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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Dax: Ausbruch aus der Zone

Stehen wir vor der finalen Aufwärts-Bewegung?

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Der Begriff „Zone“ stand – die Älteren unter Ihnen werden das noch wissen – für das Staatsgebiet der DDR und hatte eine leicht negativen Unterton. Der Ausbruch aus der Zone war für die Bewohner der „Ost-Zone“mit großen Gefahren verbunden, und ich kenne Menschen aus der ehemaligen DDR, die jahrelang Fluchtwege ausgeklügelt hatten, um dann die Variante mit dem geringsten Risiko zu wählen und schließlich erfolgreich aus der „Zone“ auszubrechen.


Von Ralf Roletschek – Eigenes Werk, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64328907

Nun ist auch der Dax in einer Zone gefangen – nämlich in der Handelsspanne zwischen 10780 Punkten und 10980 Punkten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Sollte dem Dax der Ausbruch aus dieser Zone gelingen, wäre die logische Folge ein Zugewinn, der in etwa der Bandbreite der aktuellen Handelsrange entspricht – also ca. 200 Punkte. Das würde bedeuten, dass mit dem Bruch des 10980er-Widerstands dann das Anlaufen des Bereichs 11180 Punkte wahrscheinlich wäre, womit dann gleichzeitig auch die obere Gap-Kante des Abwärts-Gaps von Anfang Dezember geschlossen würde!

Möglicherweise könnte der Brexit der Trigger für diese Bewegung werden (Verschiebung oder Ähnliches): denn es ist doch auffallend, wie wenig Sorgen sich die Märkte um dieses auch wirtschaftspolitisch so immens wichtige Thema machen – ganz nach dem Motto: May wird die Abstimmung verlieren, na und? Irgendwie glaubt der Markt fest an eine tragfähige Lösung, sonst stünde das Pfund tiefer, stünde sicher auch der Dax tiefer.

Dazu kommt das Thema Hoffnung: Hoffnung auf einen Lösung des Handelskriegs zwischen den USA und China, dazu Hoffnung, dass die Fed jetzt doch ein Einsehen hat und die Märkte nicht mehr mit weiteren Zinsanhebungen strapaziert etc. etc. Auch von den die US-Berichtssaison eröffnenden US-Banken, die alle in dieser Woche melden, ist zunächst wenig Gegenwind zu fürchten – aber das dürfte sich dann schon in der nächsten Woche ändern, wenn Industrieunternehmen ihre Zahlen melden. Bislang haben 20 Konzerne in der US-Berichtssaison ihre Zahlen vorgelegt, 75% davon haben ihre Prognosen gesenkt (eine immens hohe Quote!).

Mit anderen Worten: die Nachrichtenlage bzw. das aktuelle Umfeld stünde einer (finalen?) Aufwärtsbewegung nicht im Weg. Im S&P 500 könnte diese Welle bis 2640 Punkten reichen (also ein Potential von +2%), beim Dax bis eben zur 11200er-Zone, bevor dann ein weiterer Rücksetzer zu erwarten ist, der dann sogar zu neuen Tiefs führen kann – also beim S&P unter der Marke von 2300 und beim Dax unter der 10300 Punkte-Marke..

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Finanznews

Wall Street trifft Realität! Marktgeflüster (Video)

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Nachdem die Wall Street den Handelskrieg weitgehend ignoriert hatte bzw. weiterhin im Hoffnungs-Modus war, dass es doch irgendwie zu einem Deal zwischen den USA und China kommen könne, ist heute etwas anders: keine „Eröffnungs-Rampe“ beim Start des Kassa-Handels an der Wall Street (so wie zuletzt bei den letzten acht Handelstagen), die US-Finanzmedien beginnen den Konflikt ernster zu nehmen. Dazu heute wieder extrem schwache Daten aus Deutschland (Einkaufsmanagerindex Gewerbe und ifo Index) – aber auch die US-Industrie mit dem schwächsten Einkaufsmanagerindex Gwerbe seit neun Jahren! Nach wie vor aber ist von Panik nichts zu erkennen, die Handelsvolumina bleiben gering. Der Dax unter Druck, die Deutsche Bank auf Allzeittief..

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Rüdiger Born: Öl und Indizes – jetzt noch Short auf den Zug aufspringen?

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Beim Crude Oil gibt es eine sehr starke Abwärtsbewegung. Beim Dax läuft die Suche nach neuen Tiefstpunkten noch. Kann man jetzt noch auf den Short-Zug aufspringen? Dazu mehr im Video. Haben Sie schon den „Trade des Tages“ abonniert? Dies können Sie an dieser Stelle tun, und dann täglich kostenfrei meine Analysen lesen.

