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Dax: er fällt, weil er nicht steigt! Ultimative Begründungen..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Es geht nach unten beim Dax – moderat, nicht panisch, aber eben doch nach unten. So richtig lassen sich – blickt man sich bei anderen finanzaffinen Erklärungs-Profis um – keine Gründe benennen: bei Berichten von Nachrichtenagenturen werden nebulös „Wachstumssorgen“ als Argument genannt. Aber warum heute, und nicht letzte oder vorletzte Woche – war damals das Wachstum besser?

Der Euro läßt sich auch nicht als Begründung heranziehen – er handelt wieder deutlich unter der 1,15er-Marke. Auch der Ölpreis nicht in freiem Fall. Und heute eigentlich sehr passable Zahlen unter anderem von Siemens und anderen Dax-Konzernen..

Und so stolpert der Dax in Richtung 9800er-Marke:

Dax0405163

Daher bieten wir jetzt einmal endgültig nachvollziehbare, unwiderstehliche Erklärungen an:

Erstens: heute ist Mittwoch. An an Mittwochen liegt die Chance, dass der Dax fällt, bei 50% zu Handelsbeginn!

Zweitens: der Dax fällt, weil er nicht steigt!

Drittens: der Dax fällt, weil mehr Verkäufer am Start sind als Käufer!

Viertens: im Mai tendieren Kurse dazu, zu fallen!

Fünftens: es scheint die Sonne – die potentiellen Käufer liegen in der Sonne

Sechstens: hat Mario Draghi noch nicht mit Janet Yellen telefoniert. Das war der Fall zuletzt am 10.Februar – am 11.Februar begann dann an den Aktienmärkten die große Rally. Pardon: die Jahrhundert-Rally!

Siebtens: in China ist heute ein Sack Reis umgefallen. Die davon ausgehenden Erschütterungen haben die Dax-Bullen erschüttert!

Achtens: Herr Riße wird latent bärisch und erwartet die Schließung von Gaps. Das läßt sich der Index nicht zweimal sagen!

So, jetzt wissen Sie endlich Bescheid! Wenn Sie noch weitere Gründe wissen, dann her damit!!

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    robert1402

    4. Mai 2016 12:48 at 12:48

    weil der S&P 500 fällt ?

  2. Avatar

    isntit

    4. Mai 2016 13:11 at 13:11

    die Schwerkraft?

  3. Avatar

    Timo

    4. Mai 2016 13:17 at 13:17

    Neuntens: Mario hat sich seine Testikel im Hosenlatz eingeklemmt und musste die Hand vom Buy-Schalter nehmen!

  4. Avatar

    Robert1402

    4. Mai 2016 13:18 at 13:18

    weil man mit fallenden Kursen auch Geld verdienen könnte ?

  5. Avatar

    leser

    4. Mai 2016 13:23 at 13:23

    Falls noch nicht bemerkt: Der Dax fällt – mit Unterbrechungen – seit dem 30.04. letzten Jahres. Und es wird interessant sein zu sehen, ob sich der Ausbruch über die 8200 im Langfristchart als Fehlausbruch erweist. Abwarten und Tee trinken.

  6. Avatar

    Steven

    4. Mai 2016 13:27 at 13:27

    Ganz einfach .
    die bullischen Privatanleger und zocker werden jetzt von deN bärischen Institurionellen ausgenommen .

    Weil letztere die fundamental Daten eben doch im Hinterkopf haben und ersterere
    überall herum posaunt haben wie felsenfest sie von steigenden Märkten überzeugt sind (öl will steigt! , 100$!)

    ….man müsste mal die ex-bullen fragen .
    Wo sind die eigentlich ?

  7. Avatar

    hans

    4. Mai 2016 13:37 at 13:37

    Zehntes; Ich höre immer auf Herrn Riße und habe mir daher, schon vor ein paar Tagen, die Losnummer UT4BW5 gekauft:-)

  8. Avatar

    Willi

    4. Mai 2016 14:07 at 14:07

    Weil eben die klar de kein können, er kennen dass die Drogen Notenbank nicht helfen kann.
    Warum soll die Wirtschaft Kredite auf nehmen, wenn Sie keine brauchen ( die Produktionsanlagen Sind doch nicht aus lasted)

  9. Avatar

    Willi

    4. Mai 2016 14:23 at 14:23

    Trump hat Puts auf den S&P gekauft

  10. Avatar

    Thomas

    4. Mai 2016 15:11 at 15:11

    Ich kann es nur immer wieder sagen: Die Seite ist echt SUPER!
    Brandheiße News durchaus aber auch gemischt mit Humor!

  11. Avatar

    peter hoffmann

    4. Mai 2016 20:00 at 20:00

    weil donald endlich präsident wird
    ( schade, dass john wayne nicht mehr lebt, wäre ein prima aussenmimister !)

    grüsse aus entenhausen

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Aktien: Flash Mob – jetzt wird es gefährlich! Marktgeflüster (Video)

Ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen verabredet, kauft Aktien über Call-Optionen. Warum das für die Märkte gefährlich ist!

Markus Fugmann

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Die Dinge werden immer extremer: ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen wie Reddit verabredet, kauft Aktien über weit aus dem Geld liegende Call-Optionen – und bringt damit sowohl Short-Seller (wie heute Citron im Falle der Aktie Gamestop) unter Druck. Aber auch die Broker, die diese Call-Optionen verkaufen, denn diese müssen sich dann häufig durch den (physischen) Kauf der jeweiligen Aktie absichern: gelingt das nicht, bringt das immense Risiken mit sich, die zum „Aus“ des Brokers (und des Short-Sellers) führen können. War es ein Zufall, dass heute in den USA fast alle Neo-Broker Probleme hatten und phasenweise offline waren? Wohl nicht. Für die Märkte bringen solche Flash Mobs Instabilität und unkalkulierbare Risiken mit sich..

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Rüdiger Born

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am

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Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

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am

Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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