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Dax: Ausbruch aus der Zone

Stehen wir vor der finalen Aufwärts-Bewegung?

Markus Fugmann

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Der Begriff „Zone“ stand – die Älteren unter Ihnen werden das noch wissen – für das Staatsgebiet der DDR und hatte eine leicht negativen Unterton. Der Ausbruch aus der Zone war für die Bewohner der „Ost-Zone“mit großen Gefahren verbunden, und ich kenne Menschen aus der ehemaligen DDR, die jahrelang Fluchtwege ausgeklügelt hatten, um dann die Variante mit dem geringsten Risiko zu wählen und schließlich erfolgreich aus der „Zone“ auszubrechen.


Von Ralf Roletschek – Eigenes Werk, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64328907

Nun ist auch der Dax in einer Zone gefangen – nämlich in der Handelsspanne zwischen 10780 Punkten und 10980 Punkten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Sollte dem Dax der Ausbruch aus dieser Zone gelingen, wäre die logische Folge ein Zugewinn, der in etwa der Bandbreite der aktuellen Handelsrange entspricht – also ca. 200 Punkte. Das würde bedeuten, dass mit dem Bruch des 10980er-Widerstands dann das Anlaufen des Bereichs 11180 Punkte wahrscheinlich wäre, womit dann gleichzeitig auch die obere Gap-Kante des Abwärts-Gaps von Anfang Dezember geschlossen würde!

Möglicherweise könnte der Brexit der Trigger für diese Bewegung werden (Verschiebung oder Ähnliches): denn es ist doch auffallend, wie wenig Sorgen sich die Märkte um dieses auch wirtschaftspolitisch so immens wichtige Thema machen – ganz nach dem Motto: May wird die Abstimmung verlieren, na und? Irgendwie glaubt der Markt fest an eine tragfähige Lösung, sonst stünde das Pfund tiefer, stünde sicher auch der Dax tiefer.

Dazu kommt das Thema Hoffnung: Hoffnung auf einen Lösung des Handelskriegs zwischen den USA und China, dazu Hoffnung, dass die Fed jetzt doch ein Einsehen hat und die Märkte nicht mehr mit weiteren Zinsanhebungen strapaziert etc. etc. Auch von den die US-Berichtssaison eröffnenden US-Banken, die alle in dieser Woche melden, ist zunächst wenig Gegenwind zu fürchten – aber das dürfte sich dann schon in der nächsten Woche ändern, wenn Industrieunternehmen ihre Zahlen melden. Bislang haben 20 Konzerne in der US-Berichtssaison ihre Zahlen vorgelegt, 75% davon haben ihre Prognosen gesenkt (eine immens hohe Quote!).

Mit anderen Worten: die Nachrichtenlage bzw. das aktuelle Umfeld stünde einer (finalen?) Aufwärtsbewegung nicht im Weg. Im S&P 500 könnte diese Welle bis 2640 Punkten reichen (also ein Potential von +2%), beim Dax bis eben zur 11200er-Zone, bevor dann ein weiterer Rücksetzer zu erwarten ist, der dann sogar zu neuen Tiefs führen kann – also beim S&P unter der Marke von 2300 und beim Dax unter der 10300 Punkte-Marke..

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage und Chancen bei Dax und Dow

Rüdiger Born

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Optionen: Experte Jens Rabe erklärt, wie sie funktionieren!

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Optionen sind in den letzten Monaten immer wichtiger geworden für das Geschehen an den Aktienmärkten – das gilt ganz besonders für die Kursentwicklung einzelner Aktien wie etwa Apple, Amazon oder Tesla. Vor allem Wetten auf steigende Kurse (Calls) sorgten für einen Höhenflug der US-Tech-Werte: Broker, die diese Optionen an Kunden verkauften, mussten das entsprechende underlying (also etwa die Aktie von Apple etc.) kaufen, um sich gegen eigene Risiken abzusichern – so konnte aus meist eher kleinvolumigen Käufen schnell eine Hebelwirkung entstehen, die für eine spektakuläre Rally der US-Tech-Werte und des Nasdaq sorgte. Es sind dabei in den USA vor allem (kleine) Privatinvestoren, die mit Optionen massiv auf steigende Kurse zocken.

Folgenes Schaubild zeigt, wie aus einem Kauf von Optionen (Calls) auf die Amazon-Aktie im Volumen von 1500 Dollar letztlich Käufe der Amazon-Aktie von 230.000 Dollar resultieren:

Optionen und die Rally von US-Tech-Aktien

Optionen – wie funktionieren sie?

Optionen – das ist zunächst zentral – haben nichts mit den in Deutschland sehr beliebten Optionsscheinen zu tun. Optionsscheine wie auch CFDs sind in den USA verboten, daher greifen Spekulanten in Übersee neben Futures, ETFs und dem direkten Investment in Aktien verstärkt auf Optionen zurück. Wer verstehen will, was an der Wall Street wirklich gespielt wird, sollte sich daher mit Optionen und ihrer Handhabung beschäftigen!

Dafür jedoch braucht man ein gewisses know-how. Vor allem sollte man wissen, dass die Volatilität eine zentrale Rolle spielt, inbesondere die „implizite Volatilität„:

„Während die historische Volatilität die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder Rohstoffs in der Vergangenheit angibt, ist die implizite Volatilität ein Maßstab für die Markterwartungen an die künftige Volatilität.“

Daneben gibt es Begriffe wie „im Geld“ oder „aus dem Geld“. Dirk Schuhmanns hat dieses Prinzip als ein maßgeblichen und wahrscheinlich bewußt inszentierten Treiber etwa für den Höhenflug der Aktie von Tesla ausgemacht – und zeigt, wie oben im Schaubild anhand der Amazon-Aktie dargestellt, wie das in der Praxis funktioniert:

„Das Prinzip dahinter ist, Call-Optionen kurzer Laufzeit relativ weit aus dem Geld zu kaufen, also mit Ausübungspreisen oberhalb des aktuellen Kurses. Diese Optionen sind günstig und der Optionsverkäufer muss nur wenige Aktien kaufen, um sein Risiko abzusichern. Jetzt braucht es noch eine Zündung des Gemisches. Irgendetwas muss dafür sorgen, dass der Aktienkurs überhaupt erst einmal zu steigen beginnt. (..) Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren. So kann sich eine Absicherungsposition schnell von drei Aktien pro Optionskontrakt auf 80 oder 90 steigern, während der Optionskäufer vielleicht nur den Gegenwert von fünf Aktien investieren musste. Diese zusätzliche Hedging-Nachfrage ist es dann, die den Kurs antreibt. Der Optionskäufer wiederrum kann durch kontinuierliche Nachkäufe neuer Optionen mit höherem Strike dieses Spiel am Laufen halten.“

Wer mehr über Optionen wissen will, ist bei Jens Rabe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. In folgendem Video erklärt er Grundprinzipien der Optionen:

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