmeltier einpennen.

        Ich habe große Angst vor Nazis – aber das sind nicht die Luckis dieser Welt. Das wäre “zu einfach”… um Ihre Wortwahl zu nutzen.

        Ach ja: selbstverständlich hatte Südeuropa keine Wahl beim EU-Beitritt. Oder hätten Sie damals als Regierungschef z.B. Italiens ein Jahrtausendprojekt wie die EU verschmäht, nur weil Sie “kein Fan typisch deutscher Mentalität” sind?

        • Avatar

          Lucki

          28. Oktober 2016 09:55 at 09:55

          Danke für die Blumen, aber ein Satz trifft den Kern:

          Der Unterschied zwischen früher und heute ?
          Früher saßen Gangster im Gefängnis und
          Patrioten in der Regierung.
          Heute sitzen Patrioten im Gefängnis und
          Gangster in der Regierung

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Dax im Anstiegsmodus – dafür gibt es drei aktuelle Gründe

Claudio Kummerfeld

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Der Dax ist heute gut gelaunt. Von Freitag Abend aus gesehen bei Niveaus um die 12.250 Punkten auf CFD-Basis ging es heute früh rauf auf 12.400 Punkte, und seitdem in zwei Schüben weiter auf aktuell 12.567 Punkte. Dafür gibt es drei Gründe

China

Heute früh wurde für China der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für Juli veröffentlicht. Mit 52,8 Indexpunkten kam er besser rein als im Juni (51,2) und auch besser als erwartet (51,3). Die Inlandsnachfrage sei nach der Coronavirus-Krise weiter angestiegen, obwohl die Exportaufträge und die Beschäftigung eher schwach geblieben seien.

Einkaufsmanager Deutschland

Heute früh um 9:55 Uhr gab es Einkaufsmanager-Daten für Juli zum Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland. Mit 51 Indexpunkten lag man ebenfalls höher als im Vormonat (45,2) und höher als erwartet (50). Auch das ist positiv für den Dax.

Fallender Euro hilft dem Dax

Und ein schwacher Euro ist tendenziell immer gut für den Dax. Der Index mit stark exportlastig. Und je günstiger der Euro, desto günstiger können ausländische Kunden bei deutschen Produzenten einkaufen. Seit Freitag früh ist der Dollar-Index deutlich am Ansteigen, und der Euro deutlich am Fallen (hier die aktuelle Euro-Analyse von Agata Janik). EURUSD fällt seit Freitag von über 1,19 auf aktuell 1,1726. Ist dies nur eine technische Reaktion nach den starken Anstiegen des Euro in den letzten Wochen? Für den Moment jedenfalls hilft auch die Euro-Schwäche dem deutschen Leitindex nach oben. Beachten sollte man heute im Trading noch die ISM-Daten aus den USA, die um 16 Uhr veröffentlicht werden! Im Chart sehen wir seit Donnerstag Abend den Dax auf CFD-Basis (rot-grün) und den Euro vs US-Dollar in blau.

Chart zeigt Kursverlauf von Dax gegen Euro

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Euro vs US-Dollar: Warum der Euro bald wieder steigen kann

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Ein 20 Euro Geldschein

In der letzten Woche verlief der Handel beim Euro zum US-Dollar ganz spannend. Es gab viel Volatilität im Markt und somit viele gute Trading-Möglichkeiten. Der übergeordnete Aufwärtstrend beim Euro vs USD ist stabil. Der Kurs ist erneut kräftig angestiegen und erreichte kurzfristig sogar die Marke von 1,1900. Dieser Widerstand hat sich jedoch bis jetzt als zu stark erwiesen und konnte nicht nachhaltig überschritten werden. Es ist aber nur eine Momentaufnahme, langfristig gesehen hat der Major definitiv noch mehr Aufwärtspotential. Wenn sich der Aufwärtstrend weiter so positiv, wie bis jetzt entwickelt, werden wir schon bald beim Euro zum USD die 1,2000 Marke sehen.

Am Freitag erfuhr EUR/USD eine leichte Korrektur. Mit dieser Gegenreaktion hat man schon seit Tagen gerechnet. Es ist häufig zu beobachten, dass solche Bewegung kurz vor dem Wochenabschluss stattfinden, wenn viele Trader ihre Positionen glattstellen. Es war also keine große Überraschung, dass der Euro vs USD am Freitag leicht gefallen ist. Wer kurzfristig orientiert ist, konnte vor der Short-Bewegung gut profitieren. Nachdem der Widerstand bei 1,1907 (Wochenhoch) gehalten hat, war es deutlich zu spüren, dass der Euro keine Kraft mehr hatte, einen erneuten Angriff auf der Long-Seite zu starten. Das Risiko war den Händlern einfach zu groß auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Niemand will ins Wochenende mit Verlusten gehen. Also lieber die Gewinne mitnehmen und das Kapital freihalten.

