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Indizes

Dax: Bereichert euch!

Heute wird es sehr spannend werden: Kann der Dax den Vorgaben aus den USA einigermaßen folgen? Heute muß sich zeigen, wie stark der Dax wirklich auf der Brust ist, denn wenn es heute nicht deutlich nach oben geht, dann kommt sehr wahrscheinlich bald eine sehr heftige Bewegung nach unten!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Viel mehr geht eigentlich als Startvorlage für den Dax: die US-Indizes feiern die Party schon vor der Geburt der US-Steuerreform, der Dow und S&P500 mit +1%, der US-Nebenerwerteindex Russell2000 mit sogar +1,6%, weil die in dem Index enthaltenen Unternehmen überproportional von der Steuerreform profitieren würden. All das vor dem Hintergrund, dass Nordkorea einen Raketen-Test abhielt mit der bisher größten potentiellen Reichweite (13.000km), womit nun auch die USA direkt attackiert werden könnte. Kurzes Schulterzucken an der Wall Street, dann die Rally, nachdem der Haushaltsausschuss im Senat den Steuerplan zur Abstimmung im Senat frei gegeben hatte.

Das war jedoch eine eher kleine Hürde, die da genommen wurde, die größere ist dann die Abstimmung selbst: wenn nur drei Republikaner (im Verdacht: John McCain, Bob Corker, Jeff Flake – alle drei haben nichts mehr zu verlieren!) mit „nein“ stimmen, fährt die Wall Street gewissermaßen mit ihrem eingepreisten Optimismus voll gegen die Wand! Sollte der Senat doch die erforderlichen Stimmen für die Steuerreform bekommen (mindestens 50), ist wiederum die Frage, ob das nächste Kursfeuerwerk startet, oder schlicht die gute Nachricht abverkauft wird (nach dem Motto kaufe das Gerücht, verkaufe die Tatsache).

Was heißt das alles für den Dax? Der Index hat zwar nichts mit der US-Steuerreform zu tun, aber eben sehr viel mit den US-Indizes, die – wie vor allem der S&P500-  eine Leitfunktion für ihn haben. Nun ist die Ausgangssituation für Dax-Werte scheinbar schlechter als für die US-Indizes: der Markt spielt schon das beginnende Ende des QE der EZB, während die Wall Street mit einer Zinsanhebung im Dezember keine Probleme hat (vielmehr profitieren Finanzwerte), dazu hat Powell gestern klar gemacht, dass der Zug in Richtung Deregulierung des Finanzsektors fährt. Das versteht die Wall Street als indirekte Botschaft: bereichert euch, die Behörden haben nichts dagegen (anders als noch unter Obama/Yellen). Darin liegt vermutlich eine große Triebfeder der gestrigen Rally, während der Dax auch hiervon (noch?) nicht wirklich profitiert.

Deswegen wird es sehr spannend werden, ob und wie der deutsche Leitindex heute den Vorgaben aus den USA einigermaßen wird folgen können! Heute muß sich zeigen, wie stark der Dax wirklich auf der Brust ist, und wenn es heute nicht deutlich nach oben geht, dann kommt sehr wahrscheinlich bald eine sehr heftige Bewegung nach unten!


(Chart durch Anlicken vergrößern!)

Der Dax sollte die Hürde bei 12165 Punkten überwinden und dann weiter in den Bereich 13210-13235 steigen  das wäre eigentlich das Mindestziel für heute. Maximal steigt der Dax heute wohl bis in die Zone 13320-13340. Sollte der Dax dagegen heute unter der 13210er-Marke bleiben, wäre das für uns ein Beleg fortgesetzter innerer Schwäche, die sich dann entladen würde, wenn es auch an der Wall Street zu einer Korrektur käme!

