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Dax: am Widerstand

FMW-Redaktion

Die Party geht weiter: der Dax überwand gestern den 10380er-Widerstand und dürfte heute den nächsten wichtigen Widerstand bei 10510/20 Punkten testen. Die US-Märkte gestern auf einem 10-Monatshoch, zum Handelsende hin dann Schwäche, aber die US-Futures danach wieder nach oben trotz ziemlich mäßiger US-Unternehmenszahlen gestern nachbörslich. Die asiatischen Märkte im grünen Bereich, vor allem Tokio feiert die Yen-Schwäche:

Shanghai Composite +0,28%
CSI300 +0,24%
ChiNext -0,22%
Nikkei +2,38%

Wie geht es jetzt weiter? Der Dax hat nun den bereits angesprochenen Widerstand bei 10520 Punkten vor der Brust – von diesem Niveau aus begann im Januar die heftige Abwärtsbewegung, schon 2015 war das mehrfach ein wichtiges Niveau:

Dax2104162

Ein direkter Druchmarsch des Dax über diesen Widerstand würde uns überraschen – aber möglich ist alles. Sollte das gelingen, wäre der nächste Zielbereich 10640.

Der X-Dax heute wieder einmal mit einem Aufwärtsgap:

Dax210416

Der Dax-Future hat nur um wenige Punkte das bisherige Jahreshoch verfehlt im frühen Handel. Aber nun sollte die Luft nach oben dünner werden. So sagt Martin Siegert von der LBBW:

„Weiterhin gilt jedoch, dass sich der Future im kurzen Chart in der Spätphase befindet und alsbald mit einer Korrektur zunächst in Richtung der 10.330er Marke gerechnet werden muss“.

Ein Anlaß dieser möglichen Korrektur könnte die heutige EZB-Sitzung sein. Keine neuen Maßnahmen nach der Bazooka bei der letzten Sitzung, so viel scheint klar. Draghi wird dann wahrscheinlich auf der Pressekonferenz davon schwärmen, wie gut doch die Politik der EZB sei, dass die Kreditvergabe deshalb gestiegen sei etc. (Blessing von der Commerzbank hat gestern eben diese Politik als unwirksam bezeichnet für die Kreditvergabe – das kann er sich jetzt leisten, weil er Ende April aufhört).

Vermutlich wird Draghi auch auf die fortgesetzte Kritik aus Deutschland reagieren – man darf gespannt sein (die Headlines von der Draghi-PK wie immer ab 14.30Uhr bei FMW). Die CSU fordert ja bekanntlich, dass ein Deutscher nächster EZB-Präsident werden solle – wir gehen darüber hinaus und fordern ultimativ: es muß ein Bayer werden! Und sollte der dann etwa aus Italien oder anderen Ländern kritisiert werden, ist das Majestätsbeleidigung und wird mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft, dagegen ist Erdogans Vorgehen gegen Böhmermann dann harmlose Spielerei..



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