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Indizes

Dax: Besser drauf als die Wall Street – der Absturz des Junkies

Entzug bei den Wall Street-Junkies – und der realistischere Dax..

Markus Fugmann

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am

Während die Wall Street derzeit stark unter Druck ist, hält sich der Dax erstaunlich stabil. Was ist da los?

Man könnte es vielleicht so sagen: wer im Rausch ist, hat eine verzerrte Wahrnehmung – und die Wall Street lebte lange, sehr lange in einem Rausch: Steuerreform und Deregulierung waren noch einmal ein künstlicher Stimulus-Effekt, der kurzfrsitig noch einmal die Zahlen aufpimpt, aber langfrsitig eher schädlich ist. Das ist wie bei Drogensüchtigen: mit der Droge ist alles schick, aber wenn der Eeffekt der Droge nachläßt, fühlt es sich deutlich schlechter an als bei denjenigen, die damit überhaupt erst gar nicht angefangen haben!

Und nun sehen wir, dass der Dax schon eingepreist hat, was die Amerikaner noch einpreisen müssen: dass die Zeiten härter werden in Sachen Konjunktur und gleichzeitig die Notenbanken weiter Liquidität entziehen. Und weil das nach dem Nachlassen des Rausches auch den Amerikaner klar geworden ist, hofft man nun auf den Dealer, der aber zuletzt nichts mehr verticken wollte – man hofft also auf Jerome Powell.

Der muß es jetzt richten, denn eines darf auf keinen Fall passieren: der kalte Entzug! Man hat sich doch so daran gewöhnt, dass es immer nur bergauf geht – und jetzt soll auf einmal alles vorbei sein? Nein, das darf nicht passieren!

Und so ist nach langer Zeit der Dax wieder stärker als die US-Indizes: der eine hat frühzeitig Realitäten eingepreist, der andere noch lange im Traumland gelebt und gemeint, dass das, was für alle anderen gilt, natürlich nicht für die Supermacht USA gelten könne. Aber es hat sich an der Wal Street ausge-trumpt, das Positive durch Trump ist eingepreist, das Negative wartet leider noch in der Zukunft!

Und dieser Bewußtseinswandel der Amerikaner sorgt nun dafür, dass der Dax besser läuft als die US-Indizes:


(Chartvergleich Dax=schwarz und S&P500=orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Übergeordnet (also im langen Zeitfenster) ist die Lücke zwischen der Wall Street und dem Dax aber immer noch sehr groß:

Der Dax hatte Anfang 2015 seine QE-Droge bekommen und enteilte damals den US-Inidzes, aber das hielt nicht so lange vor. Seit Ende des 2.Quartals 2018 ist beim Dax (und fast allen andere Indizes der Welt) der Wurm drin, nur die Amerikaner meinten, im September noch einmal auf neue Allzeithochs klettern zu müssen – ist ja alles so schön bunt hier! Aber nun eben die Ernüchterung – also bleibt noch die letzte Hoffnung, dass das Spiel weiter gehen möge dank Messias Powell..

Genau das könnte noch einmal zu einer Erholung auch der Wall Street führen: die Erwartung, dass die Fed  ein bißchen nervös werden  und daher zwar noch einmal die Zinsen anheben wird, aber das mit dovishen Signalen. Genau darauf dürften die Märkte im Vorfeld der Fed-Entscheidung am Mittwoch spekulieren – und damit dann auch den derzeit überverkauften Zustand abbauen. Aber ob das nachhaltig sein wird? Was, wenn Powell dann doch nicht liefert?

Der Dax jedenfalls hat weiteres Potential für eine Erholung, um dann das Gap bei 11090 Punkten zu schließen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber ein Bullenmarkt wird damit noch lange nicht daraus..

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