DAX-Anleger stehen heute vor einem wichtigen Handelstag, denn die Fed-Zinsentscheidung am Abend dürfte frische Impulse für die internationalen Aktienmärkte liefern. Während fallende Ölpreise und die Hoffnung auf eine Entspannung im Iran-Konflikt zuletzt für Rückenwind sorgten, richtet sich der Blick nun auf die Frage, welchen Kurs der neue Fed-Chef Kevin Warsh auf seiner ersten Pressekonferenz signalisiert. Für den DAX könnte sich damit entscheiden, ob die Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke gelingt oder die jüngste Konsolidierung zunächst weiter anhält.
Fed und Iran-Hoffnung im Mittelpunkt
Am Dienstag präsentierten sich die Börsen uneinheitlich. Der DAX übersprang zeitweise die Marke von 25.000 Punkten, konnte seine Gewinne jedoch nicht bis zum Handelsschluss verteidigen und ging nahezu unverändert bei 24.910 Punkten aus dem Handel. Auch an der Wall Street zeigte sich ein gemischtes Bild: Der Dow Jones legte spürbar zu und kletterte auf ein neues Rekordhoch, während der Nasdaq 100 deutlich nachgab, obwohl die SpaceX-Aktie weitere Kursgewinne verzeichnete.
Damit gerieten Technologiewerte im Vergleich zu den Standardwerten unter Druck, die stärker von den fallenden Ölpreisen profitierten. Da der Fokus vieler Händler derzeit auf SpaceX liegt, könnte an anderer Stelle Liquidität im KI-Trade fehlen. Dadurch geriet die KI-Rally zunächst ins Stocken. Hinzu kamen mögliche Gewinnmitnahmen vor der Fed-Zinsentscheidung, da Anleger Enttäuschungen durch den geldpolitischen Ausblick vermeiden dürften.
Die Hoffnung auf eine weitere Entspannung im Nahen Osten sowie die Aussicht auf eine mögliche Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und Iran am Freitag ließen die Risikoaufschläge am Ölmarkt deutlich sinken. Unterstützt wurde die Stimmung zusätzlich durch die Veröffentlichung eines 14-Punkte-Entwurfs für die geplante Vereinbarung. Für den DAX ist das ein wichtiger Faktor, da niedrigere Energiepreise den Inflationsdruck dämpfen und der deutschen Industrie zusätzliche Entlastung verschaffen können.
Trotzdem bleibt die Fed der entscheidende Impulsgeber. Ein Zinsschritt wird von den Märkten am Abend nicht erwartet. Gerade weil die zuletzt gesunkenen Ölpreise die Sorge vor zeitnah steigenden Zinsen reduziert haben, liegt das Risiko eher in einer Überraschung beim Ausblick als im eigentlichen Zinsentscheid. Viel wichtiger dürfte daher sein, welche Signale Kevin Warsh für die kommenden Monate sendet. Sollte er einen Strategiewechsel oder Veränderungen in der Kommunikationsstrategie der Fed andeuten, könnten die Märkte empfindlich reagieren.
DAX: 25.000 Punkte bleiben Schlüsselmarke
Charttechnisch verharrt der DAX weiterhin in seiner jüngsten Handelsspanne zwischen 24.770 und 25.100 Punkten. Im bullischen Szenario verteidigt der Index erneut die Unterstützungszone zwischen 24.770 und 24.880 Punkten und nimmt anschließend die Marke von 25.000 Punkten ins Visier. Diese muss jedoch nachhaltig zurückerobert werden, um weiteres Aufwärtspotenzial freizusetzen. Besonders wichtig bleibt die Hürde zwischen 25.085 Punkten und dem Gap bei 25.124 Punkten. Gelingt der Ausbruch darüber, könnte der DAX zunächst in Richtung 25.196 und 25.270 Punkte vorstoßen. Darüber würde die Zone zwischen 25.400 und 25.500 Punkten in den Fokus rücken, in der bei 25.507 Punkten auch das aktuelle Rekordhoch verläuft.
Im bärischen Szenario scheitert der DAX erneut an der Rückeroberung der 25.000-Punkte-Marke. Dann könnte sich die Konsolidierung zunächst bis in die Unterstützungszone zwischen 24.820 und 24.770 Punkten ausweiten. Dort besteht die Chance auf eine Stabilisierung beziehungsweise einen Turnaround. Darunter drohen weitere Abgaben in Richtung 24.635 Punkte (Gap) sowie anschließend bis 24.545 Punkte.
DAX Widerstände: 25.085, 25.110 (TH), 25.124 (Gap), 25.139 (78,6%), 25.196, 25.270, 25.400
DAX Unterstützungen: 24.844 (TT), 24.820–24.770, 24.635 (Gap), 24.545, 24.420
Dax-Chart auf TradingView-Basis
Für den heutigen Handel bleibt die Fed damit der zentrale Taktgeber. Fallende Ölpreise und die robusten US-Börsen sorgen weiterhin für Unterstützung. Weitere Impulse könnten in den kommenden Tagen von einer möglichen Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und Iran sowie vom großen Verfallstag am Freitag ausgehen. Grundsätzlich bleibt die Risikostimmung an den Aktienmärkten stabil. Ob das ausreicht, um einen neuen Aufwärtsimpuls für den DAX auszulösen, hängt jedoch vor allem davon ab, ob der neue Fed-Chef den Märkten geldpolitische Sicherheit vermittelt oder mit einem Kommunikationswechsel neue Unsicherheit auslöst.
Hinweis: Die im Artikel enthaltenen Marktanalysen und charttechnischen Einschätzungen dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Handelsempfehlung dar.
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Die langfristigen Aussichten sind aber schlecht …da die Dividendenrendite keine 2 Prozent mehr beträgt…
Außerdem ist der Index schon gut gelaufen…Faktor 6 seit der Finanzkrise….unmöglich zu wiederholen…