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Dax: An der Wegscheide – impulsive Bewegung voraus..

Schon seit gestern Nachmittag hagelt sich der deutsche Leitindex an seiner Abwärtstrendlinie entlang. Das „riecht“ nach einer baldigen und impulsiveren Bewegung..

Markus Fugmann

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Jetzt muß sich der Dax entscheiden: weiter nach oben oder erst einemal eine Pause, die sich dann als Auftakt für eine ausgeprägtere Abwärtsbewegung entpuppen könnte. Schon seit gestern Nachmittag hagelt sich der deutsche Leitindex an dieser Abwärtstrendlinie entlang. Das „riecht“ nach einer baldigen und impulsiveren Bewegung – entweder bis 12600 Punkte auf der Oberseite, oder eben bis 12110 Punkt auf der Unterseite:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Stundenlang bewegte sich der Dax gestern kaum von Fleck – eine selten gesehene Lethargie vor allem angesichts der Tatsache, dass an der Wall Street durchaus etwas los war gestern. Zunächst hatte der Index gestern vormittag die weitere Verschärfung des Handelskriegs zwischen den USA und China noch gut verkraftet, aber dann sorgte Mario Draghi mit seinen hawkishen Kommentaren, die den Euro zwischenzeitlich über die 1,18er-Marke katapultierten, für Ernüchterung.

Draghi reagiert vermutlich schon auf die Fed – er weiß, dass die US-Notenbank wohl nicht nur auf der morgigen Sitzung die Zinsen anheben wird, sondern vermutlich auf die inflationären Tendenzen nicht zuletzt durch den Trumpschen Protektionismus wird reagieren müssen. Damit der Abstand zwischen Fed und EZB nicht zu krass wird, muß der EZB-Chef jetzt eben seine Rhetorik schärfer gestalten. Für den Dax ist die Perspektive einer Wende in der Geldpolitik nicht so fürchterlich erfreulich – allerdings hat das die Wall Street trotz steigender Zinsen nicht abgehalten, stets neue Allzeithochs zu produzieren, während der Dax nach wie vor im „Nullzins-Land“ lebt, aber von seinem Allzeithoch recht weit entfernt ist.

Dennoch: die Märkte warten auf den Mittwoch, also auf die Fed – und die Wall Street dazu noch auf die Ereignisse am Donnerstag um Rosenstein und Kavanaugh. Heute ist der einzige absehbare Treiber die Rede Trumps vor der UNO über „Souveränität“ (um 16.15Uhr) – womit Trump faktisch meint: wir kümmern uns um uns selbst, unsere, also die amerikanischen Interessen zählen, die der Anderen aber nicht, weil wir Amerikaner eben der Boss sind. Kommen in dieser Rede Attacken auf Iran und China?

Wir werden sehen. Im Grunde ist der heutige Dienstag – auch nach den gestrigen Ereignissen – eher eine Art Zwischentag. Zu achten ist auf den Ölpreis (der die Emeging Markets weiter unter Druck bringt) und die Renditen für US-Staatsanleihen, die langsam ein Niveau erreichen, das die Aktienmärkte tangieren könnte – wer aktuell etwa eine US-Staatsanleihe mit drei Monaten Laufzeit kauft, bekommt dafür 2,2% Zinsen – das ist mehr als die Dividendenrendite im S&P 500. Damit ist „TINA“ (There is no alternative“, gemeint ist die vermeintliche Alternativlosigkeit zu Aktien) eigentlich tot..

 


Von Dontworry – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3939370

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Finanznews

Wall Street: Die USA am letzten Tag von Trump! Marktgeflüster (Video)

Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Streiflichter..

Markus Fugmann

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Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA insgesamt am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Auf der einen Seite extrem hohe Kurse der Aktienmärkte und die Hoffnung auf Stimulus – der aber die innere Spaltung der USA nicht schnell heilen kann und wird. Daher wird diese Spaltung wahrscheinlich erst noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Nur eines ist sicher: auch unter Biden werden die Schulden der USA weiter explodieren, daher ist der entscheidende Trigger für die Aktienmärkte die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen – die wiederum an die Inflationserwartung gekoppelt sind. Heute die Wall Street am letzten Tag Trumps volatil – eine Folgewirkung des Optionssverfalls letzten Freitag..

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Rüdiger Born: Aufwärtsszenario für den Nasdaq

Rüdiger Born

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MDax war auf lange Sicht die deutlich bessere Wahl als der Dax

Claudio Kummerfeld

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Der MDax repräsentiert sozusagen nach den 30 wichtigsten deutschen Börsentiteln (Dax) die nachfolgenden 50 wichtigsten Unternehmen. Sozusagen die „zweite Reihe“ in Sachen Größe, Volumen, Wichtigkeit und Bekanntheit. Auch wir bei FMW beachten in der Regel die großen Indizes wie den Dax, aber praktisch gar nicht den MDax. Dabei war der auf lange Sicht viel erfolgreicher als der Dax. Darauf hat die Deutsche Börse heute mit einer Info zum 25. Jubiläum des Index hingewiesen. Demnach hat der MDax seit seiner Auflegung eine Rendite von 1.083 Prozent erzielt, während der Dax um 485 Prozent zulegte – wobei der Großteil der Outperformance in den vergangenen zehn Jahren entstand.

Laut Deutscher Börse gab es den größten Tagesverlust im MDax mit -10,9 Prozent am 12. März 2020, und den größten Tagesgewinn mit +12 Prozent am 13. Oktober 2008. Zum Start im Jahr 1996 sah man einen Indexstand von 2.629 Punkten, und nun zum Jubiläum sehen wir 31.206 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Performance von 10,9 Prozent. Schauen wir mal auf den folgenden Chart. Hier haben wir seit Sommer 2006 (also rechtzeitig vor Ausbruch der Finanzkrise 2008) den Dax vergleichen mit dem MDax. Der kleine Bruder erzielte 257 Prozent Plus, der große Brude „nur“ 130 Prozent.

Chart zeigt Langfristvergleich zwischen Dax und MDax

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