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Dax: An die Euphoriker – und was bei der Fed passieren könnte..

Zur Lage an den Märkten – und warum die Fed heute überraschen könnte..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax konnte zwar gestern ein neues Jahreshoch erreichen, doch bleiben die Anstiege hinter dem zurück, was an den US-Märkten passiert, aber auch hinter der Hausse des italienischen Aktienmarktes. Die Kraft der Bullen scheint doch schon etwas erschöpft, wenig erstaunlich angesichts der massiven Rally seit dem Sieg Trumps und dem Renzi-Referendum.

Alles wartet jetzt auf die Fed und die sehr wahrscheinliche Zinsanhebung, vor allem aber darauf, was die Fed und Yellen zum Thema Inflation, Wirtschaft und Zinsentwicklung sagen wird. Abwartende Haltung auch an den asiatischen Märkten, allerdings drehen Chinas Märkte zum Handelsende hin ins Minus:

Shanghai Composite -0,46%
CSI300 -0,75%
ChiNext -1,11%
Nikkei +0,01%

Überhaupt China: man sollte die Entwicklungen dort im Auge behalten, der heftige sell off vor zwei Tagen wird Spuren hinterlassen, und die Gründe des Abverkaufs sind ja nicht beseitigt (Verbot gehebelter Käufe für Versicherungsunternehmen, Warnung des China Vanke CEO vor Einbruch des Immobilienmarkts in 2017).

Aber derzeit fokussiert sich alles auf den US-Markt und die irre Party dort. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die beste aller Welten damit eingepreist ist und dass gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass eben diese beste aller Welten so nicht real wird, extrem hoch ist. Der Abstand zur Realität wird immer größer, die Bewertungen immer himmelschreiender, die Überkauftheit immer historischer. Was man sich jetzt an Berauschendem zuführt, muß notwendigerweise zu schweren Kopfschmerzen führen, wenn der Rausch nachlässt und nach dem Aufwachen klar wird, dass die Welt doch nicht kunterbunt rosig ist, sondern vor allem die „Rübe“ schmerzt. Wann der Kater kommt ist noch nicht klar, dass er kommt dagegen umso mehr – wir halten es gerade jetzt für notwendig dies zu betonen, in Zeiten der massiven Euphorie, in denen immer neue, noch höhere Kursziele ausgerufen werden.

Diese Mahnung, auch das sei einmal gesagt, hat nichts mit einer irgendwie bärischen Einstellung zu tun. Es ist vielmehr der Verweis auf polit-ökonomische Realitäten, es ist auch der Verweis darauf, dass nach solch extremen Überspanntheiten wie wir sie derzeit sehen, in der Vergangenheit immer die Ernüchterung eintrat. Aber diesmal ist ja sicher alles anders, nicht wahr?

Noch ein Wort zur Fed: die Fed-Chefs Yellen und Fischer haben nichts mehr zu verlieren, ihre Amtszeit wird enden, sie arbeiten bald unter Administration, die man nicht wollte – und von der man abgelehnt wird. Daher ist es durchaus ein Risikofaktor, dass Yellen und Co. heute weniger Rücksicht nehmen werden auf die Aktienmärkte als in der Vergangenheit. Wer nichts mehr zu verlieren hat, tendiert zur Wahrheit..

Zum Dax: der Index heute mit leichter Schwäche zu Handelsbeginn:

dax14-12-16

Unterstützung bei 10240, das bis vorgestern das Jahreshoch war, darunter dann das Verlaufstief bei 11140, dann 11090. Auf der Oberseite neben dem gestrigen Tageshoch der größere Bereich 11380 bis 11420..

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    M.Müller

    14. Dezember 2016 09:24 at 09:24

    Guten Morgen Herr Fugmann,
    vielen Dank wieder für Ihre Einschätzung.
    Zu ihrer Ansicht bzw. Risikofaktor zu Yellen und Co eine Frage!!!

    Gehen Sie davon aus das der Zinssatz eventuell sogar um 0,50 % angehoben wird oder die Aussicht von 4 Zinsanhebungen in 2017!?
    Wie ist Ihre persöhnliche Einschätzung was passiert?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      14. Dezember 2016 09:26 at 09:26

      @M.Müller, eine 0,5%Anhebung ist extrem unwahrscheinlich, aber nicht so unwahrscheinlich scheint mir, dass Yellen sagen wird, es gäbe eine gewisse Übertreibung bei den Bewertungen der Märkte..

