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Dax: Anleger stellen sich auf schwere Zeiten ein – Stimmung eingebrochen!

Anleger erwarten schwere Zeiten für den Dax

Im Wochenvergleich sieht es gar nicht so dramatisch aus, der DAX hat letzte Woche um ein halbes Prozent nachgegeben. Doch zwischenzeitlich war der DAX um 3,7% eingebrochen, ein heftiger Kursrutsch, der erst im weiteren Wochenverlauf wieder zu einem großen Teil ausgeglichen werden konnte. Technologieaktien der DAX-Familie gaben um 6% nach, der Einzelhandel um 4,4%. Wirkliche Gewinner gab es nicht, die Schmerzen wurden nur durch die Gegenbewegung gelindert.

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So ist es kaum überraschend, dass die Anlegerstimmung diese Woche auf -0,5 eingebrochen ist. Katerstimmung nach der Party im März/ April macht sich nun langsam breit.

Auch die Selbstgefälligkeit zeigt mit einem Wert von -2,5 erste Verunsicherung unter den Anlegern auf. Wie gewonnen, so zerronnen, werden sich diejenigen Anleger denken, die erst spät auf die angelaufene Rallye aufgesprungen waren. Um in dieser Marktphase an den Nach-Corona-Aktien festzuhalten, brauchen Anleger starke Nerven. Verunsicherung hilft da nicht.

Immerhin ist die Zukunftserwartung von -0,9 in der Vorwoche auf -0,1 angestiegen. Bullen und Bären halten sich nun wieder die Waage, nachdem in den vergangenen 6 Wochen die Bären dominierten.

Doch zum Investieren scheint es den Bullen noch zu früh, denn die Investitionsbereitschaft ist weiterhin auf niedrigen -0,4. Für Käufe müssen die Kurse also noch tiefer fallen als die 14.842 Punkte, die wir diese Woche als Tief im DAX gesehen haben. Manchmal ändert sich die Investitionsbereitschaft jedoch auch schon allein mit der Zeit, ohne dass tiefere Werte im DAX erforderlich sind.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger verbleibt auf einem Wert von 7 und zeigt somit, dass Privatanleger diese Woche verstärkt Long-Positionen eingegangen sind. Dieser augenscheinliche Widerspruch zur Investitionsbereitschaft könnte durch die heftige unterwöchige Schwankung im DAX erklärt werden: Das Euwax-Sentiment zeigt an, dass viele Privatanleger die niedrigen Kurse zum Aufbau von Long-Spekulationen genutzt haben. Heute, zum Zeitpunkt unserer Umfrage, ist die Investitionsbereitschaft aber wieder so gering wie vor dem unterwöchigen Absturz im DAX.

Weitere Auskunft geben die tiefer gehenden Fragen, die wir mit unserer animusX-Umfrage erheben: Die Investitionsquote hat sich demzufolge auf einem stabilen Niveau gehalten. Allerdings ist die Cashquote deutlich zurückgegangen und notiert nun auf dem niedrigsten Niveau seit 12 Monaten. Gleichzeitig ist die Shortquote auf das höchste Niveau seit 6 Monaten angesprungen.

Um einen gemeinsamen Nenner zu finden würde ich sagen, die Privatanleger von der Euwax haben sich diese Woche in die niedrigen Kurse hinein long positioniert. Die Umfrageteilnehmer von animusX hingegen haben sich short positioniert. Beide Gruppen wollen vorerst nicht weiter investieren, sondern warten nun darauf, dass ihre Spekulation möglichst aufgeht. Die Polarisierung nimmt zu.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE zeigt nun endlich einen Rückgang der Long-Spekulationen, die seit vergangenem Herbst auf Rekordniveau notierten. Auch die US-Fondsanleger haben ihre Investitionsquote um 42%punkte auf nur noch 47% zurück gefahren. Das ist heftig!

Das US-Bulle/Bär-Verhältnis liegt bei 10% und somit deutlich unter den bullischen Höchstwerten um 20%, die wir seit Februar gesehen haben.

Der technische Angst & Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 40% eine neutrale Verfassung an.

Interpretation für die Stimmung gegenüber dem DAX

Es ist offensichtlich, dass sich viele Anleger auf schwerere Zeiten einstellen. Damit dürften Kursanstiege in den kommenden Wochen frühzeitig für Gewinnmitnahmen sorgen, was eine nachhaltige Rallye verhindern könnte. Erst wenn der DAX über 15.500 Punkte springen würde, könnte es zu einer Art Zugzwang für diejenigen kommen, die nicht ausreichend investiert sind.

Auf der anderen Seite haben einige Anleger sich nun wieder für fallende Kurse positioniert, die Short-Spekulationen sind angestiegen. Damit kommt es auch dann, wenn der DAX erneut in Richtung 14.800 fallen sollte, zu Eindeckungskäufen, die ein Durchrutschen auf noch tiefere Niveaus verhindern sollten.

Somit würde ich das derzeitige Sentiment der Anleger dahingehend interpretieren, dass wir uns auf eine Seitwärtsbewegung in den kommenden Wochen einstellen sollten. Der DAX könnte zwischen 14.800 und 15.500 Punkten schwanken. Das ist eine Schwankungsbreite von nicht einmal 5% und somit sehr gering. Erst ein Ausbruch aus dieser Handelsspanne wird die neue Richtung vorgeben.

Beide Richtungen sind meines Erachtens möglich: Die Rückkehr zur Normalität wird weiter Euphorie befeuern und könnte zu einem Ausbruch nach oben führen. Gleichermaßen könnte die Rückkehr zur Normalität zu weiteren Gewinnmitnahmen führen, die den DAX dann aus der Handelsspanne nach unten führt. Für beide Szenarien gibt es genügend Gründe, daher würde ich vorerst vorsichtig abwarten, bis das Stimmungsbild etwas klarer, oder aber eine Richtung eingeschlagen wird.

Hinweis: Bei aktiver Beteiligung an den wöchentlichen Umfragen erhalten Sie die Ergebnisse (Grafiken nebst schriftlicher Auswertung) kostenlos. Die regelmäßige Teilnahme an der animusX Investoren Umfrage ist unter https://www.animusx.de/ möglich.



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