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Was kommt nach dem Rekord? DAX auf Rekordhoch – Trumps Zölle treiben Anleger nach Europa

DAX auf Rekordhoch – Trumps Zölle treiben Anleger nach Europa
Grafik: ChatGPT

Partystimmung am deutschen Aktienmarkt. Trotz anhaltender Unsicherheiten rund um die US-Zollpolitik bleibt der DAX im Aufwärtstrend. Am Mittwoch kletterte der deutsche Leitindex auf ein neues Rekordhoch von 24.585 Punkten und schloss den Handelstag schließlich mit einem Plus von rund 1,4 Prozent bei 24.549 Zählern ab. Getrieben wird diese Rally vor allem durch Kapitalzuflüsse aus den USA, wo Investoren die protektionistische Politik von Präsident Donald Trump zunehmend skeptisch sehen. Zudem hat die Rally an den US-Börsen an Schwung verloren, da es zuletzt Anzeichen für eine Überhitzung gab. Es könnte folglich zu einer Korrektur kommen.

US-Anleger setzen daher verstärkt auf die europäischen Aktienmärkte – insbesondere auf Deutschland –, da hier politische Stabilität und solide Staatsfinanzen attraktive Rahmenbedingungen bieten. Zudem zeichnet sich eine Einigung zwischen der EU und den USA im Zollstreit ab. Die Marktteilnehmer betrachten die Zollpolitik der USA eher als Unsicherheitsfaktor für das eigene Land als für die Handelspartner, da die wirtschaftlichen Folgen für die US-Wirtschaft noch nicht vollständig absehbar sind. Hinzu kommt, dass die Geldpolitik in Europa deutlich lockerer ist, während die Fed sich weigert, die Zinsen zu senken.

US-Zölle lassen deutschen Aktienmarkt kalt

Auch die deutschen Indizes der zweiten und dritten Reihe zeigten sich in bester Verfassung: Der MDAX erreichte mit 31.579 Punkten den höchsten Stand seit 2022, während der SDAX erneut die Marke von 18.000 Punkten knackte. Besonders gefragt sind derzeit Infrastruktur- und Rüstungswerte, die durch staatliche Sondervermögen gestützt werden. Auch der europäische Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,1 Prozent.

Obwohl Trump neue Sonderzölle auf Kupfer und Arzneimittel ankündigte zeigen sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt gelassen. Der DAX ignoriert die Unsicherheiten und baut seine Gewinne weiter aus. Ein Ende des Aufwärtstrends ist aktuell noch nicht in Sicht, sodass ein weiteres Rekordhoch nur eine Frage der Zeit zu sein scheint. Aus charttechnischer Perspektive hat der DAX mit dem neuen Hoch seinen Aufwärtstrend bestätigt. Sollten die US-Börsen jedoch in den Korrekturmodus übergehen, dürfte auch der DAX an Schwung verlieren.

DAX: Was kommt nach dem Rekordhoch?

Long: Nach der gestrigen Rally ist der DAX im kurzen Zeitfenster überhitzt und könnte demnach im heutigen Handel eine Verschnaufpause einlegen. Vorbörslich notiert er wieder auf Schlusskursniveau, nachdem er im nachbörslichen Handel sogar auf 24.638 Punkte gestiegen war. Der Bereich von 24.585 bis 24.635 Punkten könnte sich heute als Widerstand erweisen. Erst ein Ausbruch darüber könnte den Kurs zunächst bis 24.685 bzw. 24.719 führen. Mehr sollte heute jedoch nicht drin sein. Später sind weitere Anstiege bis 24.820 und darüber hinaus wahrscheinlich.

Short: Scheitert der DAX an dem potenziellen Widerstand um 24.585/609, ist mit einem Rücklauf zu rechnen. Erste Anlaufpunkte liegen bei 24.508 und dem ehemaligen Rekordhoch bei 24.479/473, wo der Kurs dann schon wieder drehen könnte. Fällt er hingegen darunter, müssen weitere Abgaben bis 24.438 eingeplant werden, ehe es zu einer Gegenbewegung kommen könnte.

DAX: Verschnaufpause nach Rekordhoch

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützungen:

24.479 – ex Rekordhoch

24.473 – Pivot Punkt

24.438 – Zwischentief

24.337 – Pivot S1

24.261 – Tagestief 09.07.

24.145 – vorher WS

24.063 – Tagestief 08.07.

24.000 – vorher WS

DAX Widerstände:

24.609 – Rekordhoch 09.07.

24.638 – nachbörsliches Hoch

24.685 – Pivot R1

24.821 – Pivot R2

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Alles schon mal dagewesen..1995 bis 2000 …DAX von um die 2000 – auf exakt 8136 Punkte und das in nur fünf Jahren !

    Der Rest ist Geschichte…

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