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Dax: Chance auf mehr

Alles spricht für steigende Aktienmärkte, aber wenn das – wie derzeit besonders in den USA – alle denken, ist das nicht ohne Gefahr..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern hat der Dax endlich die Kurve gekriegt und sich der weltweiten Rally an den Aktienmärkten angeschlossen – die Lücke zum Leitindex S&P 500 ist kleiner geworden. Und das obwohl der Euro gestern ebenfalls zulegen konnte, was den deutschen Leitindex jetzt auf einmal nicht mehr zu interessieren scheint. Warum der Dax also ausgerechnet gestern plötzlich durchstartete (und nicht schon in den Tagen zuvor, als die Wall Street ja schon haussierte), entzieht sich also gewissermaßen einer rationalen Erklärung.

Vermutlich hatte sich da etwas aufgestaut: der Dax hatte ja lange genug untätig zugesehen, wie die Wall Street von einem Allzeithoch zum anderen jagte. So hat der Dow Jones einen neuen Rekord gebrochen: in nur 23 Handelstagen kletterte der Index von 24.000 auf 25.000 Punkte (der schnellste Anstieg von einer Tausender-Marke zur nächsten in der über hundertjährigen  Geschichte des Index), getrieben vor allem von Finanzwerten – einem Sektor, der unseres Erachtens das größte Potential im derzeitigen Umfeld hat.

Charttechnisch hat sich die Ausgangslage für den Dax mit dem gestrigen Anstieg deutlich verbessert – jetzt aber gilt es, die Widerstandszone 13190/13220 zu knacken, an der der Index gestern noch gescheitert war:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Diese Widerstandszone zu knacken, wird nicht ganz einfach. Denkbar ist daher, dass der Dax sich erst einmal die Zähne an diesem harten Bereich ausbeißt und dann entnervt erst einmal nach unten dreht – doch ist zu erwarten, dass die Zone um 13090 eine solide Unterstützung darstellt, die einen zwischenzeitlichen Rückfall aufhalten dürfte. Im Optimalfall würde der Dax mit Überwinden der 13190/13220 dann zügig in Richtung des Dezember-Hochs bei 13340 Punkten laufen können.

Viel wird natürlich davon abhängen, wie die heutigen US-Arbeitsmarktdaten ausfallen werden. Die Erwartungen sind nach den gestern sehr starken ADP Arbeitsmarktdaten gestiegen, von daher ist natürlich auch das Enttäuschungspotential größer, wenn die Daten die erhöhten Erwartungen verfehlen sollten. Aber das wäre dann vielleicht eher ein Problem für den Dollar als für die Aktienmärkte, die derzeit ja sowieso alles rosig sehen. Sind die Daten schlecht, sagt man: ist doch schick, dann wird die Fed nicht so stark an der Zinsschraube drehen. Sind die Daten gut, heißt es: die Konjunktur brummt, hurra! Das Glas ist also stets halbvoll, nicht halbleer aus der Sicht der Aktienmärkte, vor allem der US-Aktienmärkte.

Aber während die Dax-Stimmung zwar auch optmistisch ist, herrscht in den USA inzwischen eine Euphorie, die sich schon fast zur Hysterie ausgweitet hat (siehe dazu „Der perfekte Kontraindikator? Amerikas Privatinvestoren so optimistisch wie seit drei Jahren nicht mehr!“). Das heißt nicht, dass es nun an der Wall Street sofort nach unten gehen muß, aber es ist doch eine erhöhte Vorsicht angebracht: überbordender Optimismus gepaart mit überkauften (US-)Märkten ist eigentlich ein immer wieder kehrendes Muster von Korrekturen in Bullenmärkten! Und solche Korrekturen sind dann zwar meist recht kurz, was ihre Dauer, aber eben auch sehr heftig, was ihre Intensität betrifft!

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    5. Januar 2018 11:17 at 11:17

    Tja.
    War wohl nix.
    Börsen-Tsunami mal wieder verschoben, Herr Fugmann?
    Wann begreifen Sie bitte endlich, dasss Kostolanys Börsengesetze NICHT(!!!!) mehr gelten?
    Zu Kostolanys Zeiten zockte man auf eigene Rechnung.
    Heutzutage richtet es die NOTENBANK = KEINERLEI Risiko mehr:
    Zu Pessimistenzeiten wird gekauft.
    Und jetzt, in Euphoriezeiten, ebenso.
    Intel? Kaufen, was heißt schon Sicherheitsleck.
    Apple-Gewinnwarnung wegen I-Phone X? Kaufen, kaufen, kaufen!
    Lieschen Müller hat Bitcoin? Kaufen, kaufen, kaufen, buy the fucking dip.
    Die BILD-Zeitung wirbt für Aktien? Kaufen, kaufen, kaufen, kaufen.

    Was haben wir aus der Dotcom-Welle gelernt?
    Es war niemand da, der den „Investoren“ (=Casino-Zockern und Bänkstern) das Risiko abgenommen hat.
    Das war übel und musste geändert werden.
    Jetzt gibt es die NOTENBANK als Market Player.
    Der Steuerzahler zahlt.
    Die nächsten Generationen zahlen.
    Die Rechnung kommt, klar, aber mañhana, mañhana!
    Merke es im ganz persönlichen Umfeld bereits:
    „Schulden? Klar hab ich welche, und bald noch viel mehr! Das zahlen die Kinder dann ab.“

    Wir werden die 26.000 bald sehen und die 14.000.
    Und womöglich die 185.000 beim Dow, klaro.
    Es wird die Susi Sorglos-Rallye geben mit Lieschen Müller!
    Und auch das kein Grund, die Party zu beenden.
    Mafio Droghi warnt vor Bitcoin. Und kauft selbst welche, klaro (buy the dip).

    Der Irrsinn hat erst angefangen, Herr Fugmann.
    Es gibt da kein Zurück mehr, denn jeder Crash auf jetzigem Level bedeutet das Aus für das Finanzsystem (das Aus für Trump und seine Finanz-Junta, das Aus für Junckers Steuerparadiese, das Aus für Lloyd Blankfein und damit Gott selbst)
    Der Irrsinn folgt nur einem einzigen Gesetz: dem des größtmöglichen Wahnsinns.
    2018 wird ein langweiliges, berechenbares Jahr:
    Die Rallye geht weiter.
    Nächster EZB-Präsident wird ein linkssozialistischer Grieche werden (natürlich unter „offiziellem“ Protest der GroKo Bundesregierung/Alibi-Weidmann und heimlich-deutlicher Zustimmung!)
    Trump dereguliert bis der Arzt kommt = Euphorie hält an, bis über alle Midterm-Wahlen
    Die EU wird Schuldengemeinschaft (Eurobonds) mit gemeinsamem „Haushalt“
    Kryptos werden als Parallelwährungen eingeführt
    Fugmann wird vor Crash warnen, während die Märkte steigen

    Na denn glückauf!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Januar 2018 11:33 at 11:33

      @Macwoiferl, ich kann mich nicht erinnern, vor einem Crash gewarnt zu haben! Ich sehe alsbald die Gefahr einer Korrektur der US-Indizes wegen überbordendem Optimismus/Sentiment – gehe aber für 2018 insgesamt von dann höheren Kursen aus. Und der Artikel, den Sie hier kommentieren, ist ja nicht gerade eine Crash-Ansage, wie schon der Titel „Dax – Chance auf mehr“ klar macht!

      • Avatar

        baeuerin

        5. Januar 2018 11:42 at 11:42

        Ja das darf doch nicht wahr sein!!
        Sie gehen von hoeheren Kursen aus,als JETZT??
        Goldman&Fugmann..spielen in der selben Liga?
        Wie @Woifer“l schon sagte….wenns in der Bild steht,dann aber ganz schnell RAUS!!

