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Devisen

Das Yen-Wunder oder warum Negativzinsen nicht funktionieren

Über einen grundsätzlichen Irrtum der derzeitigen Geldpolitik

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Manchmal kommt es ganz anders, als man denkt. Das gilt ganz besonders für den Yen, der trotz Negativzinsen und gigantischen Anleihekäufen durch die Bank of Japan deutlich aufgewertet hat zum US-Dollar. Warum ist das passiert? Erik Norland gibt die Antwort:

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    gerd

    24. August 2016 13:21 at 13:21

    Hab zwar wegen englisch nicht allers verstanden, aber es gin auch um dier hohe private Verschuldung.

    Es ist ja auch ein Aberwitz, dass Herr Graghi versucht, die Wirtschaft anzukurbeln, indem den GeldHABENDEN die (Zins)-Einnahmen genommen werden, welche auch mal für Anschaffungen geplant waren.

    Er müsste stattdessen den GeldSUCHENDEN das Geld noch billiger zukommen lassen, ohne es den Vorgenannten zu nehmen.
    Wie das ginge, hatte er im März selber vorgeschlagen (hatter aber vergessen). Nämlich :
    den Banken Geld von der EZB zu Minuszinsen geben, sodass die einerseits die Kredite weiter verbilligen könnten und zum anderen selber auch noch was verdienen.
    Wenn Draghi dann noch die Strafzinsen wieder streicht, klappts auch mit dem Nachb..ehm, mit dem Konsumieren und Investieren.

  2. Avatar

    Wolfgang Koch

    24. August 2016 13:23 at 13:23

    …über einen grundsätzlichen Irrtum der gegenwärtigen Geldpolitik.Der Begriff Geldpolitik,den bis vor ca.2Jahren kein Aas kannte,ist der grundsätzliche Irrtum!Die Einführung kommunistischer Regelungsmechanismen in die kapitalistische (Markt)Wirtschaft,hat uns diesen ganzen Draghibullshit eingebrockt!Aber so ist es halt,wenn man Führungspersonal aus dem kommunistischen Machtbereich(Merkelgauck)einstellt!

  3. Avatar

    leser

    24. August 2016 13:55 at 13:55

    Die eigentliche Begründung, wieso der Yen trotz Zinssenkung steigt, habe ich in dem Video vermisst.

    • Avatar

      gerd

      24. August 2016 14:41 at 14:41

      Das haben wir hier ja schon oft gelesen.
      Da kann anscheinend kommen was will, Krisen, Erdbeben – wenn es brenzlig wird, gilt der Yen aus der sich selbst erfüllenden Vorhersage heraus als ein sicherer Hafen.

      So absurd es auch sein mag. FMW kann es auch nur so erklären, und da es tatsächlich so ist, müssen die und wir es -bis es evtl. mal schlagartig anders werden könnte- als gegeben hinnehmen.

      • Avatar

        gerd

        24. August 2016 14:49 at 14:49

        Nachtrag.
        Gerade höre ich erstmalig von dem Erdbeben in Italien.
        Ich kann zwar nichts dazu, aber ich hätte das Beispiel ansonsten im Beitrag weggelassen. Zumal ich das eher auf Japan selbst bezogen hatte.

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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