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Dax: Bayern, die neue Hochburg im deutschen Leitindex

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Bayern ist die neue Hochburg im Dax! Es gibt eine erste Bundesliga und eine erste Börsenliga in Deutschland. In beiden Ligen ist Bayern vorne dabei. Auch während der Coronakrise hat sich daran nichts geändert, ganz im Gegenteil das südliche Bundesland wird seine Führungsrolle noch festigen. Ein Grund dafür ist natürlich das Schicksal der Deutschen Lufthansa.

Die Umstellung im Dax

Der Lockdown in Deutschland führte zu einem weitgehenden Stillstand der Industrieproduktion sowie beim Fußball, Deutschlands liebstem Kind. Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs ergibt sich in beiden Lagern eine neue Konstellation: Der FC Bayern festigt seine Dominanz und marschiert in Richtung Meisterschaft – und beim DAX fällt am 22. Juni die Deutsche Lufthansa aus der ersten Börsenliga und hineinkommen wird ein Konzern aus Berlin, die Deutsche Wohnen. Der Arbeitskreis Börsenindizes entschied vor Kurzem das Ausscheiden der größten deutschen Fluggesellschaft nach der so genannten „Fast-Exit-Regel“. Das Grounding von 700 der 763 Maschinen der Lufthansa hatte zu einem Börsenabsturz bis auf 4,87 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung bei der Lufthansa geführt: Nicht mehr unter den 45 größten Börsentiteln, das Kriterium zum Verbleib im Dax war damit nicht mehr erfüllt.

Das Langzeitduell zwischen NRW und Bayern

Durch diese Indexumstellung hat das Bundesland Bayern erstmals mehr Firmensitze aus den Reihen des DAX als Nordrhein-Westfalen, nämlich neun gegenüber acht. Bei der Gründung des Dax war man in NRW mit nicht weniger als 13 Konzernen im Leitindex vertreten. Dann verloren die Konzerne an Rhein und Ruhr an Schlagkraft und stiegen aus dem Börsenolymp ab oder mussten gar Insolvenz anmelden. Manche Namen sind schon fast vergessen – Feldmühle Nobel, Deutsche Babcock, Nixdorf -, andere führten einen langen Kampf ums Überleben wie Thyssen, Karstadt und Kaufhof.

Hinzu kamen die privatisierten Staatskonzerne Deutsche Telekom, Deutsche Post, der Wohnungskonzern Vonovia und der Bayer-Abkömmling Covestro.

Natürlich gab es auch in Bayern Veränderungen, Auf- und Abstiege. So wie die beiden Großbanken Hypo-Bank und HypoVereinsbank oder auch die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN), nach der Übernahme durch Volkswagen. Aber die fünf Aufnahmen Adidas, Münchener Rück, Infineon, MTU Engines und Wirecard sind nach wie vor in der obersten Börsenliga vertreten. Der Slogan „Mit Laptop und Lederhose“ scheint zu funktionieren, ein Spruch den man eigentlich mit Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber in Verbindung bringt, der aber von Bundespräsident Roman Herzog 1998 kreiert wurde.

Im Fußball sind die Duelle noch weitgehend geblieben. Die Klassiker zwischen dem Bayern FC und der ehemaligen Fohlenelf aus Mönchengladbach, dem FC Schalke 04 und natürlich dem gegenwärtigen Dauerrivalen, der Borussia aus Dortmund. Die Lebensdauer von Fußball-Großvereinen scheint eine erheblich längere zu sein, als die von Börsen-Großunternehmen.

Die Dax-Hauptstadt München

Noch deutlicherer als ein Vergleich der Bundesländer fällt ein solcher bei den Städten aus. München ist der Sitz von acht Firmenzentralen im Dax, eine Übermacht, die Nichtbayern mögen mir verzeihen, die ein wenig an die Dominanz des FC Bayern erinnert. Allianz, BMW, Infineon, Linde, Münchener Rück, MTU Engines, Siemens und Wirecard, alles in der bayerischen Landeshauptstadt zu Hause. Aber als Aufsteiger steht ausgerechnet unsere Hauptstadt Berlin in den Startlöchern. Bis vor Kurzem mit keinem Konzern vertreten, könnten nach der Deutsche Wohnen weitere nachrücken.

Aussichtsreich sind Zalando und Delivery Hero, weichen müssten dann aber möglicherweise Münchener Konzerne wie MTU Engines und Wirecard. Für den Finanzdienstleister aus Aschheim geht es am 18. Juni „um die Wurst“, bei der Präsentation des Jahresergebnis 2019 und dem (gewünschten)Testat des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young.

Konzerne aus Bayern dominioeren inzwischen beim Dax

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Hakan

    11. Juni 2020 11:12 at 11:12

    Ich bin überzeugt, Bayern ginge es tausendmal besser ohne Rest“deutschland“!

  2. Avatar

    Chris

    11. Juni 2020 13:02 at 13:02

    Ich denke Bayern hat extrem von der guten Verbindung zur amerikanischen Siegermacht profitiert.

    Auch nicht vergessen der Zusammenschluss mit den französischen Angreifern gegen die anderen deutschen Stämme und nach einem halben Jahr rumjammern, dass die Franzosen sich nicht wie Gäste benehmen.

    Die Franken haben sehr unter der Hinterhältigkeit der Bayern gelitten, das ist nicht vergessen.

  3. Avatar

    md

    12. Juni 2020 03:58 at 03:58

    meiner meinung nach ist der hauptgrund dieser erfolgsgesxhichte des freistaats bayern, die csu. christlich und sozial kann nur erfolgreich sein. da stimmt der bezug von partei zur gesellschaft. der wirtschaftliche erfolg ist erarbeit. gesunde gesellsxhaft ( gesunde familie ) = gesunde wirtschaft
    es wäre fatal für die wirtschaft in bayern wenn die menschen sich blenden lassen und die csu abwählen.
    meine einschätzung.

    • Avatar

      leftutti

      26. Juni 2020 23:44 at 23:44

      @md, ein Star-Minister wie (Be)Scheuer beweist das ein ums andere Mal!
      Und ein Seehofer setzt noch einen drauf!

      Der wirtschaftliche Erfolg in Bayern ist wie jeher von Tango Corrupti bestimmt. Glaub es mir, ich bin hier geboren und aufgewachsen und weiterhin verwurzelt und bestens verlinkt. Die CSU wurde bereits seit einiger Zeit abgewählt, sie kann nur noch mit den Freien Wählern koalieren und regieren.

      Und auch oder gerade unter einem Söder belügen, bescheißen und betrügen die sozialen Christen ihre dämlichen Stammwähler weiterhin wie gehabt. CSU, Wirecard, Adidas, BMW und Audi bilden zwar nach wie vor eine gesunde Familie. Erfolgreich blenden kann das kriminelle Konglomerat aus Politik und Wirtschaft zwar weiterhin.

      Ob das allerdings gut für das Land ist, muss berechtigt hinterfragt werden.
      Meine Einschätzung.

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