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„Banken Bail In“ ist in Russland noch kein Thema: Volle Pulle „Bail Out“ bei großer Bank

In Europa versucht man seit Kurzem Aktionäre und Gläubiger von Banken mit heranzuziehen für die Sanierung oder Rettung der Bank (Bail In). Es geht nach dem Motto „nach der Finanzkrise sollen nie wieder die Steuerzahler blechen müssen“. In Italien wurde…

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FMW-Redaktion

In Europa versucht man seit Kurzem Aktionäre und Gläubiger von Banken mit heranzuziehen für die Sanierung oder Rettung der Bank (Bail In). Es geht nach dem Motto „nach der Finanzkrise sollen nie wieder die Steuerzahler blechen müssen“. In Italien wurde daraus in den letzten Monaten eine Farce, weil mit obskuren Begründungen doch Steuerzahler herangezogen wurden um mit frischen Milliardensummen Banken zu retten.

In Russland scheint das Thema „Bail In“ noch nicht angekommen zu sein, und man geht bei Bankenpleiten weiterhin vor nach dem Motto „Bail Out“, aber volle Pulle bitte. „Rund um Wohlfühlpakete“ müssen es da bitte sein. So wirkt es zumindest bei der aktuellsten Bankenpleite. Die B&N Bank, nach eigenen Angaben eine der fünf größten Privatbanken in Russland, kann nicht mehr ohne externe Hilfe durchhalten. Toxische Vermögenswerte in der Bilanz (wertlose Kredite?) machen die Rettung notwendig, die erst gestern beantragt wurde.

Die Summe ist nicht genannt, aber die russische Zentralbank pumpt wohl kräftig Geld in die Bankengruppe, und wird nach eigener Aussage zum Haupteigentümer. Der Geschäftsbetrieb der Bank läuft in allen Bereichen normal weiter, Einlagen, Filialen, alles wie vorher. Eine 100% Wohlfühlpleite/Rettung, möchte man da sagen. Der Staat ersetzt quasi das private Risiko des Scheiterns, einfach so. Erst vor drei Wochen wurde in Russland die Bank „Otkritie“ gestützt, mit einem Kapitalbedarf von gut fast 6 Milliarden Euro. Jetzt der nächste Klotz, ohne genaue Summenangabe.

Die Zentralbank im Wortlaut:

The Bank of Russia decided to implement a number of measures aimed at improving the financial stability of Moscow-based Public Joint-stock Company B&N Bank and Moscow-based Joint-stock Company Rost Bank, further referred to as ‘the Banks’.

As part of these measures, the Bank of Russia will act as a key investor, with the funding coming from the Banking Sector Consolidation Fund.

The measures aimed at improving the Banks’ financial stability are being implemented in cooperation with the Banks’ current owners and executives, which is set to secure the continuity of their operations in the banking sector, as well as, moving forward, make all necessary arrangements towards the Banks’ operational development in the future.

PJSC B&N Bank, JSC Rost Bank and their subsidiaries (Moscow-based JSC B&N Bank Digital and Yekaterinburg-based JSC URALPRIVATBANK) continue to operate in the ordinary course of its business, meeting their obligations and conducting new transactions. The Bank of Russia will provide financial support to the banks and guarantee the continuity of its operations.

No moratorium on payments under creditors’ claims is introduced. No bail-in option will be applied.


Die Bank selbst stellt es fast so dar, als hätte man da mal eben so einen neuen finanzstarken Investor mit ins Boot geholt. Alles läuft weiter, alles ist bestens. Hier im Wortlaut von der Bank.

“The Central Bank of Russia has announced its agreement to undertake the financial rehabilitation of B&N Bank. This means that the CBR will provide the Bank with full support, both management and financial. And, most importantly, our clients have no grounds for concern: the Bank continues to work as usual, fulfilling all its obligations, making payments, issuing loans and taking deposits. Our broad product offering is available to clients in full.

We have already said that for the convenience of clients in the coming days, our offices throughout Russia will be working for two hours longer than usual. We have extended the working day specifically so that any client who wishes to can come to one of our offices and perform any banking operations. At the same time, I would like to emphasise once again that thanks to the support of the CBR, the uninterrupted work of the Bank is ensured and we have sufficient funds to fulfill all our obligations.

Thus, there is absolutely no need to withdraw deposits early and lose the accrued interest.

The entire management team of the Bank and I personally will make every effort to ensure that the financial rehabilitation of B&N Bank under the full control of the regulator is implemented as effectively as possible. We remain one of the largest banks in the country and the State’s support will enable us to strengthen our position, improve the quality of our products and services, and most importantly – to be a robust bank in which every client can have confidence.”

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So sehr weichen Preise in der EU ab – vier EU-Partner mit riesigen Unterschieden

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Die Preise für private Konsumausgaben innerhalb der EU weichen dramatisch voneinander ab. Das ergibt eine heutigen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes. Die Preise in Dänemark sind 37,9% höher als der EU-Durchschnitt (Spitzenwert!). In Bulgarien liegen die Preise 49,4% unter dem Schnitt (schlechtester Wert). Auch Polen und Tschechien sind mit -42,6% und -29,2% relativ günstige Länder!

