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Dax: Bollwerk durchbrochen?

Hat der Dax jetzt endlich das Bollwerk durchbrochen – also den Widerstandsbereich 12600 bis 12650 Punkte nachhaltig aus dem Weg geräumt?

Markus Fugmann

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am

Hat der Dax jetzt endlich das Bollwerk durchbrochen – also den Widerstandsbereich 12600 bis 12650 Punkte nachhaltig aus dem Weg geräumt? Blickt man auf den Chart des Index, sieht es zunächst so aus:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Logisch wäre nun, dass der Dax zumindest die untere Gap-Kante des Abwärtsgaps aus dem Juni bei 12760/65 Punkten erreicht – gelänge der Sprung darüber, wäre der Weg frei bis 12920 Punkte, dem Unterstützungsniveau aus dem Mai, das dann zum Widerstandsniveau im Juni wurde.

Geholfen hat dem Dax die optimistische Wall Street, die die schwachen Zahlen von Netflix wegsteckte und sich stattdessen auf den von Fed-Chef Powell verbreiteten Konjunktur-Optimismus fokussierte: ihr lebt in der besten aller Welten, so Powells Subtext gestern, und das wird so weiter gehen, weil wir zwar weiter die Zinsen schrittweise weiter erhöhen, damit aber die Konjunktur nicht abwürgen werden. Das war Musik in den Ohren der Amerikaner, die sich ohnehin unverwundbar fühlen derzeit angesichts der derzeitigen Konjunktur – daher auch glauben, dass der Handelskrieg nicht nur gewonnen werden könne, sondern auch keinen nennswerten Schaden für die US-Wirtschaft bedeuten könne!

Mit anderen Worten: es herrscht vor allem in den USA eine Form des Optimismus, die schon an Arroganz grenzt. Wenn man in der besten aller Welten lebt, dann läßt man sich durch schlechte Netflix-Zahlen nicht die Laune vermiesen – weil Netflix schließlich niemals zweimal hintereinander enttäuscht habe. Soso. Also kauft man weiter US-Tech-Werte, als gäbe es kein Morgen, der Nasdaq 100 auf einem neuen Allzeithoch – und das hat dem Dax nach langer Blutleere wieder auf die Beine geholfen.

Aber wo Optimismus ist, ist auch Sorglosigkeit und Vertrauensseligkeit. Auf dem Hochpunkt sehen die Dinge immer besonders hübsch aus – aber kann das dauerhaft so bleiben? Derzeit stehen nur noch die USA mit ihren Konjunkturdaten gut da, in Europa und China sieht das schon anders aus. Man sollte sich also besser nicht einlullen lassen, sondern der Vertrauensseligkeit mit einem gewissen Mißtrauen begegnen!

Die wirkliche Richtungsentscheidung folgt unseres Erachtens erst mit den Zahlen der großen US-Tech-Werte wie Facebook, Amazon, Google und Apple (ab Ende Juli). Dann wird sich zeigen, ob der Optimismus wirklich berechtigt ist – oder eben doch nicht. Es werden vor allem die Ausblicke auf die nächsten Qaurtale sein, die das Potential für große Marktbewegungen haben..


Ein Bollwerk
Von Chron-Paul – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46952002

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Am gestrigen Donnerstag gab es einige eher unerwartete Bewegungen auf dem Aktienmarkt, da die Federal Reserve versprach, die niedrigen Zinssätze in den kommenden Jahren beizubehalten: Infolgedessen stürzten sowohl Gold als auch Silber ab, während der Dollar stieg aufgrund des optimistischen Ausblicks der Fed auf eine weitere wirtschaftliche Erholung.

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Aber auch die Aktienmärkte gaben nach, der Dow Jones verlor mehr als 250 Punkte nach, andere Indizes wie der S&P 500, vor allem aber der Nasdaq 100 waren in ähnlicher Weise betroffen.

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