Folgen Sie uns

Aktien

Lufthansa profitiert von Air Berlin-Pleite, schwacher Euro hilft dem Dax nicht

Nachdem sich die Lage rund um Nordkorea oberflächlich erst mal weiter entspannt, achtete der Markt heute in erster Linie auf die um 14:30 Uhr vermeldeten US-Einzelhandelsumsätze, die etwas stärker als erwartet…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Nachdem sich die Lage rund um Nordkorea oberflächlich erst mal weiter entspannt, achtete der Markt heute in erster Linie auf die um 14:30 Uhr vermeldeten US-Einzelhandelsumsätze, die etwas stärker als erwartet ausfielen. Der Dow stieg vorbörslich um 20 Punkt auf 22.040 Punkte, um von da an abzurutschen auf 21.993 Punkte. Im großen Bild sind solche Bewegungen natürlich nicht die Welt.

Der Euro schwächte sich ab 14:30 Uhr gegen den Dollar um 25 Pips ab. Wichtiger ist aber, dass er seit Freitag Abend übers Wochenende bis jetzt konstant verloren hat, insgesamt 110 Pips auf jetzt 1,1712. Das müsste eigentlich dem Dax helfen, aber er konnte die heutigen Gewinne bis jetzt nicht halten. Aktuell ist es ein Plus von 10 Punkten gegenüber gestern Abend bei 12.177 Punkten.


Der Dax seit Freitag Mittag.

Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) steigt seit Freitag Abend (Chart) kontinuierlich. Vorhin gab es durch die US-Daten einen weiteren Schub von 93,67 auf 94 (aktuell 93,88).

Gold

Der folgende Chart zeigt über den Goldpreis exakt den Verlauf der Nordkorea-Spannungen, die letzten Freitag ihren Höhepunkt erreichten. Rauf von 1.260 auf 1.291 Dollar, jetzt wieder runter auf 1.271 Dollar. Dazu kommt noch der stärkere Dollar selbst, der gegen Gold drückt.


Der Goldpreis seit 7. August.

Die Vola im S&P 500 ist im selben Zeitraum auch wieder eingeschlafen. Von 12 rauf auf 16,50. Jetzt ist man wieder bei 12,23 angekommen.

Air Berlin

Seit heute Mittag bestimmt Air Berlin die Nachrichtenlage in Deutschland. Die Airline ist pleite, und laut Wirtschaftsministerin Zypries verhandelt Air Berlin mit der Lufthansa gerade über das de facto Ausschlachten von interessanten Resten von Air Berlin. Bis es so weit ist, hält die Bundesregierung die Airline mit 150 Mio Euro Notkredit über Wasser. Mehr dazu in unseren beiden heutigen Artikeln hier und hier.

Die Aktie von Air Berlin war direkt nach Veröffentlichung der Insolvenz kurzzeitig vom Handel ausgesetzt, verlor dann aber bis zu 47% an Wert. Bis jetzt hat sie unterm Strich heute 38% an Wert verloren. Großer Gewinner ist wohl die Lufthansa, wie wir vorhin auch schon geschrieben haben. Man kommt wohl günstig an Slots und Flugzeuge. Die Aktie steigt heute um 4,8%.

Britisches Pfund

Drei wichtige Preisdaten aus Großbritannien kamen heute früh im Großen und Ganzen rein wie erwartet. Der Devisenmarkt hatte aber wohl mehr erwartet, was das Pfund gegen den Dollar bis jetzt von 1,2950 auf 1,2860 runterbrachte.

Öl

Seitdem gestern Nachmittag neueste Daten zu drastisch geringerem Raffinerie-Verbrauch aus China vermeldet wurden, befindet sich der Ölpreis im Abwärtsmodus von 49 auf jetzt 47,25 Dollar im WTI-Öl. Heute Abend mit den API-Daten und morgen 16:30 Uhr mit den offiziellen Daten zu den US-Lagerbeständen könnte neue Bewegung in den Ölmarkt kommen. Wohl nur ein weiterer drastischer Rückgang bei den Lagern kann derzeit den Öl-Bullen helfen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

weiterlesen

Aktien

Kaufverbot für die Nikola-Aktie – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

am Firmensitz der Nikola in Phoenix (Arizona) glühen schon seit Wochen die Telefonleitungen. Das junge Unternehmen kämpft hart um seine Reputation. Man kämpft um die letzten Investoren, die noch nicht gegangen sind. Und vor allem, man kämpft um seine Partner wie General Motors, Bosch oder Iveco. Denn wenn die abspringen, wird die Nikola-Zentrale in Phoenix zugesperrt.

Aber der Reihe nach! Was ist zuletzt passiert bei Nikola?

Der charismatische Firmengründer Trevor Milton wurde aufs Abstellgleis geschoben und seitdem geben trockene Technikertypen den Ton bei Nikola an. So trat der Technik-Chef Jesse Schneider zuletzt vor die Presse und referierte betont sachlich über Patente, Chassis-Zeichnungen und andere Dokumente. Er legte haarklein auseinander, welcher Bestandteil des Nikola-Trucks fremd eingekauft, welcher extern entwickelt wurde.

Die Veranstaltung war langweilig, aber wichtig. Wenn Nikola überleben will, muss es das Vertrauen des Marktes und der Industrie wiederherstellen. Dafür wollen die Investoren jetzt keine Visionen hören, sondern Fakten und Details sehen.

Diese Fakten und Details entscheiden in den kommenden Wochen über den Kursverlauf der Aktie. Denn am 30. November läuft die Sperrfrist (lock-up-period) für die vorbörslichen Investoren der Nikola ab. Wenn diese Investoren bis dahin nicht von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt werden können, werden sie an diesem Tag mit großem Volumen aus der Aktie aussteigen und ein erneutes Kursmassaker herbeiführen.

Aber denken wir positiv! Unterstellen wir einmal, Jesse Schneider und CEO Mark Russell können die Investoren überzeugen, dann dürfte auch General Motors an Bord bleiben. Das ist aktuell der wichtigste Nikola-Partner. Mehr noch: Der US-Autobauer entscheidet wahrscheinlich über die Zukunft des Lkw-Bauers Nikola.

Nur zur Erinnerung: General Motors (GM) hat zugesagt, für Nikola die Werkbank zu machen und insgesamt Produktionsleistungen im Wert von 2 Milliarden USD für das Startup zur Verfügung zu stellen. Konkret war oder ist geplant, dass GM den…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen