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Aktien

Dax: bissl viel auf einmal..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Dax hat heute Morgen einen sehr großen Schluck aus der Pulle genommen – und dabei den wichtigen Widerstand bei 9575/80 glatt durchschritten:

Dax0103162

Wie von Geisterhand gezogen schnellte der Index nach oben. Nun aber der erneute Test des eben gebrochenen Widerstands:

Dax0103163

Das ist durchaus ein übliches Muster: ein Widerstand wird gebrochen, der Kurs steigt dynamisch weiter, weil stops der Shorties gezogen werden und andere auf den fahrenden Zug mit Bruch des Widerstands aufspringen. Dann aber gehen die Käufer aus, der Kurs setzt wieder zurück – in diesem konkreten Beispiel heute Morgen, weil der Einkaufsmanagerindex aus der Eurozone etwas besser ausgefallen war als erwartet mit 51,2 (Prognose war 51,0). Das wiederum dämpft die EZB-Stimulushoffnungen, daher der Rücklauf.

Entscheidend ist nun, dass der Index nicht mehr nachhaltig unter die 9575/80er-Zone fällt – sonst wäre das ein Fake-Ausbruch, der die Dynamik auf die Unterseite verschieben würde. Hält sich der Dax darüber, liegt das nächste Kursziel bei 9715 Punkten. Zu beachten ist jedoch, dass der Ölpreis die Rally heute Morgen nicht mitgemacht hat, wohingegen der Dollar-Yen den Ausbruch der Aktienmärkte mit seinem Anstieg über die 113er-Marke bestätigt.

Stützend wirken vor allem die Aussagen von William Dudley von der New York Fed, der weiteren zeitnahen Zinsanhebungen erst einmal eine Absage erteilt hat. In Richtung EZB-Sitzung am 10.März kommen jedoch Stück für Stück wieder die Risken in den Blick, denn die Notenbank müßte schon Wundersames leisten, um die gigantischen Erwartungen der Märkte nicht zu enttäuschen..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Bert

    1. März 2016 10:27 at 10:27

    „Nichts ist spannender als Wirtschaft.“ (Wiwo)

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      Wolfgang Koch

      1. März 2016 10:44 at 10:44

      Das stimmt so.Nur hat das,was sich im Moment abspielt so gar nichts mit Wirtschaft zu tun!Gelddrucken oder virtuell erschaffen ist nicht spannend,sondern kriminell,auch wenns hier die „Guten“tun,die warum auch immer sich das Recht dazu nehmen!

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        Bert

        1. März 2016 11:09 at 11:09

        Das ist mir schon klar. War auch nicht ganz ernst gemeint.

        Nur in einem Punkt haben Sie unrecht: Auch kriminelle Dinge können spannend sein, sehr spannend sogar. Denken Sie mal an die an Flut an Krimis, die jedes Jahr gedruckt und ausgestrahlt werden: UNRECHT. Die antike griechische Tragödie behandelte schon vor Jahrtausenden Fälle von UNRECHT, nicht selten mit historischem Kern. Vergleicht man die Entwicklungen an den Börsen (durchaus auch auf Unrecht fußend) mit denjenigen Dingen, die von Millionen von Menschen als spannend wahrgenommen werden (Fußball, Deutschland sucht den …): Ich bleibe dabei: In der Finanzwelt herrscht deutlich mehr Spannung.

        • Avatar

          Wolfgang Koch

          1. März 2016 12:57 at 12:57

          Hallo Cindy!Spannung liebe ich auch.Ist ja das Salz des Lebens.Meine Ehefrau(die beste von allen!)schaut auch mehr&mehr Krimis.Scherzhafter oder vorausschauenderweise habe ich Sie schon gebeten mich schmerzlos um die Ecke zu bringen,wenn denn vonnöten. Leider habe ich eine altmodisch ehrliche Erziehung genossen,sodass ich in diesen „alternativlosen“Zeiten zwangsläufig zu den Verlierern gehöre,was aber nicht so schlimm ist,da ich jenseits des Prekariats lebe(aus eigener Leistung übrigens)Ich weigere mich nur (dumm?)stur jedem Trend nachzulaufen!Nur Aktien machen glücklich,ihr dummen Deutschen müsst mehr ins Risiko gehen,Wir schaffen das&es wird uns glücklich machen ohne Ende!Scheitert der €uro,dann scheitert €uropa,usw.usw.Meine beiden Grossväter,beide Baujahr 1921,haben damals auch dem Mainstream geglaubt.(hiess damals natürlich nicht so!)Wir schaffen den Endsieg:Erstaunlicherweise,haben beide überlebt,der eine leider ohne Beine,der andere mit Lungensteckschuss!69+74jährig verstorben.Von daher bin ich äusserst obrigkeitsaffin.Entschuldigung für diesen emotionalen Ausflug!Ich wollte damit nur ausdrücken,dass man wenig bis gar keine Chancen hat gewissen Shitsituationen zu entrinnen,wenn das Geburtsjahr nicht stimmt.Noch ist bei uns die“ Generalmobilmachung“ nur auf die Finanzseite beschränkt,noch!!!Geburtsjahrmässig bin ich auch hier Gewinner.Bestenfalls müsste ich 57jährig am Ende in den Volkssturm einrücken.

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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