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DAX steigt über 24.000 Punkte DAX +1.000 Punkte: Iran-Waffenruhe löst Kurssprung aus

DAX über 24.000 Punkte nach Iran-Waffenruhe
Grafik: ChatGPT

Der DAX springt vorbörslich um mehr als 1.000 Punkte über die Marke von 24.000 Zählern, nachdem die USA und der Iran eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet haben. Kurz vor Ablauf des Trump-Ultimatums kam es zur Einigung, in deren Zuge auch die Straße von Hormus wieder geöffnet werden soll. Diese Entwicklung sorgt für spürbare Erleichterung an den Aktienmärkten. Gleichzeitig profitieren auch Edelmetalle und Kryptowährungen von der veränderten Risikowahrnehmung, während die Ölpreise deutlich unter Druck geraten.

Zuvor war der deutsche Leitindex bereits mit hoher Volatilität in die neue Woche gestartet und reagierte entsprechend sensibel auf geopolitische Unsicherheiten. Auslöser waren widersprüchliche Nachrichten rund um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran, die kurzfristig für deutliche Kursschwankungen sorgten. Vor allem Aussagen von US-Präsident Donald Trump rückten erneut in den Fokus der Marktteilnehmer, nachdem dieser seine Drohungen weiter verschärft hatte. Daraus resultierte ein erhöhtes Risiko einer weiteren Eskalation im Iran-Konflikt. Mit der nun verkündeten Waffenruhe wurde dieses Szenario vorerst entschärft, allerdings dürfte die Lage fragil bleiben, da die eigentlichen Verhandlungen erst beginnen.

Zum Wochenauftakt kletterte der DAX zunächst bis an die Marke von 23.400 Punkten, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten und drehte im weiteren Verlauf deutlich ins Minus. Am Ende des Handelstags stand ein Rückgang von rund einem Prozent auf 22.921 Punkte zu Buche. Im frühen Handel am Mittwochmorgen stieg der DAX zeitweise über 24.100 Punkte und dürfte damit mit einem deutlichen Aufwärtsgap in den Handel starten. Die Lage im Nahen Osten bleibt jedoch vorerst ein Unsicherheitsfaktor für die globalen Finanzmärkte, zumindest bis die Verhandlungen abgeschlossen sind.

DAX-Erholung auf dem Prüfstand

Der DAX notiert vorbörslich rund 1.200 Punkte (+5 %) über dem gestrigen Schlusskurs bei 21.921 Punkten und markierte zwischenzeitlich ein Hoch bei 24.261 Punkten. Nach diesem dynamischen Anstieg steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit eines Rücklaufs. Erste potenzielle Rücklaufzonen liegen bei 24.051 sowie 23.928 Punkten, wo zunächst eine Konsolidierung auf erhöhtem Niveau einsetzen könnte. Sollte der Index diese Bereiche unterschreiten, rücken die nächsten Unterstützungen bei 23.765 und 23.650 Punkten in den Fokus. An diesen Marken könnte der Rücklauf schließlich auslaufen und eine neue Aufwärtsbewegung initiiert werden.

Auf der Oberseite stellt die Zone zwischen 24.272 und 24.360 Punkten einen zentralen Widerstandsbereich dar. Hier dürfte der Aufwärtsimpuls zunächst an Momentum verlieren und in eine kurzfristige Konsolidierung übergehen.

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

24.051 – Horizontale

23.928 – Horizontale

23.765 – Horizontale

23.650 – Horizontale

DAX Widerstände

24.261 – vorbörsliches Hoch 08.04.

24.272 – ex Range-Unterkante

24.328 – 161,8 Extension

24.360 – Horizontale

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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6 Kommentare

  1. Wieder einmal lernt man zum zehnten mal, es kommt nicht so schlimm wie man denkt.
    Pakistan ist in einer wichtigen Führungsrolle.

  2. Der Ölpreis wirkt sich auf den Dax aus.

    1. @Holger, exakt!! Und wenn es regnet, kann es nass werden..

  3. An Finanzmarktjournalist Markus Fugmann: Ist es nicht so, daß sich der Ölpreis nicht immer auf den Dax auswirkt?

    1. An den Kommentator @Holger: Unbedingt!!!

  4. erstaunlich wie schnell auch insb. medial der weltfrieden ausgerufen wird, nur weil der orangene wieder mal taco gemacht hat.

    die iraner haben nach wie vor alle hebel bzgl. hormus in der hand. und die voraussehbaren tonage kapazitäten – die hier vielleicht irgendwann in den nächsten wochen wieder anlaufen werden – werden nach wie vor nur ein bruchteil dessen sein, was da bisher gelaufen ist. und ob die israelis und saudis sich im griff haben, ist auch noch lange nicht bewiesen. energie- und petrochemie-krise ist rational betrachtet also minimal entschärft bzw. wird vorläufig nicht noch mehr in der region kaputt gemacht, als ohnehin schon. der inflationäre impuls wird ebenfalls nicht unmittelbar wieder verschwinden nur weil öl unter 100 fällt.

    zudem werden diese verhandlungen eine maximaldemütigung für die angreifer werden – mal sehen wie weit die gehen kann, bevor man sich für einen abermaligen strategiewechsel entscheidet.

    also dieses durchatmen kann von überschaubarer dauer sein. die indizes laufen aktuell auch nur an den 200er ran.

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