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Das wird Donald Trump nicht besonders freuen: Deutschland wird 2017 erneut Export-Weltmeister

Donald Trump prangert massiv an, dass Deutschland und China so viel exportieren, und so wenig importieren. Nun, im ersten Jahr seiner Präsidentschaft konnte er daran nichts ändern. Massive Importzölle oder…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump prangert massiv an, dass Deutschland und China so viel exportieren, und so wenig importieren. Nun, im ersten Jahr seiner Präsidentschaft konnte er daran nichts ändern. Massive Importzölle oder Ähnliches gab es von seiner Regierung noch nicht, obwohl es den Wählern versprochen wurde. Das ifo-Institut hat jetzt schon einmal für das Gesamtjahr 2017 die Außenhandelsdaten hochgerechnet.

Danach wird Deutschland im Jahr 2017 einen Leistungsbilanzüberschuss von 257 Milliarden Euro erzielen, was vor allem an den Warenexporten liegt. Danach soll China folgen mit +190 Milliarden Dollar, danach folgt Japan mit +170 Milliarden Dollar. Alleine beim Warenhandel hat Deutschland im ersten Halbjahr einen Überschuss von 134 Milliarden Euro erzielt. Es wurden also für 134 Milliarden Euro mehr Waren exportiert als importiert.

ifo im Detail:

Haupttreiber war die Nachfrage aus den anderen Ländern des Euroraums, den restlichen EU-Ländern und aus den USA. Zum Überschuss trugen auch die Erträge aus den im Ausland angelegten Vermögen und die im Ausland erzielten Arbeitseinkommen von Deutschen mit rund 20 Milliarden Euro bei. Transfer-Zahlungen an das Ausland, beispielsweise an internationale Organisationen, dämpften den Überschuss um 27 Milliarden Euro.

Deutschlands Überschuss wird aber im laufenden Jahr auf 7,9 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung fallen, nach 8,3 Prozent im Jahr 2016. Das ist im Wesentlichen auf die Energiepreise zurückzuführen. Die Preise für importiertes Erdöl und Erdgas dürften im Durchschnitt diesen Jahres trotz der Aufwertung des Euro höher sein als noch im Vorjahr, was die nominale Wareneinfuhr erhöht und den Überschuss verringert. In den Jahren 2013 bis 2016 wurde hingegen der gegenteilige Effekt beobachtet – ein starker Ölpreisverfall, der den Leistungsbilanzüberschuss in diesem Zeitraum um 1,4 Prozentpunkte erhöhte. Die EU hält maximal sechs Prozent für langfristig tragfähig.

Der chinesische Leistungsbilanzüberschuss geht ebenfalls auf den Warenhandel zurück. Bis Juni wurden Waren im Wert von 200 Milliarden Euro netto exportiert. Damit ist der chinesische Warenüberschuss deutlich höher als der von Deutschland. Allerdings fragte China in der ersten Jahreshälfte 2017 Dienstleistungen in Höhe von 125 Milliarden Euro netto aus dem Ausland nach.

China

Heute hat China seine Außenhandelsdaten für August veröffentlicht. Die Exporte stiegen um 5,5 Prozent auf 199 Milliarden Dollar an, die Importe stiegen um 13,3%. Die Exporte Richtung USA stiegen um 8,4 Prozent gegenüber August 2016 auf 39 Milliarden Dollar. Die Importe aus den USA nach China stiegen um 18,1%.


Containerterminal in Hamburg. Foto: Heje / Wikipedia (CC BY 3.0)

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    luigo

    8. September 2017 22:55 at 22:55

    Wenn man so vernagelt blöd ist wie die Amis, die China ihr know how geradezu vor die Füsse geschmissen haben, geschieht das alles zu recht. Und die Produktionsanlagen gleich mit. Dummheit ist unheilbar.

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2012 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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Coronakrise aktuell: Madrid bald unter komplettem Lockdown?

Markus Fugmann

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Die Coronakrise nimmt weiter Fahrt auf – nun könnte die Region Madrid bald wieder unter vollständigem Lockdwn stehen! Soeben hat Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa empfohlen, die ganze Region Madird mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern unter vollständigen Lockdwon zu stellen.

Heute hat die Regionalveraltung von Madrid die Bezirke unter Lockdown von 37 auf 45 angehoben – dadurch stehen dann ca. eine Millionen Menschen mehr unter diesem Lockdown als am Tag zuvor. Alleine in der Hauptstadt Madrid sind in der letzten Woche durchschnittlich knapp 500 Menschen pro Tag wegen Corona in Krankenhäuser eingeliefert worden. Spanien meldete heute 10.600 neue Corona-Fälle, in Frankreich waren es über 16.000, in Deutschland mit knapp über 2300 so viele wie seit April nicht mehr (genaue Daten siehe hier)..

An den Aktienmärkten verstärkt die mit Macht wieder auftretende Coronakrise die Risiko-Aversion weiter, die US-Futures wie auch der Dax stehen unter Druck..

 

Madrid als neues Zentrum der Coronakrise in Europa

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Donald Trump und die Deutsche Bank – hochinteressante Doku

Redaktion

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Warum hat Donald Trump von der Deutschen Bank immer wieder Geld bekommen? Das ist vielleicht die interessanteste Frage, die in der folgenden Doku besprochen wird. US-Banken wollten Donald Trump offenbar kein Geld mehr leihen. Aber die Deutsche Bank tat es, und gab immer mehr Geld, für immer mehr Immobilienprojekte des heutigen US-Präsidenten. Und das, obwohl er vorher zahlreiche Projektpleiten hingelegt hatte. Gab es Sicherheiten aus Russland?

Die Doku beleuchtet im Detail die Beziehungen von Donald Trump nicht nur zur Deutschen Bank, sondern auch wie eng tatsächlich seine Verbindungen zu russischen Geschäftskreisen in New York und in Russland selbst waren. Bisher kam der Präsident selbst bei den Mueller-Ermittlungen in den USA ungeschoren davon. Der Schlüssel liegt wohl in den Geschäftsunterlagen der Deutschen Bank. Wer machte mit wem Geschäfte? Wer hat eventuell Geld gewaschen? Auffällig oft haben russische Käufer bei Trump-Projekten Wohnungen gekauft. Beispielhaft beleuchtet wird dieses Lizenz-System an einem Hochhaus in New York, für das er nur seinen Namen gab, und dafür 18 Prozent der Einnahmen kassierte.

Wusste Donald Trump, dass über seinen Namen und seine Projekte womöglich in gigantischem Umfang Geldwäsche zwielichtiger russischer Kreise abgewickelt wurde? Nachweisen lässt sich bis jetzt definitiv nichts, aber die Dokumentation der Geschäftsabläufe, wie es im folgenden Beitrag gezeigt wird, ist doch sehr aufschlussreich.

Donald Trump im Jahr 2020
Donald Trump

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