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Hormus-Blockade treibt Ölpreise DAX bricht ein: US-Iran-Gespräche scheitern – was jetzt wichtig ist

DAX unter Druck nach scheitern der US-Iran-Gespräche
Grafik: ChatGPT

Der DAX dürfte zum Wochenbeginn deutlich tiefer in den Handel starten, nachdem die vorläufig gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Sorgen der Anleger wieder verstärkt haben. Vorbörslich notiert der deutsche Leitindex zeitweise rund 1,5 % im Minus, was auf einen nervösen Auftakt am Montag hindeutet. Belastend wirkt dabei vor allem die neue Eskalation rund um die Straße von Hormus, nachdem US-Präsident Donald Trump nach den Gesprächen eine Seeblockade der wichtigen Meerenge angekündigt hat. Damit rückt die Passage erneut in den Mittelpunkt der Märkte, während der Ölpreis zeitweise um rund 9 Prozent und die Gas-Futures um bis zu 18 Prozent zulegen.

Die Ölpreise notierten erneut über der 100-Dollar-Marke, da die Hormus-Blockade für Turbulenzen an den Energiemärkten sorgt. Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch die Reaktion der iranischen Revolutionsgarde, die eine Annäherung von Militärschiffen an die Meerenge als Verletzung des Waffenstillstands werten und nach eigenen Angaben hart beantworten will. Entsprechend könnte die Unsicherheit an den Märkten zu Beginn der neuen Woche deutlich zunehmen, vor allem nachdem sich die Aktienmärkte zuletzt noch spürbar erholt hatten.

Für den DAX wird damit kurzfristig entscheidend, wie stark der erste Rückschlag nach dem Scheitern der Gespräche tatsächlich ausfällt. Sollte die Abwärtsdynamik wieder zunehmen, dürfte zunächst der Bereich um 23.350 Punkte in den Fokus rücken. Diese Zone ist aus Sicht der Bullen von hoher Bedeutung und sollte möglichst nicht nachhaltig unterschritten werden. Andernfalls könnte sich das charttechnische Bild eintrüben, wodurch anschließend auch ein Rücksetzer an die runde Marke von 23.000 Punkten wahrscheinlicher würde.

DAX-Erholung beendet?

Der DAX scheiterte in der vergangenen Woche sowohl an der 200-Tage-Linie bei 24.103 Punkten als auch am wichtigen 61,8%-Retracement bei 24.119 Punkten – ein erster Hinweis auf nachlassende Aufwärtsdynamik. Zum Wochenauftakt dürfte der Index nun deutlich unter Druck stehen. Zeitweise fiel er im frühen Montagshandel um bis zu 1,5 Prozent auf 23.450 Punkte, ehe eine erste Stabilisierung einsetzte. Als kurzfristige Unterstützung rückt nun die 50-Tage-Linie (SMA50) bei 23.515 Punkten in den Fokus.

Von diesem Niveau aus könnte eine technische Gegenbewegung in Richtung 23.675 Punkte einsetzen. Gelingt ein Ausbruch über diese Marke, wäre im nächsten Schritt ein Anlauf auf das offene Gap bei 23.804 Punkten denkbar. In diesem Bereich dürften die Bären jedoch erneut verstärkt Verkaufsdruck aufbauen.

Sollte sich der Widerstand bei 23.675 Punkten hingegen als zu stark erweisen, droht eine erneute Abwärtsbewegung. Fällt der DAX unter die Unterstützung bei 23.515 Punkten, könnten sich die Verluste in Richtung 23.350 Punkte ausweiten. Der Bereich zwischen 23.350 und 23.280 Punkten, der durch ein weiteres Retracement definiert wird, gilt als entscheidende Unterstützungszone. Ein nachhaltiger Bruch dieser Zone würde das kurzfristige Chartbild deutlich eintrüben und weiteres Abwärtspotenzial eröffnen.

DAX bricht 1,5% ein: Hormus-Blockade und gescheiterte Iran-Gespräche belasten

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

23.515 – SMA50 (H1)

23.350 – Horizontale

23.286 – 38,2% Retracement

23.070 – Horizontale

DAX Widerstände

23.673 – Tagestief 10.04.

23.804 – Gap 10.04.

24.043 – Tageshoch 10.04.

24.080 – Gap 08.04.

24.103 – 200-Tage-Linie

24.119 – 61,8% Retracement

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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5 Kommentare

  1. So langsam übertreibt Ihr es mit der Werbung auf Eurer Webseite. Die Leserkommentare sind vor lauter Werbung nicht lesbar.

    1. @Centime, stimmt, bei mir kommen dieselben Werbeblöcke oft mehrmals untereinander (heute einer gar zehnmal), dazwischen dann irgendwo eine Leserzuschrift.
      Unter diesen Umständen ist mir die Lust vergangen, Kommentare zu lesen und zu schreiben, was mir beim derzeitigen Kommentarniveau nicht schwerfällt.
      (Adblocker will ich keine verwenden).

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Der DAX Performance Index befindet sich schon seit Mitte Mai 25 in einer Seitwärtsphase…..bei den 24 TDS…unter höheren Schwankungen nach oben und unten…

    Offensichtlich gelingt es dem Markt nicht mehr neue Käufer zu generieren…der Markt brät mehr oder weniger im eigenen Saft….

    Ohnehin sind die Märkte nicht mehr günstig…die 215 Prozent im Buffet Indikator… sprechen eine eindeutige Sprache….

  3. Nachdem die USA sich über den Eskalationsturbo entschieden haben (die Verhandlungen waren pseudo und sollten den USA nur gesichtswahrend Zeit verschaffen), wird bald der reale Kampf um die Straße von Hormus beginnen. Davon will die Börse aber anscheinend noch nicht wirklich etwas wissen, sonst würden die Preise heute schon ganz anders ins Rennen gehen.

    Allein die Tatsache das die USA der größte Verbraucher von Treibstoffen sind und die Preise an den Tankstellen nun einmal vom Weltmarkt abhängen, wird die vollkommen verzweifelte US-Regierung in ein apokalyptisches Abenteuer treiben. Ich hoffen, das die Chinesen dem Iran ausreichend mobile Luftabwehrwaffen und Russland massenhaft weitreichende Glasfaserdrohnen (Reichweite ~ 30 Kilometer) geliefert haben (vom Ukraine-Krieg habe ich schließlich aus Deutschland gelernt, das man einem völkerrechtswidrig angegriffenen Land mit Waffenlieferungen zur Seite stehen soll – Geld spielt überhaupt keine Rolle).

  4. Der Ölpreis wirkt sich ja nicht immer auf den Dax aus. Heute aber wird dies entsprechend der Fall sein.

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