Die Bären haben schnell gemerkt, dass die Nachfrage nach dem Euro gesunken war und haben sofort frische Short-Orders am Markt platziert. Das hat die Abwärtsbewegung noch beschleunigt. Als die wichtige Unterstützung bei 1,1881 unterschritten wurde, sind auch die Break-Out Trader auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Der Euro wurde gegen den USD abgewertet und der Kurs notierte am frühen Nachmittag bei 1,1835. Kurzfristig wurde die Abwärtsbewegung durch den 120er Moving Average gestoppt, der bei ca. 1,1801 verlief. Es war eine doppelte Unterstützung, die Bären haben hier ihre Short-Positionen mit einem schönen Gewinn geschlossen. Das hat den Euro vs USD kurzfristig entlastet, dann kam aber die zweite Short-Welle, mit der nicht viele Trader gerechnet haben. Diesmal hat sich im Markt genügend Dynamik entwickelt, um die Marke von 1,1800 nach unten zu durchbrechen. Der Kurs ist anschließend noch bis 1,1760 gefallen. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1795. Der Euro zum USD hat also zum Wochenschluss eine gesunde Korrektur erfahren, die schon längst fällig war.

Einladung zum LIVE Webinar am 04.08.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
In dieser Sendung werde ich Ihnen das automatische Trading der Zukunft vorstellen und die verschiedenen Handelsstrategien erklären. Ich zeige Ihnen auch, wie Sie diese KOSTENLOS nutzen und am Forex Markt hohe Profite erzielen können. Die vorgestellten Handelsstrategien haben in den letzten 12 Monaten > +30 % Rendite erwirtschaftet. Mehr Info sowie Anmeldung hier: www.forex-sun.com

Der Tagesausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro zum US-Dollar bei 1,1772. In der asiatischen Session heute Nacht hat der Kurs zwar noch leicht nachgegeben, aber die Korrektur scheint demnächst abgeschlossen zu sein. Die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster werden den Extrembereich vermutlich bald verlassen und frische Long-Signale generieren. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1805. Sollte es den Bullen gelingen, diese Marke zu erobern, wird sich weitere Dynamik auf der Oberseite entwickeln. Der Kurs wird dann den Bereich von 1,1845 ansteuern. Auf diesem Niveau sollte man jedoch die Gewinne mitnehmen oder den Stop-Loss nachziehen und die Lage neu analysieren. Jetzt kann man noch nicht sagen, wie sich die Indikatoren zu dem Zeitpunkt verhalten werden. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1742. Hier sollte der Kurs aber halten, da sich ansonsten das charttechnische Bild negativ verändern könnte. Der Daily Pivot Point beim Euro zum US-Dollar liegt heute bei 1,1813.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Anleihen

Goldpreis kurz vor 2.000 Dollar? Plötzlicher Rückfall – was ist das los?

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis hatte bis vor wenigen Minuten noch den Drang Richtung 2.000 Dollar zu schielen. Das Rekordhoch von 1.921 Dollar wurde am Montag deutlich überschritten mit einem Hoch bei 1.981 Dollar. Am Mittwoch dann erneut das Hoch bei 1.981 Dollar. Dann kam der Markt wieder etwas zurück. Und heute früh machte der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 1.982 Dollar. Wie gesagt, bis vorhin wirkte es noch so, dass Gold mit einem Kursniveau von 1.975 Dollar nur darauf lauerte, weiter nach oben Richtung 2.000 Dollar zu laufen.

Goldpreis fällt plötzlich

Aber dann, vor wenigen Minuten, da rutschte der Goldpreis plötzlich runter auf jetzt 1.961 Dollar. Was ist da los? Markus Fugmann hatte gestern ein sehr interessantes Video veröffentlicht (hier anschauen) über die kursbewegenden Faktoren bei Gold. Und heute sehen wir, dass der US-Dollar, der tage- und wochenlang brutal gecrasht war, sich etwas erholt. Der Dollar-Index steigt seit heute früh von 92,52 auf jetzt 93,06 Indexpunkte. In den letzten Minuten ging es im US-Dollar noch etwas schneller nach oben, was gegen den Goldpreis drückt.

Anleihe-Rendite steigt ein ganz klein wenig

Und was Markus Fugmann auch erwähnte: Die fallenden Renditen für Staatsanleihen halfen dem Goldpreis zuletzt auch beim Steigen. Auch heute sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen gefallen. Aber dann vorhin zeigte sich auch dort eine kleine Wende nach oben. Mag es auch nur eine technische Reaktion nach den starken Verlusten in den letzten Tagen und Wochen sein. Seit 15 Uhr steigt die Rendite von 0,53 auf 0,55 Prozent parallel zum steigenden US-Dollar. Bei steigenden Renditen für andere Geldanlagen wird das zinslose Gold natürlich weniger attraktiv für Anleger!

Beide Faktoren haben den Goldpreis offenkundig vorhin zum Rutschen gebracht. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Gold (rot-grün) gegen den Dollar-Index (blau) seit Montag. Die Korrelation im Verlauf dieser Woche ist klar zu erkennen. Ob der Drang Richtung 2.000 Dollar bald weitergeht? Finden Sie beim Klick an dieser Stelle hochinteressante Aussagen vom Rohstoff-Experten Eugen Weinberg zur grundsätzlichen Hausse im Goldpreis und im Silberpreis, und zur weiteren Aussicht.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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