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Dax: Auf Bewährung

FMW-Redaktion

Der Anstieg des Dax nach den US-Arbeitsmarktdaten vom letzten Freitag geschah gewissermaßen auf Bewährung – denn heute kommen mit dem ISM Index Service Daten, die den Glauben an eine weitere Verschiebung eines Zinsschrittes durch die Fed entweder bestätigen – oder eben konterkarieren.

In Asien nicht viel Bewegung an den dortigen Aktienmärkten, aber interessant sind die heutigen Aussagen von Hamada, des Beraters des japanischen Ministerpräsidenten Abe, wonach die Bank of Japan warten werde, bis die Fed agiert. Deutet das auf eine baldige Zinsanhebung durch die Fed? Der Devisenmarkt hat das so interpretiert, Dollar-Yen schoss nach oben..

Shanghai Composite +0,61%
CSI300 +0,65%
ChiNext +1,61%
Nikkei +0,26%

Der X-Dax startet minimal höher, bleibt aber vorerst in enger Tuchfühlung mit der 10700er-Marke:

Dax060916

Wir sind derzeit in einer Zone zwischen 10675/80 und dem nächsten großen Widerstandsbereich 10800/10812. Wir halten die Überwindung der Widerstandszone im Vorfeld der heutigen ISM-Daten für eher unwahrscheinlich – man wird sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Ungünstig dagegen wäre ein nachhaltiger Bruch der gestern bei dünnem Volumen getesteten Unterstützung bei 10675/80 – Ziel dann der Bereich um 10615.

Insgesamt gilt: die Volatilität bei den US-Indizes ist nach wie vor ungewöhnlich gering, vieles deutet darauf hin, dass die Vola demnächst richtig anziehen wird. Dabei sind an den US-Futuremärkten die Long-Positionen bei den offenen Kontrakten ungewöhnlich hoch, der September meist ohnehin ein schwieriger Monat für die US-Indizes: so verlor der S&P500 in den letzten fünf Jahren durchschnittlich 1,2%, so viel wie in keinem Monat sonst.

All das muß noch nicht heißen, dass wir vor einem großen Abverkauf stehen. Aber die Gefahren werden eben auch nicht geringer, wenn das Zutrauen und der Optimismus der Investoren so hoch ist wie derzeit. Es heißt nun einfach abwarten, was die heutigen ISM-Daten bringen, die Prognose liegt für den ISM bei 55,0..



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2 Kommentare

  1. Mal ganz ehrlich? Wen interessieren denn noch die Daten?
    Es wird doch eh so ausgelegt wie es gerade passt.
    Daten schlecht? Klasse, der Index steigt weil die Zinsen niedrig bleiben.
    Daten gut? Klasse, der Index steigtw eil die Wirtschaft brummt.
    Schlimm, dass die Daten sogar genau entgegengesetzt ihrer eigentlichen Bedeutung interpretiert werden in Zeiten der Notenbanken.

    1. Ja, Sie haben Recht! Sage zumindest ich als Trader, der zwar zu den entsprechenden Zeiten hochkonzentriert vorm Rechner sitzt (also heute 16 Uhr wieder), dem es aber wirklich völlig egal ist, wie die Zahlen ausfallen. Ohne zu lügen: Ich habe in den Minuten nach Bekanntgabe der Zahlen gar nicht die Zeit, mir das Ergebnis der jeweiligen „News“ anzusehen und schaue mir sie eventuell (aber nicht immer) erst später immer an – nur zum Zeitvertreib. Wenn Sie erwähnen, dass dies in „Zeiten der Notenbanken“ so sei, muss ich allerdings widersprechen: Wenn Sie sich mal die Non-Farm-Payrolls in den Charts vor 10-15 Jahren ansehen, werden Sie auch schnell bemerken, dass die Charts schlicht ein „technisches Eigenleben“ führen. (Überproportional häufig ist die erste Richtung nach „News“ die falsche Richtung.)

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