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    29. November 2017 09:21 at 09:21

    Frage an den Verfasser:
    Warum soll man irgendetwas abverkaufen wenn so viele schöne Jahre kommen?
    Deregulierung (Powell) + Gelddrucken
    Steuergeschenke
    Natürlich ein neues QE der EZB, wer glaubt ernsthaft an den Ausstieg außer Rotkäppchen?
    Merke: Wenn in Fugmanns Texten die Worte „aber“, „obgleich“, „oder“, „noch nicht“, „und wenn, …dann“ fehlen ist der Kaffeesatz aufgezehrt.
    Er wird dann der Erkenntnis frönen müssen, dass hier um jeden Preis eine Jahrhundertrally gezündet werden MUSS.
    Denken Sie an Mafio Droghi, whatever it takes, aber nicht für den Euro, sondern das Aktienportfolio seiner Goldman-Spezln. Und sein eigenes dazu, klaro, für den Ruhestand am Comer See.
    Denn mittels Jahrhundertrally können sich die Eliten ganz ungeniert auf Kosten der folgenden Generationen die Taschen bis Unterkante Oberlippe vollstopfen. Ganz friedlich, ohne den Anschein der „Enteignung“, denn der „kleine Mann“ ist ja längst ein „kleiner Anleger“ und partizipiert, wenn auch nur ein bisschen. Also, keine Kriege, keine Revolutionen, einfach nur Geld drucken und Rally machen!
    Bis Sie, Herr Fugmann, das mal einsehen…Naja, vielleicht bei DOW 27.000?…

    Immerhin. Die Überschrift lässt erste Erkenntnis erahnen!

  2. Avatar

    baeuerin

    29. November 2017 09:41 at 09:41

    Alleine schon wg.der Euphorie an den Maerkten,ist es Ratsam,dass sich Kims Raketen so richtig entfalten sollten,bis zum Festland…..damit der Ami weiss,wo Gott wohnt!
    Diese fetten US- Parasiten incl.ihrer Vasallen gehen mir sowas auf den Seier……
    Wenn man kurz vor dem verhungern ist,dann setzt man alles auf eine Karte,um in die Geschichte einzugehen!
    Die Aseaten lassen sich lieber den Finger abchneiden,als klein BEI zugeben…und der NK erst recht!

  3. Avatar

    Altbär

    29. November 2017 09:54 at 09:54

    @Macwoiferl, so kann nur einer schreiben der noch nie eine richtige Korrektur erlebt hat,also “ geboren nach 2009 “
    Uwe Lang hat auf Börse online geschrieben, dass es historisch alle 5 Jahre eine grössere Korrektur gibt. Warnung an alle Babyanleger:
    ES KÖNNTE VIELLEICHT BALD EINE GRÖSSERE KORREKTUR GEBEN !

    • Avatar

      baeuerin

      29. November 2017 10:22 at 10:22

      Ich wuerde mal behaupten,dass viele gierige Zocker/Lemminge,“DIE KORREKTUR“ nicht ueberleben werden!
      Wenn ich bedenke,dass sich die Suizide in DE jetzt schon vermehren,ohne dass die an der Boerse jemals taetig waren!
      Was schnell steigt,das faellt mit gleicher Geschwindigkeit…
      Das waren noch Zeiten,als DAX/DOW mal schnell 1000points in den Keller gingen bzw.bei Boerseneroeffnung 1000 points unter dem Vortag eroeffneten!
      Ab 2000 war ich der Loser(fuck Medien&Boersenzeitschrifften)…
      AB Sept 2008 war ich der Gewinner…..
      ….und die Zukunft rettet mich,mit Gold im fernen Osten!

      Ich wiederhole es gerne nochmal:
      In der Brexit-Nacht 2016 konnte ich um ca.2:00Uhr dt.Zeit noch Orders aufgeben,die dann an der Australischischen Boerse bei einem Goldanstieg um ca.100US$ verk.wurden!
      Als die dt.Boerse eroeffnete,konnte ich keine Orders mehr aufgeben,mit dem Hinweis:
      WEGEW WARTUNGSARBEITEN KOENNEN KEINE ORDERS AUFGEGEBEN WERDEN!!!
      Um ca.10:00 Uhr konnte man wieder drauflos zocken,aber die Gewinne waren in dieser Stunde schon wieder weg!
      Was glaubt ihr,wenn das Nadeloehr immer enger wird?
      ….dann finden wieder Wartungsarbeiten statt und die Einlagensicherung ist bis dahin dann auch abgeschafft!!!
      Das beste Gut im zukuenftigen Leben ist…Freiheit und Gold-Nuggets

    • Avatar

      Macwoiferl

      29. November 2017 10:29 at 10:29

      Jahrgang 1964.
      Warum keine Korrektur – und alle bisherigen Börsenweisheiten obsolet:
      Früher war alles Maximale der Chinakracher.
      Heute sitzen wir auf einem gigantischen Pulversilo.
      Jeder kleine Funke=gigantische Explosion.
      Computerhandel = Turbo!
      Comprende????
      In den USA ein unfähiger Potentat als Präsident = wo es an Erfolgen (Kompetenz) fehlt müssen Scheinerfolge her (DOW= Potjemkinsches Dorf, DOW 30.000 = spektakuläres Potjemkinsches Dorf, gut für Schlagzeilen)
      Europa: EZB in der Hand eines…nennen wir ihn: Den Paten…man sieht ihm die Verschlagenheit schon an…bedient mit sanftem Augenschlag, dafür tolldreist sein ausgedehntes Spezl-Netzwerk aus dem Investmentbanking-Bereich und die levantinische Lebenslust-Klientel (Stichworte hier: Rentensicherung-Villa am Comer See)
      Japan: Kulminationspunkt der Schuldenorgie…Jeder kleine Funke = sofortige Explosion
      Dito China. Australien. Kanada.

      Lesen wir doch dauernd hier bei Fugmann:
      Alles nur noch auf Treibsand gebaut…

      • Avatar

        Feldmaen

        29. November 2017 10:41 at 10:41

        @Macwoiferl, warum sagt mein Gefühl mir, dass sie recht haben. Entweder das gesamte auf Schulden fundamentierte Finanzsystem samt Wall Street, FED, EZB, BoJ, PBoC, BoE etc. implodiert oder es geht halt für immer nach oben. Dazwischen geht nichts. Also Hyperinflation durch Gelddrucken. Die Entscheidung wird die Finanzelite schon getroffen haben. Fragt sich nur ob es ohne Krieg und Chaos auf der Welt zu Ende gehen wird. Aber da kommen die Kryptos ins Spiel. Ich werde den Gedanken nicht los, dass hier ein lang geplantes Szenario eintritt um vom jetzigen kaputten FIAT Geldsystem weg zu kommen und ein neues Währungszeitalter ein zu leuten….

        Nur meine Gedanken….

  4. Avatar

    sascha

    29. November 2017 11:14 at 11:14

    Ich sehe das nicht so negativ , Herr Fugmann schrieb schon vor ca. 5 Monaten …hurraaaaaaaa wir sehen bald die 18000 beim DAX , also ich finde Herrn Fugmann cool bei seinen Berichten , so wie heute Morgen “ Raketen und Rally“ , da grinst man doch am Morgen und ist GUT DRAUF :-)

    • Avatar

      baeuerin

      29. November 2017 11:30 at 11:30

      Haette die Rakete US-Festland erreicht,dann waere ich bis jetzt noch am grinsen,aber so….dauerts noch ein weilchen.
      Lumpen incl.Poliermasse sind schon griffbereit!

  5. Avatar

    Columbo

    29. November 2017 11:29 at 11:29

  6. Avatar

    Beobachter

    29. November 2017 11:35 at 11:35

    @ Macwoiferl,
    Erstaunlich ,Sie sehen alle Probleme u.meinen dass die Börsen trotzdem wegen den Notenbankärzten immer nur steigen werden.
    Ein Vergleich: Sie kennen eine Person die alle erdenklichen Krankheiten hat aber weil die Ärzte mit immer grösseren Dosen Cortison ,Morphium u.Bestrahlungen behandeln glauben Sie dass es gut endet.

  7. Avatar

    Beobachter

    29. November 2017 12:02 at 12:02

    @Columbo,
    für mich ist das nicht bullisch sondern drückt die Befürchtung aus ,dass ihr die Nebenwirkungen ihrer Geldpolitik unheimlich werden ,was schon die BOJ gesagt hat.
    Durch die künstliche Geldschwemme ist die abnormale Situation entstanden, dass Aktien u.Anleihen sehr hoch sind.Bei einem wirtschaftsgetriebenen Aktienboom wären die Anleihen tief d.h. = Zinsen höher
    Weil jetzt beide Anlageklassen zusammen fallen könnten wäre das eine immense Vermögensvernichtung ,was auf der Einbahnstrasse der Börse ein wenig Gegenverkehr
    ( Geisterfahrer ) geben könnte.

  8. Avatar

    Columbo

    29. November 2017 12:31 at 12:31

    @Beobachter, die EZB hatte dieselben Warnungen schon ausgesprochen, als der Dax noch knapp unter 10.000 stand. Aber klar, irgendwann kracht’s.

  9. Avatar

    Macwoiferl

    29. November 2017 12:49 at 12:49

    @Feldmaen, so isses.
    @Beobachter: Natürlich! Die Person leidet unter Pest, Cholera, Gelbfieber, TB, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz zugleich. Doch der Doktor, nennen wir ihn Dr. Mafio Droghi, schminkt den Patienten hübsch zurecht. Denn ein Kumpel von Dr. Mafio Droghi hat eine Lebensversicherung auf den Patienten abgeschlossen. Ein wiederum anderer Kumpel von Dr. Droghi (ein besser als der erste) hat eine Ausfallversicherung auf diese Lebensversicherung laufen. Und ein dritter Beteiligter, ein naher Verwandter von Dr. Mafio Droghi, hat wiederum eine Dritt-Police auf diese Ausfallversicherung auf die Lebensversicherung laufen. Wichtig also ist, sagt Dr. Mafio Droghi, dass der Strom nicht ausfällt. Denn nur so kann ich den hübsch geschminkten Patienten mit E-Schocks wieder beleben, wenn er mir „ausfällt“.
    Nun aber.
    Diese Interstate Financial Clinic ist riesengroß.
    Sie muss am Laufen gehalten werden.
    Whatever it takes.
    Was glauben Sie was Kumpels und der Verwandte veranstalten, wenn Dr. Droghi versagt.
    Nun hat aber die Presse Wind bekommen. Und fragt nach.
    Es braucht also noch eine gute Rechtfertigung der E-Schocks für Redaktionen, die nicht käuflich sind.
    (z.B. Finanzmarktwelt :-) )
    z.B. E-Schocks sichern gute Atemluft
    E-Schocks sichern den Weltfrieden
    E-Schocks sichern den Sendeplatz der „Sportschau“
    E-Schocks sind gut für die Bundesliga

    (to be continued)…

    Da haben wir zur Auswahl:

  10. Avatar

    Beobachter

    29. November 2017 15:07 at 15:07

    @Macwoiferl,
    gute Erklärung, aber wenn es nicht mehr geht werden alle diese INTERESSIERTEN noch eine Wette auf den Tod des Patienten abschliessen u.dann stirbt er ganz schnell.
    Beispiel: Hat man doch schon lesen können dass die Goldmänner den Griechen mit Tricks bei der Verschuldung geholfen haben u.als es nicht mehr ging mit Shorts profitiert haben !!

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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Indizes

DAX dailx: Der Dax ist heute auf sich allein gestellt

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die US-Anleger beschäftigen sich heute eher mit ihrem Truthahn als mit den Märkten, daher dürfte es im Dax eher gemächlich zugehen. Im gestrigen Handel tat sich der deutsche Leitindex erneut schwer die 13.300er Marke nachhaltig zu bezwingen. Zwar gelang es dem Index zur Börseneröffnung kurzzeitig den Widerstand zu überwinden, aber für mehr als einen Fehlausbruch hat es dann doch nicht gereicht. Auch im weiteren Handelsverlauf konnte er die Hürde bei 13.300 nicht mehr überschreiten. Schließlich ist der deutsche Leitindex unverändert zum Vortag bei 13.289 aus dem Handel gegangen.

