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Das Talent der Saudis, den Ölpreis schwach zu reden..

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Und sie haben es schon wieder getan: den Ölpreis nach unten geredet. So geschehen einmal mehr heute Vormittag, als der Chef des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco, Khalid Al-Falih, sagte, dass seine Firma die Investitionen nicht zurück gefahren habe, trotz des tiefen Ölpreises. Was zunächst einmal harmlos klingt, heißt faktisch aber nichts anders, als dass die Saudis alles andere tun werden, als die Produktionzu kürzen. Vielmehr investiert man offenkundig in neue Ölfelder etc. Und das ließ den Ölpreis ziemlich heftig in die Knie gehen:

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Kaum hatte Mario Draghi die QE-Hoffnungen wieder aktiviert, damit die Aktienmärkte nach oben gebracht – und damit auch den Ölpreis – kommt von den Saudis schon der nächste Querschläger. Warum nur?

Vermutlich weil die Saudis glauben, sie hätten ohnehin den längeren Atem. Denn die Konkurrenz (BP, Statoil etc.) hat eben genau das getan: die Investitionen zu kürzen. Und wenn Saudi-Arabien das nicht tut, ist das ein Zeichen an den Markt: wir machen, ansders als ihr, weiter wie bisher. Damit übernimmt man faktisch wieder eine Art Vorreiterrolle, die die Konkurrenz unter Druck bringt – sollten nämlich durch den tiefen Preis immer mehr Konkurrenten aufgeben müssen, wird der Gewinn, so die Kalkulation, dereinst umso höher sein.

Man darf dabei eine historische Lektion nicht vergessen, die die Saudis gelernt haben: als die OPEC unter Führung der Saudis in den 1970er-Jahren die Produktion stark drosselte und damit den Preis massiv in die Höhe trieb (Ölkrise), züchtete man sich damit Konkurrenten – so entstand damals die Nordsee-Öl-Industrie, weil die teure Förderung in der Nordsee sich nach den Preisanstiegen auf einmal lohnte. Nun geht man offenkundigt den entgegen gesetzten Weg und versucht die Konkurrenz durch Preisdumping zu zerquetschen – eben im Bewußtsein, den längeren Atem zu haben.

Ob diese Kalkulation jedoch aufgeht, ist alles andere als sicher. Nachdem aller Wahrscheinlichkeit nach die USA weniger Öl produzieren werden in 2016, wird diese Lücke locker durch den Iran geschlossen. Was die Saudis machen, ist also eine Art Spekulation mit ungewissem Ausgang – ist der Preis jahrelang auf aktuellen Niveaus, wird es nämlich auch für den saudischen Haushalt langsam eng..

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