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Dax: Alles wieder zunichte!

FMW-Redaktion

Am Freitag hatte sich der Dax mühsam nach oben gequält – und jetzt ist wieder alles zunichte gemacht! Die in Asien sichtbare Risikoaversion mit dem Anstieg der klassischen sicheren Häfen Gold und Yen und gleichzeitigem Abverkauf von Risiko-Assets wird heute das dominierende Thema sein für den Dax, der ohne die US-Märkte auskommen muß – und der daher auch weniger Chancen hat als noch in der letzten Woche, die Verluste zu kompensieren.

Die neuerliche Aktion Nordkoreas ist deshalb so bedeutsam, weil es zeigt, wie weit die Norkoreaner inzwischen sind technologisch. Das ist ein Schock vor allem für die Amerikaner, die nun handeln müssen. Neben der Gefahr eines direkten Krieges kommt nun das Verhältnis USA-China in den Blick: die Trump-Administration wird nun das Reich der Mitte auffordern, jeglichen Handel mit Nordkorea einzustellen, was das sichere ökonomische Aus für Nordkorea bedeuten würde.

Und Peking hat wenig belastbare Ausreden mehr, das nicht zu tun. Die direkte Gefahr ist also ein heißer Atomkrieg zwischen den USA und Nordkorea, die indirekte Gefahr ist eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und China. Sollte Peking den Forderungen Washingtons nicht nachkommen, steht eine alte Agenda Trumps wieder im Raum: die Einführung von Zöllen auf alle Waren aus China, mit den dann folgenden Gegenmaßnahmen Pekings und einem offenen Handelskrieg.

Es steht also jetzt sehr viel auf dem Spiel, die Risikoaverison hat also sehr gute Gründe. Zwar sind besonders die US-Aktienmärkte immer wieder in der Lage, das auszublenden – aber das Thema wird jetzt schlicht zu dominant, als dass die Wall Street weiter so tun könnten, als wäre nichts.

Der Dax startet mit einem noch größeren Abwärts-Gap als letzten Dienstag:

Im Fokus jetzt zunächst der Bereich 12030 – auf X-Dax-Basis hat der Dax dieses Niveau bereits getestet. Bricht diese Marke,sind die weitern Stationen auf dem Weg nach Süden die 11985, die Zone um 11930 und schließlich das Verlaufstief bei 11865.

Ohnehin ist es doch so, wenn man auf den Kursverlauf der letzten Wochen blickt, dass der Dax eine innere Schwäche hat. Jeder Anstieg wird früher oder später wieder gekontert, ob wegen der Euro-Stärke oder eben wegen der geopolitischen Spannungen um Nordkorea. Manches deutet darauf hin, dass wir mittelfristig noch sehr viel tiefere Kurse sehen werden.

Für heute wird es interessant sein zu beobachten, ob der Dax heute lebhafter ist und bleiben wird, als das sonst der Fall ist an US-Feiertagen..



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3 Kommentare

  1. Wir sollten bei der Betrachtung des Problems NK nicht Russland, China, Indien und Japan übersehen.
    Russland und China werden es nicht zulassen, US-Truppen an ihren Südgrenzen zu stationieren.
    Es wird diesen Krieg nicht geben oder er wird zu einem großen Krieg mutieren. Der rechtswidrige Eingriff der USA in russissches diplomatisches Eigentum zeigt, dass die USA mit aller Gewalt einen Konflikt provozieren. Deep state, also das US-Establishment um den MIC dreht verzweifelt am Rad weil es kurz vor dem finanziellen Exitus steht. Der weltweite Zionismus ist am Ende und sucht sein Heil in einem 3 WK. Der wird aber als erstes die USA auf dem eigenen Kontinent treffen. Es ist schwierig, die halbe Welt gegen sich zu wissen. Das ist die Situation der USA und sie wissen das.

  2. Kim Jong-un hat die A-Versicherung oder auch schon die W-Versicherung.
    Seine „Berufskollegen“ die auf chemische und A-Waffen verzichtet haben, sind von den USA nieder gemacht worden.
    Wie schlecht es den Nord-Koreanern gehen wird, wenn sie auf die A-Versicherung verzichten, sehen sie an Libyen und dem Irak.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    1. Es ist schlimm genug, aber ich sehe es genauso.
      Die A- oder W-Bombe ist meiner Meinung nach tatsächlich in erster Linie Versicherung für Nordkorea.

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