      • Avatar

        bademeister

        14. Dezember 2016 09:44 at 09:44

        Sollte Öl gerade heute im Vorfeld der FED stärker fallen, ist das der Vorbote auf Turbulenzen heute Abend…somit auch für den fdax.
        Es ist diesmal ein brisanter Mix von Zahlen, und die FED muss mehr denn je in der Glaskugel lesen….abgesehen von den sehr positiven Erwartungen der Marktteilnehmer müsste, und wird wahrscheinlich…weil nicht allzuviel mehr zu verlieren ist…auf das hinweisen, was wirklich da ist…und nicht was kommen wird.
        Es wäre für die FED mittelfristig unverantwortlich, auf den derzeitigen Zug der Euphorie aufzuspringen, und Inflationserwartungen auf irgendein best-case-Scenario hochzubrechen.
        Wir wissen nicht, warum die Märkte seit einem Monat sooo hochlaufen….es gibt zwar viele Erklärungsansätze dafür, die Zukunft wird auch zeigen wie nachhaltig das alles ist.
        Heute Abend bestehen jedenfalls gute Chancen dafür, dass wir wieder ein wenig runterkommen in der Euphorie des Schreckens.
        Weiters besteht auch, unabhängig von den Aussagen der FED, die Möglichkeit, dass der blonde Donald nach der FED zu twittern beginnt….wer braucht heute noch eine „atomic-box“?
        …heute Nachmittag auf Öl achten, und Abends auf Gold.

  2. Avatar

    frank.trg

    14. Dezember 2016 09:34 at 09:34

    Vielleicht legt Yellen Trump ein Ei, als Abschiedsgeschenk.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      14. Dezember 2016 09:35 at 09:35

      @frank, genau darin sehe ich das Risiko der heutigen Fed..

      • Avatar

        bademeister

        14. Dezember 2016 09:50 at 09:50

        @Herr Fugmann, da müsste aber Yellen die laufenden Erwartungen der Marktteilnehmer mit der beinharten Realität enttäuschen….somit irgendwie hawkish heute…

    • Avatar

      Feldmaen

      14. Dezember 2016 11:35 at 11:35

      Glaubt hier jemand denn wirklich, dass diese beiden Akteure nicht unter dem selben Einfluss stehen? Die FED gehört den Banken, Trump gehört den Banken, wacht auf Leute!

  3. Avatar

    Tomasz

    14. Dezember 2016 11:19 at 11:19

    Ich glaube,frau yellen kann kein ei mehr legen.vielmehr wissen oder glauben zumindest,das mit einem neuen fedchef ein ultra dovisher typ die nachfolge antreten wird.in usa erwarte ich parallelen zu japan,wo notenbank und regierung kungeln.ähnliches passiert bald in usa.preisstabilität wird über bord geworfen,geld drucken ist angesagt.so lassen sich schulden prima wegschmelzen.

    • Avatar

      Feldmaen

      14. Dezember 2016 11:32 at 11:32

      So sieht es aus! Was die USA braucht ist Inflation, sehr viel Inflation.

      Das einzige was derzeit unterbewertet ist: Gold

  4. Avatar

    Verinet

    14. Dezember 2016 12:13 at 12:13

    …ich halte einerseits den Markt in den USA für überhitzt anderseits erscheint mir mir die FED Sitzung nun als letzter Hoffnungsanker der Bären…..könnte auch zum finalen shortsqueeze kommen

  5. Avatar

    Marcus

    14. Dezember 2016 12:13 at 12:13

    Also ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und stelle eine absurde Behauptung auf: Keine Zinserhöhung, aber die Fed wird ihre Fälligkeiten nicht mehr reinvestieren.

  6. Avatar

    Robert14021984

    14. Dezember 2016 13:23 at 13:23

    Wo steht eigentlich geschrieben das die FED heute die Zinsen anhebt?
    Damit würden sie sich doch selber in die Beine schießen.. oder nützt die Zinsanhebung event. der USA um neues Kapital zu generieren ?

    • Avatar

      Verinet

      14. Dezember 2016 14:51 at 14:51

      die Fed hat xmal angekündigt im Dezember die Zinsen anzuheben und das wird sie jetzt auch machen eine anziehende Inflation ist sicher kein Grund das nicht zu tun die langsam durchdrehenden US Märkte sind ein weiterer Grund die Zinsen anzuheben es ist auch wahrscheinlich dass sie ankündigt dass die nächsten Erhöhungen rel. rasch folgen werden.

  7. Avatar

    Denker

    14. Dezember 2016 14:21 at 14:21

    ,,,und heute Abend werden wir alle sehn das wieder nichts passieren wird,…wie immer. Viel heiße Luft um Nichts

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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am

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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