Folgen Sie uns

Indizes

Das wohl zuverlässigste (längerfristige) Markt-Signal schreit: „Verkaufen!“

Über die hohen Aktienquoten in den USA als Vorbote für tiefere Kurse!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Manchmal sind die Dinge im Leben ganz einfach! So etwa in der Wirtschaft: wenn es viel Angebot gibt und weniger Nachfrage, dann fallen die Preise. Wenn es dagegen wenig Angebot gibt und mehr Nachfrage nach diesem Angebot gibt, dann steigen die Preise. Logisch.

Aber gilt das auch für den Aktienmarkt – also das Gesetz, wonach die Preise sich nach Angebot und Nachfrage richten? Durchaus. Und zwar nun immer mehr, weil die Notenbanken als Manipulatoren der Preise aussteigen aus ihrer ultralaxen Geldpolitik und damit eine künstliche Nachfrage entfällt! Mithin wird also das Gesetz von Angebot und Nachfrage wieder verstärkt wirksam an den Aktienmärkten!

Wenn es aber um Nachfrage und Angebot geht, dann ist entscheidend, wieviel Angebot schon von den Nachfragern angenommen worden ist. Oder anders gesagt: wie stark durchschnittliche Investoren bereits investiert sind in Aktien mit ihren Portfolios.

Auf diesen Zusammenhang hat nun Nick Maggiulli, analytics manager bei Ritholtz Wealth Management, hingewiesen. Wenn man – wie Maggiulli das getan hat – sich die Aktien-Quote in den letzten Jahrzehnten ansieht und diese mit der Anleihe-Quote in den Portfolios vergleicht.  So ergiebt sich aus dieser Analyse, wie stark die Nachfrage nach Aktien ist, ein ungemein zuverlässiger Indikator dafür, wie sich die Aktienmärkte dann entwickeln werden in den nächsten Jahren!

Die Faustfromel lautet: wenn durchschnittliche Investoren zu stark in Aktien investiert sind (zu mehr als 70% ihre Portfolios), dann haben sich die Aktienmärkte in den kommenden Jahren schwach entwickelt – schlicht weil die Portfolios schon mit Aktien vollgesogen sind und damit zukünftige Nachfrage fehlt. Liegt die Aktienquote hingegen unter 50%, dann haben sich die Aktienmärkte in den nächsten Jahren sehr gut entwickelt (eben weil viele potentielle Käufer noch nicht investiert waren!).

Folgende Grafik zeigt, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen hoher/niedriger Aktienquote und dem dann folgenden Verlauf der Aktienmärkte gibt:

 


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Wer diese Formel – eine Aktienquote über 70% ist ein Verkaufssignal, eine Aktienquote unter 50% dagegen ein Kaufsignal – angewendet hätte, der hätte in dem Zeitraum zwischen 1987 und 2018 sein Kapital um den Faktor 43 vermehrt – aus einem Dollar also 43 Dollar gemacht. Wer dagegen die „Kaufen und Halten-Strategie“ gefahren wäre, hatte aus einem Dollar nur 24 Dollar erzielt (auch nicht schlecht, aber fast 50% weniger als mit der oben genannten Strategie!).

Maggullis Modell hatte im Mai 2006 ein Verkaufssignal gegeben (die Kurse fielen dann aber erst ab Oktober 2007 massiv), im November 2008 dann ein Kaufsignal (die Kurse fielen dann bis März 2009, um danach dann jedoch massiv zu steigen). Der Indikator trifft also nicht den idealen Zeitpunkt, ist aber mit einiger Verzögerung dann extrem zuverlässig!

Im Januar 2018 hatte das Modell (diesmal sehr pünktlich, also kurz vor dem Abverkauf Anfang Februar!) ein Verkaufssignal gegeben – das nach wie vor gültig ist (derzeit liegt die Aktienquote knapp über 70%).