Von den sonst so euphorischen US-Börsen erhielt der Dax auch keine Unterstützung. Nachdem der Dow Jones am Dienstag erstmals über der Rekordmarke von 30.000 Punkten geschlossen hatte, legte dieser eine Verschnaufpause ein. Wahrscheinlich haben ein paar Anleger ihre Gewinne vor dem verlängerten Wochenende eingesammelt. Am heutigen Tag ist der US-Aktienhandel geschlossen, daher ist mit geringer Volatilität zu rechnen. Schauen wir mal wie sich der Dax heute ohne die Hilfe der US-Börsen schlägt, meist enden solche Handelstage in einer gähnenden Seitwärtsbewegung. Zudem dürfte sich die derzeitige Risikofreude hierzulande aufgrund der Corona-Situation in Grenzen halten.

News und fundamentale Daten

Aufgrund des Thanksgiving Feiertags sind die US-Börsen wie Dow Jones und Nasdaq heute geschlossen, somit können keine US-Aktien gehandelt werden. Die Terminbörsen laufen allerdings auch am Feiertag weiter. Der Handel findet jedoch unter dünnstem Volumen statt, daher ist der Dax heute auf sich allein gestellt.

Bei ein paar institutionellen Anlegern hat der gestern veröffentlichte Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank gegebenenfalls zu Gewinnmitnahmen geführt. In dem Bericht wurde zwar hervorgehoben, dass die Banken heute solider als noch zur Zeit der Finanzkrise aufgestellt seien, aber man dennoch von einer Welle an Firmenpleiten und Kreditausfällen infolge der Pandemie ausgeht. In dem aktuell hohen Kursniveau ist ein derartiges Szenario sicherlich nicht eingepreist.

Datenseitig steht heute auch nicht viel auf dem Programm. Aus Deutschland wurde vor wenigen Minuten der GfK-Konsumklimaindex veröffentlicht. Dieser gilt als Frühindikator für die Verbraucherausgaben und kann zudem konjunkturelle Wendepunkte anzeigen. Der Index notiert wie erwartet weiterhin im negativen Bereich, hat aber sogar die niedrigen Erwartungen mit einem Wert von -6,7 enttäuscht (Prognose -5,0; Vormonat -3,1). Zuletzt konnte der Index im April einen positiven Wert anzeigen. Zur Mittagszeit um 12:30 Uhr erscheint dann noch das EZB Sitzungsprotokoll sowie um 13:30 Uhr der Geldpolitische Begleittext.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax leicht über der 13.300er Marke. Auch heute stellt sich wieder die Frage, ob ihm der nachhaltige Ausbruch gelingt oder er wieder in die Range zurückfällt. Ein positives Signal wäre, wenn der Dax das gestrige Hoch bei 13.346 überwindet. Dann stehen die Chance gut, dass er auch das außerbörsliche Hoch bei 13.373 rausnimmt. Darüber wäre der Weg frei zur 13.460. Fällt der Dax unter die 13.300, dann befindet sich im Bereich von 13.275 eine erste Unterstützung. Die zweite folgt am gestrigen Tagestief bei 13.235. Weitere Unterstützungen befinden sich bei 13.200 und 13.140. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Dax um den Pivot Punkt bei 13.303 hin und her pendelt.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 26.11. - H1-Chart - Thanksgiving-Handel

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.442 – Pivot Punkt R2

13.371 – Pivot Punkt R1

13.303 – Pivot Punkt

13.232 – Pivot Punk.t S1

13.163 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.270 – M15-Chart

13.192 – Tagestief 24.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.300 – neuralgischer Punkt

13.336 – Nachbörsliches Hoch

13.373 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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