Nach dem Sprung auf ein neues Allzeithoch startet der DAX auch am Mittwoch mit Rückenwind in den Handel. Eine Rekordjagd an der Wall Street treibt den deutschen Leitindex vorbörslich bereits auf neue Höchststände. Die Hochphase der Berichtssaison sowie Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten treiben die Aktienmärkte weiter an. Gleichzeitig steigt nach der jüngsten Rally aber auch das Risiko einer ersten Verschnaufpause. Besonders die Marke von 26.000 Punkten dürfte nun zum entscheidenden Gradmesser werden. Behauptet der DAX dieses Niveau, könnte die Rekordjagd in die nächste Runde gehen. Fällt die Unterstützung dagegen, wäre eine überfällige Konsolidierung zunächst das wahrscheinlichere Szenario.
Berichtssaison trifft Nahost-Hoffnung
Rückenwind kommt weiterhin von der Wall Street. Sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 markierten neue Rekordhochs, während der Nasdaq 100 seine Erholung nach der jüngsten Korrektur fortsetzte. Davon profitierte auch der DAX, der seine Rally anknüpfte und im Tagesverlauf bis auf 26.326 Punkte stieg. Damit markierte der deutsche Leitindex ein weiteres Allzeithoch. Vorbörslich notiert er bereits in der Nähe von 26.400 Punkten.
Am Mittwoch dürfte sich der Fokus erneut auf die Unternehmenszahlen richten. Mit Siemens Energy, Infineon, DHL Group, Fresenius, Vonovia und Beiersdorf legen gleich mehrere DAX-Konzerne ihre Quartalszahlen vor. Vor allem Siemens Energy und Infineon könnten aufgrund ihres hohen Indexgewichts wichtige Impulse für den Gesamtmarkt liefern.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem Nahen Osten. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte für Mittwoch einen möglichen Deal mit dem Iran an, der auch eine Wiederöffnung der Straße von Hormus umfassen soll. Ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, bleibt allerdings abzuwarten. Bereits in den vergangenen Wochen hatten ähnliche Ankündigungen keine konkreten Ergebnisse gebracht. Sollte diesmal eine Einigung gelingen, könnte dies die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten weiter stützen.
DAX-Prognose: 26.000 Punkte im Fokus
Der DAX befindet sich momentan in einem sehr sauberen Trendmodus. Solange die Wall Street ihre Rekordjagd fortsetzt und der Bereich um 25.900 Punkte hält, spricht technisch zunächst mehr für eine Ausdehnung der Bewegung als für eine größere Korrektur. Allerdings mehren sich erste Warnsignale. Sowohl im Tageschart als auch insbesondere im Vierstundenchart notiert der RSI inzwischen im überkauften Bereich. Nach der dynamischen Rekordjagd steigt damit das Risiko einer kurzfristigen Verschnaufpause oder eines gesunden Rücksetzers.
Bullisches Szenario
Kurzfristig wäre ein Rücklauf keine Überraschung. Zunächst dürfte der DAX jedoch ein weiteres Rekordhoch markieren. Eine erste Hürde wartet im Bereich zwischen 26.411 und 26.430 Punkten. Gelingt der Ausbruch darüber, rückt das nächste Fibonacci-Ziel bei 26.629 Punkten in den Fokus. Erste Unterstützungen liegen bei 26.251 sowie 26.145 Punkten. Entscheidend bleibt auf der Unterseite jedoch die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten. Sollte der DAX diese zwischenzeitlich unterschreiten, könnte das alte Rekordhoch bei 25.900 Punkten erneut in den Fokus rücken. Ein erfolgreicher Backtest dieser Ausbruchszone würde das technische Gesamtbild zusätzlich stützen.
Bärisches Szenario
Sollte der DAX im Bereich um 26.430 Punkte scheitern, könnte eine Konsolidierung einsetzen. Zunächst rücken die Unterstützung bei 26.251 Punkten sowie das Gap bei 26.202 Punkten in den Fokus. Dort hätten die Bullen die erste Chance auf eine Gegenbewegung. Fällt der Index jedoch auch darunter, könnten sich die Abgaben zunächst bis 26.145 und anschließend bis zur psychologisch wichtigen Marke von 26.000 Punkten ausweiten. Erst ein nachhaltiger Rutsch unter das ehemalige Rekordhoch bei 25.900 Punkten würde das kurzfristige Chartbild eintrüben.
DAX-Widerstände: 26.326 (TH), 26.411, 26.430, 26.629 (161,8%)
DAX-Unterstützungen: 26.251, 26.202 (Gap), 26.140, 26.082 (TT), 26.000, 25.900, 25.855
Dax-Chart auf TradingView-Basis
Hinweis: Die im Artikel enthaltenen Marktanalysen und charttechnischen Einschätzungen dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Handelsempfehlung dar.
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Momentan stimuliert die Wall Street im Zusammenhang mit dem S&P 500 den Dax.
Das der DAX Kursindex versuchen würde die 9555 vom Jahresanfang rauszunehmen war klar…danach wird die Luft aber dünn…
Im Performance Index werden sämtliche Dividenden und Bezugsrechte aus Kapitalerhöhungen künstlich mit eingerechnet…man tut einfach so …als würden diese Zahlungen immer eins zu eins reinvestiert werden…was aber nicht stimmt… sonst müssten Kursindex und Performance Index ja immer gleich auf laufen..
Beide Indizes sind rückblickend am 30.12.87 bei exakt 1000 Punkten in den Handel gestartet…