Europa

Das war nix: EU-BIP und EU-Industrieproduktion enttäuschend

Von Markus Fugmann

Die Erwartungen waren hoch an das EU-BIP, nachdem heute Vormittag veröffentlichte Daten zu Italien (+0,3%, Prognose war +0,2%) und Frankreich (+0,6%) über den Erwartungen ausgefallen waren. Deutschland aber hatte enttäuscht mit lediglich +0,3% – und nun ist das EU-BIP mit +0,4% unter der Prognose von +0,5% ausgefallen.

Gleichwohl scheint sich der Aufwärtstrend der europäischen Konjunktur zu verstetigen: seit dem 2.Quartal 2014, als das Wachstum +0,1% betrug, stieg das BIP in der Eurozone um jeweils 0,1% pro Quartal an. Aber dennoch bleibt Vorsicht angebracht: so siind die vermeintlich starken BIP-Daten aus Frankreich überwiegend einer starken Zunahme der Lagerbestände geschuldet – das heißt, es wurde auf halde produziert. Nun sind die Lager voll, sodass im nächsten Quartal für Frankreichs BIP ein Rückschlag droht.

Auch die EU-Industrieproduktion war alles andere als begeisternd: sie fiel um 0,3%, die Prognosen waren von einer Stagnation ausgegangen. Auffällig auch hier Deutschland, das mit -0,7% eines der schwächsten Länder war.

In Reaktion aauf die Daten kam der Euro unter Druck, kann sich derzeit aber wieder etwas von der 1,12er-Marke nach oben absetzen. Von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf der Märkte werden heute die Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen (14.30Uhr).



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