Kommt also so etwas wie ein Crash auf uns zu? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Maggiulli jedenfalls meint: er könne den Investoren nur die Tür zeigen – durch die Tür aber müssten die Investoren dann schon selber gehen..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Rüdiger Born: Aktuelle Lage und Chancen bei Dax und Dow

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Im folgenden Video bespreche ich direkt am Chart die aktuelle Lage bei Dax und Dow Jones, und welche Chancen für Trader vorhanden sind.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

weiterlesen

Aktien

Optionen: Experte Jens Rabe erklärt, wie sie funktionieren!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Optionen sind in den letzten Monaten immer wichtiger geworden für das Geschehen an den Aktienmärkten – das gilt ganz besonders für die Kursentwicklung einzelner Aktien wie etwa Apple, Amazon oder Tesla. Vor allem Wetten auf steigende Kurse (Calls) sorgten für einen Höhenflug der US-Tech-Werte: Broker, die diese Optionen an Kunden verkauften, mussten das entsprechende underlying (also etwa die Aktie von Apple etc.) kaufen, um sich gegen eigene Risiken abzusichern – so konnte aus meist eher kleinvolumigen Käufen schnell eine Hebelwirkung entstehen, die für eine spektakuläre Rally der US-Tech-Werte und des Nasdaq sorgte. Es sind dabei in den USA vor allem (kleine) Privatinvestoren, die mit Optionen massiv auf steigende Kurse zocken.

Folgenes Schaubild zeigt, wie aus einem Kauf von Optionen (Calls) auf die Amazon-Aktie im Volumen von 1500 Dollar letztlich Käufe der Amazon-Aktie von 230.000 Dollar resultieren:

Optionen und die Rally von US-Tech-Aktien

Optionen – wie funktionieren sie?

Optionen – das ist zunächst zentral – haben nichts mit den in Deutschland sehr beliebten Optionsscheinen zu tun. Optionsscheine wie auch CFDs sind in den USA verboten, daher greifen Spekulanten in Übersee neben Futures, ETFs und dem direkten Investment in Aktien verstärkt auf Optionen zurück. Wer verstehen will, was an der Wall Street wirklich gespielt wird, sollte sich daher mit Optionen und ihrer Handhabung beschäftigen!

Dafür jedoch braucht man ein gewisses know-how. Vor allem sollte man wissen, dass die Volatilität eine zentrale Rolle spielt, inbesondere die „implizite Volatilität„:

„Während die historische Volatilität die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder Rohstoffs in der Vergangenheit angibt, ist die implizite Volatilität ein Maßstab für die Markterwartungen an die künftige Volatilität.“

Daneben gibt es Begriffe wie „im Geld“ oder „aus dem Geld“. Dirk Schuhmanns hat dieses Prinzip als ein maßgeblichen und wahrscheinlich bewußt inszentierten Treiber etwa für den Höhenflug der Aktie von Tesla ausgemacht – und zeigt, wie oben im Schaubild anhand der Amazon-Aktie dargestellt, wie das in der Praxis funktioniert:

„Das Prinzip dahinter ist, Call-Optionen kurzer Laufzeit relativ weit aus dem Geld zu kaufen, also mit Ausübungspreisen oberhalb des aktuellen Kurses. Diese Optionen sind günstig und der Optionsverkäufer muss nur wenige Aktien kaufen, um sein Risiko abzusichern. Jetzt braucht es noch eine Zündung des Gemisches. Irgendetwas muss dafür sorgen, dass der Aktienkurs überhaupt erst einmal zu steigen beginnt. (..) Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren. So kann sich eine Absicherungsposition schnell von drei Aktien pro Optionskontrakt auf 80 oder 90 steigern, während der Optionskäufer vielleicht nur den Gegenwert von fünf Aktien investieren musste. Diese zusätzliche Hedging-Nachfrage ist es dann, die den Kurs antreibt. Der Optionskäufer wiederrum kann durch kontinuierliche Nachkäufe neuer Optionen mit höherem Strike dieses Spiel am Laufen halten.“

Wer mehr über Optionen wissen will, ist bei Jens Rabe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. In folgendem Video erklärt er Grundprinzipien der Optionen:

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen