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Dax: Bullen im Rinderwahn?

Die Bullen scheint nichts stoppen zu können derzeit – bis auf ihren überall durchklingenden Übermut, der schon an Rinderwahn grenzt..

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Die Märkte sind extrem entspannt – was kann schon schief gehen? Nachrichten zum Handelskrieg bekommen wir frühestens morgen, wenn Mnuchin, Lighthizer und Liu He aufeinander treffen – also richtet sich der Fokus auf die Auseinandersetzungen im Budgetstreit in den USA.

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Man wird sich einigen, diese Überzeugung scheint mit Blick auf die Kursentwicklungen an den Aktienmärkten felsenfest zu bestehen. Aber Donald Trump ist jetzt in einer sehr unangenehmen lose-lose-Situation: der ausgehandelte Deal ist so weit entfernt von Trumps Forderungen, dass er auch mit viel Verbal-Rhetorik seiner Stammwählerschaft schlichtweg nicht zu vermitteln ist. Wenn Trump aber dem Deal doch zustimmt, dürfte ihn das jede Menge Kredit bei eben diesen Stammwählern kosten. Macht Trump also auf starker Mann und ruft den nationalen Notstand aus? Aller Wahrscheinlichkeit nach muß Trump sich heute entscheiden, denn der Kompromiß muß vor Freitag Mitternacht von beiden Kammern bestätigt werden, bevor ihn der US-Präsident unterschreiben kann!

Die große Unbekannte ist, wie und ob die Märkte reagieren, sollte Trump den Notstand ausrufen. Eigene Parteileute Trumps haben ihn jedenfalls vor diesem Schritt gewarnt – aber Trump könnte nun doch versucht sein, den harten Mann zu markieren vor seiner Anhängerschaft..

All das ist für den exportlastigen Dax naturgemäß weniger wichtig als das Thema Handelskrieg – aber eine weitere Verschärfung der innenpolitischen Konflikte in den USA bis hin zum erneuten government shutdown dürfte dann über die Wall Street wohl auch auf den Dax ausstrahlen.

Dieser handelt nun auf X-Dax-Basis unmittelbar vor dem wichtigen Widerstandsbereich bei 11220 Punkten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Über der 11220 wartet dann bei 11280 noch einmal ein recht harter Widerstand: zweimal als Top im Januar – und schließlich rauschte der Dax in der Vorwoche genau von diesem Niveau aus 400 Punkte in die Tiefe (damals aufgrund der Senkung der Wachstumsprognosen durch die EU-Kommission).

Die Bullen scheint nichts stoppen zu können derzeit – bis auf ihren überall durchklingenden Übermut, der schon an Rinderwahn grenzt. Das sind meist Symptome für einen nahen Hochpunkt..


By Josemanuel. – Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1284536

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Aktien

Aktienmärkte: Die seltsam ruhig verlaufende Rally

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Downtown Manhattan - Aktienmärkte in den USA werden hier bewegt

Wenige Wochen vor dem Jahresultimo vollziehen die Aktienmärkte einen erstaunlich ruhigen Anstieg – trotz eines schwelenden Handelsstreits und mit ungewöhnlich niedriger Schwankungsbreite. Gewinnmitnahmen fallen sehr bescheiden aus und werden auch schnell wieder aufgekauft. Was hält den Markt auf diesen Höhen und warum ruht der See derzeit so still?

Handelsstreit

Wie oft hat man in diesem Jahr heftig auf Signale für die Entwicklung des Handelsstreits zwischen China und den USA reagiert? (aktuellste Lage hier nachlesen) Mit Kursanstiegen oder -einbrüchen, je nach Interpretation. Schlussendlich war der Zufluss billigen Geldes, auch in Form der Rückkäufe von Aktien stärker und man akzeptierte im Herbst urplötzlich, dass sich beide Seiten zwar nicht auf einen Deal einigen können, beiden Kontrahenten es aber nicht daran gelegen ist, die Eskalation weiter zu treiben. Zu laut waren die Warnrufe von IWF und Co, wie auch die aus Kreisen der eigenen Wirtschaft über die fatale Abwärtsspirale, die sich im produzierenden Gewerbe weltweit durch die Zölle ergeben hat. Ergebnis: Ein deutliches Abflachen der Kursreaktionen nach dem ständig fortschreitenden Meldungs-Tohuwabohu und so etwas wie ein vorweihnachtlicher Waffenstillstand.

Der Streit ist ungelöst und ist bei einer Fortsetzung in der Lage die Weltwirtschaft in die Knie zu zwingen, vor allem wegen des psychologischen Effekts. Der vielfach zitierte Attentismus der großen Unternehmen, die ihre Investmententscheidungen verschieben (müssen), wenn nicht klar ist, welche Rahmenbedingungen für Investitionsprojekte bestehen werden. Aber eines hat sich in letzter Zeit auch gezeigt: Das große Damoklesschwert im Zollstreit sind die 25-Prozent-Zölle auf chinesische Alltagsprodukte für „Joe Sixpack“ in den USA. Davor schreckt auch Donald Trump zurück, wohl wissend, dass diese nicht nur im Verbrauchervertrauen der 17 Billionen Dollar-Konsumökonomie einen Knick zur Folge haben könnte, sondern auch Trumps Wählerklientel im mittleren Westen tangieren würde. Er hatte Ihm ein besseres Leben durch seine Wirtschaftspolitik versprochen – wie anders sind seine Zollentscheidungen schon im Spätsommer zu interpretieren, gerade Artikel des Weihnachtsgeschäfts von Zusatzbelastungen zu verschonen.

Zinsen

Das Thema des Jahres. Nach der dovishen Wende der Federal Reserve am 27. Dezember 2018, gab es in punkto Zinssenkung kein Halten mehr. Um die 100 Zinssenkungen durch über drei Viertel aller Notenbanken der Welt, haben die Geldschleusen geöffnet und den monetären Faktor als einen der wichtigsten Faktoren an den Börsen bestätigt. Länder wie zum Beispiel Brasilien, Indien, Thailand, Neuseeland und Australien trieben die Leitzinsen durch mehrfache Senkungen teilweise auf Rekordtiefs. Die Flut hebt alle Boote. Aber hier ist man scheinbar an einer Haltelinie angekommen, in den USA durch die Ankündigung einer Zinspause und in Europa durch die Erkenntnis, dass Zinssenkungen unter Null doch keine Wirkung mehr entfalten könnten. Den letzten Kick für die Zuversicht der Aktienmärkte gab der Fed-Put Ende Oktober, eine verbale Versicherung von Fed-Chef Powell, einerseits nicht an der Zinsschraube drehen zu wollen, andererseits aber „Gewehr bei Fuß“ zu stehen, sollte sich die Konjunktur durch Implikationen aus dem Handelskonflikt weiter abkühlen.

Investitionsquote der Fonds

Es war für die Fonds schon ein verzwicktes Jahr. Nachdem man im Dezember 2018 die Talfahrt im schlechtesten Schlussmonat seit Jahrzehnten so richtig mitgemacht hatte, nach einer Notbremse den Aufschwung zu Jahresbeginn aber etwas verschlafen hatte, waren Hedgefonds und Publikumsfonds im Sommer vielfach aus den Märkten ausgestiegen, in der Erwartung, dass Handelsstreit, Brexit und Konjunkturabschwächung tiefere Einstiegskurse generieren würden. Eine Fehleinschätzung, die zu einer deutlichen Underperformance gegenüber dem S&P 500 geführt hat und zu einem schmerzhaften Pain Trade, wie es die Novemberumfrage von Bank of America/Merrill Lynch gezeigt hat. Was für ein Schlamassel, sollte es vor dem Jahresende noch zu einer substanziellen Korrektur kommen. Ein ständiger Mittelabfluss von Anlegern in die kostengünstigen Exchange Traded Funds ETFs und dann rennt man als kostenintensiver Market Timer noch hinter der Performance hinterher, wie aktuelle Daten es untermauern. „Bitte jetzt nicht noch eine Korrektur vor Weihnachten“, wird mancher Hilferuf der Manager in Richtung Börsenhimmel lauten.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Finanznews

Handelskrieg: „Deal ist nahe“! Videoausblick

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Und einmal mehr neuer Optimismus in Sachen Handelskrieg: Larry Kudlow sagte gegenüber Reportern, dass der Deal nahe sei („it´s close, but not done yet“). Das erinnert an die ungezählten Aussagen Kudlows in der Vergangenheit, die allesamt nicht eintrafen: bis heute gibt es keinen Deal. Aber die Märkte (oder besser die Algos) springen wieder einmal auf die Nachricht an, die US-Futures daher heute höher. Dabei ist die Realität: man kann sich nicht einmal auf die Menge der US-Landwirtschaftsprodukte einigen, die China kaufen soll! Weit entfernt von einer Einigung ist man auch in der Frage Rückabwicklung der Zölle. Heute im Fokus die US-Einzelhandelsumsätze mit der Frage, ob der US-Konsument wirklich so gut dasteht wie behauptet…

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Finanznews

Bullenmärkte und Bärenmärkte! Marktgeflüster (Video)

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Bärenmärkte enden, wenn es nicht mehr schlimmer kommen kann. Und Bullenmärkte enden, wenn alles so gut scheint, dass es nicht mehr besser werden kann. Derzeit ist die Stimmung: alles ist super, was soll schon schief gehen? Heute das BIP Deutschlands besser als erwartet (mit der aus Sicht der Märkte allerdings negativen Folge, dass die deutsche Regierung Stimulus-Maßnahmen vehment ablehnt), aus China jedoch eher Hiobsbotschaften aus der Konjunktur. Und China signalisiert einmal mehr, dass ohne einen schrittweisen Abbau der Zölle der Phase1-Deal nicht unterschreiben wird. Aber die Aktienmärkte nehmen das drohende Scheitern der Gespräche zwischen den USA und China nicht wirklich ernst. Mit dem Fed-Put, so der Glaube, gibt es keine größeren Rückschläge mehr..

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Hinweis: heute, 14.11. um 20.00Uhr Webinar mit dem Titel „Kommt jetzt die Jahresendrally?“. Sie können das Webinar unter https://www.facebook.com/capitalcomdeutsch/ live mitverfolgen!

Hinweis: am morgigen Freitag gibt es abends kein marktgeflüster (den Videoausblick morgens jedoch schon)..

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