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Dax: optisches Unbehagen..

Warum die aktuelle Konstellation im Dax „optisches Unbehagen“ auslöst..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Klar: noch ist nichts entschieden, aber das Risiko auf der Unterseite nimmt zu nach dem gestrigen Fehlausbruch nach oben. Ein Fehlausbruch des Dax gestern wäre es nur dann nicht, wenn heute der nächste Aufwärts-move erfolgen würde, idealerweise mit einem Überbieten des gestrigen Tageshochs.

In Asien die Märkte gemischt, Tokio immer noch berauscht von der Stimulus-Hoffnung, China weniger optimistisch:

Shanghai Composite -0,69%
CSI300 -0,76%
ChiNext +0,41%
Nikkei +1,37%

So weit, so unklar in Fernost. Gleichwohl gilt für den Dax: da hat sich eine Schiebezone ausgebildet an und unter der 10100er-Marke, die nicht recht gefällt:

Dax190716

Warum gefällt sie nicht? Nicht wirklich leicht zu sagen, es ist eher ein optisches Unbehagen. Wer etwas länger am Markt aktiv ist, tendiert dazu Muster, Bilder zu erkennen. Das Gehirn sagt in diesem Fall: dieses Muster habe ich schon ein paar Male gesehen, und die Chance, dass sich dieses Muster nach unten auflöst, ist deutlich höher, als nach oben. Das ist keine Esoterik, sondern hilft bei der Beurteilung von Charts enorm! Man kann das mit Schachpsielern auf allerhöchstem Niveau vergleichen: die rechnen zwar auch viel, aber sie streben ein Bild an für ihre Figuren, sie suchen Muster und orientieren daran ihre Entscheidung.

Wie auch immer: schon im Videoausblick wurde gesagt, dass nun bald Konjunkturdaten kommen – angefangen mit dem ZEW Index (11Uhr) – die nach dem Brexit erhoben wurden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit an, dass gerade stimmungssensitive Konjunkturdaten wie der ZEW, der ifo etc. schwächer reinkommen werden. Das haben wir beim US-Verbrauchervertrauen Michigan letzten Freitag bereits gesehen..

Klar: noch halten die Amis den Laden zusammen, wenn man so salopp formulieren darf. Aber das gestrige Ergebnis von Netflix zeigt, dass insbesondere jene Werte in Gefahr sind, denen man unendliches Wachstum nachsagte. So wird also der erste Schatten über die US-Berichtssaison geworfen (es wird nicht der letzte bleiben..). Und die US-Berichtssaison war neben der Japan-Stimlus-Hoffnung das Leitmotiv der Rally der Aktienmärkte.

Im größeren Zeitfenster hingegen ist das Bild noch unverändert. Zu achten ist jetzt auf den Bereich 9970 – ein Bruch dürfte Abgaben bis etwa 9900 einläuten. Alles unter 10100 ist nun kritisch, erst darüber würde sich das Bild aufhellen..

Dax1907162

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    KARL MÜLLER

    19. Juli 2016 09:15 at 09:15

    Hier fällt nix. Die Geldgeier geben kein Stück freiwillig her…

    VG KARL

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. Juli 2016 09:19 at 09:19

      @Karl, abwarten..

      • Avatar

        KARL MÜLLER

        19. Juli 2016 09:49 at 09:49

        Danke fürs Mut-machen. Raus aus meinen Shorts vom 10.011. Gestern wieder genau am Tiefpunkt gekauft… as always.

        BTW: Finde eure Seite wirklich spitze. Immer realistisch, latent bärisch :-) und doch immer Humor dabei. Gute Arbeit und weiter so!

        LG Karl

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          19. Juli 2016 09:50 at 09:50

          danke @Karl!!

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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