Devisen

Dax: Abwärtstrend knacken – oder fallen!

Faktisch ist jetzt eine neue Unsicherheit im Markt mit den gestigenen Chancen Trumps. Die Vola dürfte ansteigen..

FMW-Redaktion

Das war schon ein kleiner Schocker am Freitag, dass das FBI die E-Mail-Affäre Clintons wieder hochkocht! Die US-Märkte reagierten zunächst geschockt, konnten sich dann aber wieder etwas erholen. In Asien überwiegend moderate Verluste:

Shanghai Composite -0,12%
CSI300 -0,11%
ChiNext -0,25%
Nikkei -0,10%

All das bedeutet nun: die US-Wahl ist wieder offen, und ein Sieg Trumps ist alles andere als eingepreist an den Märkten! Darin besteht nun das größte Risiko für die Aktienmärkte: eine Art Widerholung des Brexit-Szenarios, das die Märkte ja völlig auf dem falschen Fuß erwischt hatte!

Der X-Dax startet wenig verändert zum Schlußkurs am Freitag:

dax31-10-16

Eines aber ist Tatsache: der Dax hat den steilen Aufwärtstrend seit Mitte Oktober deutlich gebrochen, und seit der Index das Jahreshoch erreicht hat, geht es bergab – und das in einem intakten Abwärtstrend!

Und das bedeutet: wenn der Dax „noch etwas werden will“, dann muß eben dieser Abwärtstrend gebrochen werden, um im Idealfall wieder in den Aufwärtstrend einzutauchen und vielleicht sogar ein neues Jahreshoch zu markieren.

Ist das wahrscheinlich? Aus derzeitiger Sicht eher nicht. Schon ein Bruch der 10700/10er-Marke (wo derzeit die obere Begrenzung des Abwärtstrends verläuft), dürfte nicht ganz einfach werden. Faktisch ist ja jetzt eine neue Unsicherheit im Markt, denn eines ist klar: für die meisten Firmen, die etwa im S&P500 gelistet sind, wäre ein Sieg Trumps nachteilig. Trump würde diese Firmen, die vielfach ihre Produktion ins Ausland verlegt haben, sanktionieren und mit Strafen belegen.

Und weil Trump sich in erster Linie um Trump kümmert (so war es stets in der Vergangenheit), wäre seine Präsidentschaft ein Abenteuer mit sehr ungewissem Ausgang, mithin also ein immenses Risiko!

Damit werden die Märkte zunehmend fragiler. Dazu kommt, dass der Trend derzeit zu passiven Handelsansätzen geht, man bildet also eher Indizes ab statt selektiv vorzugehen. Damit steigt die Tendenz zu Herdenverhalten, und das dürfte die Volatilität erhöhen. Wir sehen derzeit ja schon diese schnellen Bewegungen an den US-Märkten, deren Rauf und Runter bislang jedoch noch keine klare Tendenz ausgebildet haben. Das Risiko auf der Unterseite aber ist insgesamt höher einzuschätzen, zumal die Fallhöhe insbesondere bei den US-Indizes ja nicht ganz unerheblich ist..



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2 Kommentare

  1. Hallo Herr Fugmann, Sie erwähnen den „Trend zu passiven Handelsansätzen“, bei denen man Indizes abbildet…also sind damit z.B. ETFs gemeint? Interessant, was Sie da zu dem „Herdenverhalten“ schreiben. Das habe ich noch nirgendwo gehört, leuchtet aber ein! Ich bin ja selbst ein ETF-Anleger :-)

    VG

    1. @KSchubert, exakt, es geht um passive ETFs, die derzeit massive Zuflüsse verzeichnen, während aktiv gemanagte Strategien von Vermögensverwaltern oder Hedgefonds derzeit gewissermaßen „out“ sind. Mithin also erzeugt die Fokussierung auf einige wenige bekannte ETFs ein Klumpenrisiko, weil alle im selben Boot sitzen!

      Viele Grüsse!

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