Deutschland liegt 4,3% über dem EU-Schnitt. Die Grafik zeigt es. Skandinavien ist grundsätzlich eben ein sehr teures Pflaster, dazu natürlich auch Luxemburg. Erstaunlich ist, dass Irland mit +27,3% das zweit teuerste Land im Vergleich ist (Insel-Lage + Wirtschaftsboom?). Aber jetzt kommt der Oberhammer. Man schaue auf vier Länder außerhalb der EU, in direkter Nachbarschaft. Zitat Statistisches Bundesamt:

Bei den europäischen Staaten außerhalb der EU war das Preisniveau im Vergleich zum EU-Durchschnitt in Island (+56,1 %), in der Schweiz (+51,9 %) und in Norwegen (+47,7 %) am höchsten. Sehr viel niedriger war es in der Türkei (-56,6 %), bedingt durch den stark veränderten Wechselkurs der türkischen Lira zum Euro.

Preise innerhalb der EU

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Demografiewandel bremst Wirtschaft bis 2035, drei Bundesländer große Verlierer

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Der Demografiewandel bringt laut ifo-Institut (heutige Veröffentlichung für die Bertelsmann-Stiftung) einen massiven Arbeitskräftemangel. Untersucht hat man einen Zeitraum bis zum Jahr 2035. Am Schlimmsten betroffen sein sollen die Bundesländer Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das jahresdurchschnittliche Wirtschaftswachstum der Bundesländer in den Jahren 2018 bis 2035 werde bei diesen drei Bundesländern sogar ein Minus aufweisen, und zwar -0,2%, -0,1% und -0,2%.

Dass zum Beispiel ostdeutsche Bundesländer auch nur zu den strukturschwachen westdeutschen Regionen aufschließen können, wird von der Studie arg bezweifelt. Ganz vorn erwarte man beim Wirtschaftswachstum bis 2035 die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie Baden-Württemberg und Bayern. Die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftskraft sowie beim Lebensstandard würden in den kommenden Jahren somit deutlich zunehmen. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass regionale Wohlstandsunterschiede in überschaubarer Zeit abgebaut werden können. Auch die Schere zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland werde sich deswegen nicht weiter schließen, so die Aussage der Studie.

Selbst wenn die ostdeutschen Flächenländer lediglich bis zu den strukturschwachen westdeutschen Ländern aufholen wollten, bräuchten sie Produktivitätssteigerungen, die in einigen Ländern zwei- bis dreimal so hoch ausfallen müssten wie in den vergangenen zehn Jahren. Das ist wohl als nicht realistisch einzuschätzen, so die Studie. Erforderlich wäre auch langfristig eine deutlich stärkere Ausrichtung der Politik auf die Stärkung des Wachstums, insbesondere durch vermehrte Innovationen. Ob die Politik hierfür die Kraft aufbringen kann, sei allerdings fraglich.

Hier finden Sie die vollständige Studie auf 72 Seiten.

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Aktuell: Trump nennt konkreten Grund für Absage des Iran-Angriffs

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Ganz aktuell hat Donald Trump (nach dem Aufstehen kommt die aktive Twitter-Phase) verkündet, warum er gestern Abend die schon gestartete Militär-Aktion gegen den Iran in letzter Sekunde gestoppt hat. Und ja, soll man ihm die Begründung glauben? Entscheiden Sie selbst. Denn es klingt mehr als honorig.

Denn Trump sagt der Iran habe ja nur eine unbemannte Drohne der USA abgeschossen. Dann während des Angriffs (man sei bereit zur Rache gewesen) habe er seine Generäle gefragt, wie viele Iraner dabei ums Leben kommen würden. 150 war die Antwort. 10 Minuten vor der Ausführung des Angriffs habe er ihn dann abgeblasen. Denn, so Trump, 150 Menschenleben seien nun mal nicht verhältnismäßig im Vergleich zu einer unbemannten Drohne.

Wie wahr, möchten wir da sagen. Ist Donald Trump also ein mehr als honoriger Oberbefehlshaber, der mit klarem Kopf und Sinn für Gerechtigkeit Menschenleben verschont? Bilden Sie sich dazu gerne selbst Ihre Meinung. Auch sagt Trump, dass er es mit einem Angriff nicht eilig habe. Denn das US-Militär sei nun (dank ihm?) wieder erneuert, neu, und bereit einzugreifen. Es sei das beste Militär in der Welt. Die Sanktionen würden den Iran hart treffen, und letzte Nacht seien sie noch mal ausgeweitet worden. Der Iran könne niemals eine Atomwaffe haben, nicht gegen die USA, und nicht gegen die Welt.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: James N. Mattis – 180528-D-SV709-0123 CC BY 2.0

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