Die Spannung an den Aktienmärkten steigt. Neben der Zinsentscheidung der Fed stehen heute auch die Zahlen der Tech-Giganten Microsoft und Meta im Fokus. Nach einem schwachen Wochenauftakt zeigte sich der DAX am Dienstag erholt und konnte die Schlüsselmarke von 24.000 Punkten verteidigen. Noch am Montag war der deutsche Leitindex mit einem Schlussstand von 23.970 Zählern unter diese wegweisende Marke gefallen. Die am Dienstag einsetzende Gegenbewegung ließ den Index zeitweise um rund 1,3 Prozent auf 24.310 Punkte steigen, bevor er den Tag mit einem Plus von einem Prozent bei 24.217 Punkten beendete. Damit befindet er sich wieder ungefähr in der Mitte der seit Wochen anhaltenden Handelsspanne zwischen 24.000 und 24.500 Punkten.
Das am Wochenende bekannt gewordene Zollabkommen zwischen der EU und den USA zeigte auch am Dienstag seine Nachwehen. Nach monatelangem Ringen sorgt dieses für eine Mischung aus Erleichterung und Ernüchterung. Zwar werden neue Belastungen für die exportabhängige deutsche Wirtschaft erwartet, doch sorgt die erzielte Einigung zumindest für mehr Klarheit und Planungssicherheit – ein Umstand, den die Aktienmärkte zu schätzen wissen. Die Börsenentwicklung am Montag hatte jedoch ganz klar gezeigt, wer aus dem Handelsstreit als Gewinner hervorgeht – es ist nicht die EU. Nichtsdestotrotz endete die fulminante Rekordjagd des S&P 500: Nach sechs Rekordhochs in Folge setzten am Dienstag mit Blick auf die Zahlen von Big Tech und den Fed-Entscheid Gewinnmitnahmen ein.
DAX: Bullen geben nicht auf
Trotz der Stabilisierung am Vortag bleibt die DAX-Marke von 24.000 Punkten ein neuralgischer Punkt: Jeder erfolgreiche Test macht sie zu einer stärkeren Unterstützung, ein Bruch könnte jedoch eine dynamische Abwärtsbewegung auslösen. Neben geopolitischen Faktoren richtet sich der Blick nun auf die US-Berichtssaison und die anstehende Zinsentscheidung der Fed – beides potenzielle Impulsgeber für den weiteren Kursverlauf und eine Art Showdown für die Rally an den Aktienmärkten. Während die Fed ihre Entscheidung um 20:00 Uhr verkündet, legen Microsoft und Meta ihre Zahlen nach US-Börsenschluss vor.
Warten auf die Richtungsentscheidung
Long: Der DAX hat sich wieder über der Marke von 24.200 Punkten stabilisiert. Sollte er sich über 24.185 Punkten halten, könnte er Kurs auf die Hürde von 24.312 Punkten nehmen, an der er am Dienstag gescheitert ist. Ein Ausbruch darüber dürfte den Index bis 24.385 Punkte führen. Sollte er auch diese Barriere durchbrechen, wäre der Weg zur Oberkante der Range bei 24.500 frei. Damit ein Ausbruch aus der Seitwärtsrange gelingt, sind jedoch starke Impulse erforderlich, andernfalls könnte der nächste Fehlausbruch folgen.
Short: Ein Rutsch unter 24.185 wäre ein erstes Schwächesignal und dürfte den Test der SMA200 bei 24.135 auslösen. Fällt der DAX auch darunter, rückt die Schlüsselzone um 24.000/23.960 erneut ins Visier. Diese hat zuletzt mehrfach gehalten und stellt somit eine starke Unterstützung dar. Aus Sicht der Bullen muss es zu einem nachhaltigen Bruch kommen, damit die Abwärtsbewegung Fahrt aufnimmt.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützungen:
24.185 – Zwischentiefs
24.132 – SMA200
24.051 – Tagestief 29.07.
24.000 – vorher WS
23.970 – Gap 28.07.
23.960 – Bulle-Bär-Marke
23.942 – Tagestief 28.07.
23.921 – Tagestief 21.07.
23.787 – Gap 04.07.
DAX Widerstände:
24.310 – Tageshoch 29.07.
24.312 – Horizontale
24.385 – Zwischenhochs
24.444 – Tageshoch 28.07.
24.514 – Tageshoch 24.07.
24.568 – außerbörsliches Hoch 28.07.
24.575 – Zwischenhoch
24.639 – Rekordhoch 10.07.
24.719 – Fibo-Extension
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Hat der Dax Lücken?
Ja, sogar im Future, ich habe vier Aufwärtslücken im Visier. Wenn der Dax abgleitet, ist das bis ca. 21’500 problemlos möglich, wo sich die grösste der vier Lücken befindet. Das ist zufällig auch das 50% Fibonacci-Retracement der fulminanten Aufwärtsbewegung, die im April 2025 begonnen hat.