Der DAX sucht weiterhin nach einem neuen Impuls. Trotz der positiven US-Inflationsdaten warten die Anleger noch auf ein klares Kaufsignal. Nun rücken neue Konjunkturdaten, die Berichtssaison und die Entwicklung beim Ölpreis in den Fokus. Kann sich der DAX über der Marke von 25.000 Punkten behaupten oder bricht er nach unten aus seiner Seitwärtsrange aus?
Diese drei Faktoren entscheiden
Der Handelstag dürfte vor allem von drei Faktoren geprägt werden. Um 14:30 Uhr stehen in den USA die Einzelhandelsumsätze für Juni auf dem Programm. Nach den überraschend moderaten US-Verbraucher- und Erzeugerpreisen richten die Anleger ihren Blick nun auf die Stärke des US-Konsums. Robuste Daten könnten das Bild einer widerstandsfähigen US-Wirtschaft untermauern. Gleichzeitig besteht jedoch das Risiko, dass zu starke Zahlen erneut Zinssorgen aufkommen lassen. Schwächere Daten würden zwar den Inflationsdruck weiter reduzieren, könnten dafür aber Zweifel an der Konjunktur wecken.
Ein weiterer Fokus liegt auf den Quartalszahlen von TSMC. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter gilt als wichtiger Gradmesser für den weltweiten KI-Infrastruktur-Boom. Besonders die Nachfrage nach Hochleistungschips für Rechenzentren und Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz dürfte genau verfolgt werden. Positive Aussagen zum Ausblick könnten den Technologiesektor und die KI-Rally stützen und damit auch die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten verbessern.
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Parallel bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten im Blick. Der Ölpreis hat sich nach den jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran auf erhöhtem Niveau stabilisiert. Damit bleibt das Risiko bestehen, dass steigende Energiepreise die zuletzt erfreuliche Entwicklung bei der Inflation wieder teilweise zunichtemachen. Neue Nachrichten rund um die Straße von Hormus dürften deshalb jederzeit für erhöhte Schwankungen an den Finanzmärkten sorgen.
Positive US-Inflationsdaten reichen nicht
Bemerkenswert ist vor allem die Reaktion der Börsen auf die jüngsten US-Inflationsdaten. Sowohl die US-Verbraucherpreise am Dienstag als auch die Erzeugerpreise am Mittwoch fielen niedriger aus als von Analysten erwartet. Damit erhielten die Hoffnungen auf eine weniger restriktive Geldpolitik der US-Notenbank neue Nahrung.
Dennoch blieb die große Erleichterungsrallye bislang aus. Weder an der Wall Street noch im DAX konnten sich die Käufer nachhaltig durchsetzen. Das deutet darauf hin, dass viele Anleger zunächst abwarten, ob sich die Inflationsentspannung angesichts des wieder gestiegenen Ölpreises tatsächlich fortsetzt. Entsprechend dürfte jede neue Konjunktur- oder geopolitische Nachricht derzeit ein überdurchschnittlich hohes Gewicht für die kurzfristige Marktrichtung besitzen.
DAX-Ausblick: Seitwärtsrange bremst
Charttechnisch hat sich die Lage gegenüber den vergangenen Handelstagen kaum verändert. Trotz teilweise deutlicher Intraday-Schwankungen bewegt sich der DAX weiterhin in einer Seitwärtsrange zwischen rund 24.800 und 25.200 Punkten. Solange diese Handelsspanne nicht verlassen wird, dürfte sich an der kurzfristigen Ausgangslage wenig ändern.
Bullisches Szenario: Verteidigt der DAX die Marke von 25.000 Punkten, könnte zunächst der Widerstand bei rund 25.040 Punkten angelaufen werden. Darüber rücken 25.125 Punkte sowie die Oberkante der aktuellen Handelsspanne zwischen 25.175 und 25.200 Punkten in den Fokus. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone würde das Chartbild wieder deutlicher aufhellen. In diesem Fall wären anschließend 25.240, 25.280 und später 25.360 Punkte die nächsten relevanten Kursziele.
Bärisches Szenario: Fällt der DAX dagegen wieder unter 25.000 Punkte oder scheitert bereits im Bereich um 25.040 Punkte, dürfte zunächst den Support bei 24.900 Punkten anlaufen. Darunter rückt die Unterstützungszone zwischen 24.845 und 24.770 Punkten in den Mittelpunkt, an der es zuletzt immer wieder zu Käufen kam. Sollte dieser Bereich jedoch nachhaltig unterschritten werden, würde sich das charttechnische Bild eintrüben. In diesem Fall könnten 24.650 und anschließend 24.545 Punkte als nächste Unterstützungen angesteuert werden.
DAX-Widerstände: 25.055 (TH), 25.175, 25.195, 25.204, 25.280, 25.360
DAX-Unterstützungen: 24.839 (TT), 24.829, 24.770, 24.690, 24.650, 24.545
Dax-Chart auf TradingView-Basis
Unter dem Strich bleibt die Ausgangslage damit unverändert: Der DAX bewegt sich weiterhin in einer engen Seitwärtsphase. Ob der Ausbruch nach oben oder unten folgt, dürfte am Donnerstag vor allem von den US-Konjunkturdaten, den Quartalszahlen von TSMC sowie der Entwicklung der Ölpreise abhängen. Solange die Handelsspanne zwischen 24.800 und 25.200 Punkten Bestand hat, spricht jedoch weiterhin mehr für eine Fortsetzung der Konsolidierung als für den Beginn eines neuen Trendimpulses.
Hinweis: Die im Artikel enthaltenen Marktanalysen und charttechnischen Einschätzungen dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Handelsempfehlung dar.
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Die aktuelle Situation beim Ölpreis wird dazu führen, daß sich der Dax erst einmal weiterhin in seiner jetzigen Seitwärtsrange bewegen wird.
Der DAX Performance Index ist teuer…sehr teuer…Einstiegskurse sind das keine mehr…
Was für eine Gemeinheit des Marktes, dass man eine steigenden Dax nicht so einfach herbeischreiben kann.