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Handelsstreit USA versus China – hat Trump überhaupt eine Strategie? Ein paar Widersprüchlickeiten

Es fällt schwer hinter den bisherigen politischen Maßnahmen gegenüber China eine stringente Strategie von Trump zu sehen..

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Es ist unstrittig, dass es im Handelstreit zwischen den USA und China um die wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft der Großmächte geht.

Aber verlangt US Präsident Trump von den Chinesen wirklich ihre Gesetze zu ändern oder hat er gar politische Änderungen gefordert?

 

Trumps Motive sind vorwiegend wirtschaftliche

Trumps Strategie lautet „Make America great again“ und dahinter verbergen sich seine Zielstellungen:

  • Der Abbau der Handelsbilanzdefizite und damit verbunden die Verringerung der ausländischen Exportquoten bei gleichzeitiger Erhöhung der Importquoten
  • Die Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA und damit eine Reindustrialisierung der Dienstleistungsgesellschaft
  • Verhinderung der illegalen Einwanderung, deshalb auch sein fortwährender Kampf für die Mauer zu Mexiko
  • Der Schutz geistigen Eigentums von amerikanischen Firmen vor Missachtung durch Regierungen und Unternehmen
  • Die Verhinderung von Spionagetätigkeit jedweder Art, auch deshalb die heftigen Maßnahmen gegenüber Huawei, allerdings noch ohne triftige Beweise. Was jetzt überall verbreitet wird, ist die Meldung, dass der Gründer von Huawei, Rhen Zengfei, ein ehemaliger Offizier der chinesischen Volksbefreiungsarmee war und damit auch Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas.

 

Trumps Chinastrategie

Es fällt schwer hinter den bisherigen politischen Maßnahmen gegenüber China eine stringente Strategie zu sehen. Wenn Trump China in die Knie zwingen möchte, müsste er sich eigentlich nach Verbündeten umsehen. Eine seiner ersten Handlungen war das Abkommen über die Transpazifische Partnerschaft (TPP) zu kündigen, mit den Ländern Japan, Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur, Vietnam, Kanada, Chile, Mexiko, Peru, welche sich zu einem Block gegen China formieren wollten. Auch jetzt sind keine Bündnisse erkennbar.

Dann sein Einknicken gegenüber Nordkorea, einem Staat unter chinesischer Kontrolle, dem er zuerst mit „Fire and Fury“ drohte und dann Kim Jong Un zu einem großartigen Politiker hochstilisierte. Wo sind die Reaktionen gegen die neuen Raketentests? Wo ist sein Einsatz für die Welthandelsorganisation (WTO), um vereint gegen die Verstöße gegen Handelsregeln durch China vorzugehen?

Wann hat man jemals Kritik von Donald Trump über die Menschenrechtsverletzungen in China gehört, über die Lager in denen geschätzt eine Million moslemischer Uighuren gehalten werden, über den chinesischen Polizeistaat? War Chinas Ministerpräsident Xi Jinping nicht bis vor Kurzem ein guter Freund von Trump?

Donald Trump ist kein Weltpolitiker, er ist ein Mann der Wirtschaft, ein selbsternannter Dealmaker. Zu seinem Amtsbeginn kannte er nicht einmal einige Länder im mittleren und fernen Osten, für die er Konfliktlösungen präsentieren soll.

Er wollte einen Deal mit China, erst über den Defizitabbau, dann den Schutz geistigen Eigentums und die Marktöffnung. China hat nicht mitgespielt und jetzt droht er ständig eskalierend, im Bewusstsein der erst kürzlich dargestellten wirtschaftlichen Übermacht der USA. Erst wochenlang Zuversicht verbreitend, dann die 180-Grad-Wende. Wo ist die angelegte Strategie?

 

Fazit

Donald Trump ist und bleibt eine Blackbox. Er hat so viele Regierungsmitglieder in kurzer Zeit ausgetauscht wie kein Präsident vor ihm. Wer ihm widerspricht, fliegt. Er ist nach Ansicht seiner ihn umgebenden Ja-Sager sehr beratungsresistent und entscheidet immer mehr aus dem Bauch heraus. Ich kann bisher weder eine Strategie noch eine übergeordnete Macht erkennen, die langfristig alles steuert. Was sicher ist, ist sein unbändiger Wille China in die Knie zu zwingen, aber auch seine Unberechenbarkeit.

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