  2. Avatar

    Macwoiferl

    5. Januar 2018 11:58 at 11:58

    Oje, Herr Fugmann.
    Ich denke da nicht a la Minute, sondern in Zeiträumen.
    Wenn es einen letzten Bären-Tummelplatz gibt auf dieser Erde ist das hier, die FMW.
    „Finanz-Tsunami“ etc. pp., all das waren und sind Ihre Schlagzeilen hier!
    Ich sage ja nicht dass Ihre Skepsis verkehrt ist. Im Gegenteil, höchst unterhaltsam!
    Nur Ihre Denke und Ungeduld.
    Sie werden den Crash erleben. Aber womöglich eben als Spätrentner. Major Rütting am Rollator, wenn ich dies so sagen darf.
    Fakt ist doch: Man will die ganz, ganz große Champagnersause feiern und dieses, wie ein kleines Kind, jetzt, sofort und auf der Stelle, und dann für ganz, ganz lange!
    Fakt ist: jedweder Verstand ist ausgehebelt. Es ist Karneval. Der Irrsinn regiert. Tröööööt, wollen wir ihn rauflassen, den DAX? Ja freilich!
    Fakt ist auch: Gesetze sind heutzutage dazu da, höchstens für einen winzigen Augenblick, sagen wir fünf Minuten zu gelten. Dito Gesetzmäßigkeiten. Die EU z.B. ist dort, wo es „die Märkte“ benötigen, längst dereguliert (z.B. 3%-Defizitgrenze, Euro-Rettung etc.). In den USA schafft Trump alles Störende ab. Die SPD sagt „nie wieder GroKo“, um dann ungestraft, ja vom Wähler sogar eingefordert: GroKo zu machen. Prinzipien brechen, Versprechen nicht einhalten, Inhalte „umtexten“, das komplette Leben ist heutzutage deregulierbar ohne Konsequenzen.
    Das alles ist anders als zu Kostolanys Zeiten, wo sich Börseneuphorie womöglich rächte.

    Sie schreiben so was auch manchmal.
    Aber Sie scheinen das nicht zu begreifen!

    • Avatar

      baeuerin

      5. Januar 2018 12:18 at 12:18

      +++Sie werden den Crash erleben. Aber womöglich eben als Spätrentner. Major Rütting am Rollator, wenn ich dies so sagen darf.++
      Ein Bayer,wie Hr.Fugmann incl.Mir..,werden den Crash als Fruehrentner erleben!!
      Die Hyperinflation, wird u.a.Mio.Menschen das Genick brechen…ohne Fremdeinwirkung!!

  3. Avatar

    Macwoiferl

    5. Januar 2018 12:08 at 12:08

    @baeuerin:
    Was ich sagte:
    Obwohl es in der BILD steht: alle rein, rein, rein!

    Kostolany ist tot!
    Es lebe der Irrsinn!

    • Avatar

      baeuerin

      5. Januar 2018 12:31 at 12:31

      Ich habe im Jahre 2000, auch noch die Bild gelesen und bin als dummer Lemming darauf reingefallen!!
      Da wuchsen die DWS-Primaten(Provisionsgeier),wie Schwammer“l aus dem Boden….
      Ich habe mich noch bei 8000Pkt.im DAX .. einlullen lassen!

      • Avatar

        PK

        5. Januar 2018 13:26 at 13:26

        haha, da kommt das also her !
        Ein Trauma aus den Frühzeiten der eigenen Spekulation.
        Man will natürlich aus den eigenen Fehlern lernen und so sorgt das Gehirn dafür, daß einem sowas garantiert nicht nochmal passiert. An sich kein so schlechter Selbstschutz, aber alles was in der Natur der Neandertaler mal funktioniert hat ist an der Börse leider verkehrt.
        Taleb sagt mal, „we are flawed beyond repair for this environment“.
        Er hat recht !

        • Avatar

          baeuerin

          5. Januar 2018 14:09 at 14:09

          Ich bin wenigstens ehrlich,zu meinem Fehler!!!!….aber auch zu Neandertaler“s-Zeiten,war Gold praesent!
          Seit 2005 habe ich mich fuer phys.Gold und Freiheit entschieden und ich fahre bis heute sehr gut damit!!
          DEFEKT….wird bald die mehrheitliche Bevoelkerung sein!!!
          @PK…man sieht,dass sie manisch veranlagt sind!

          • Avatar

            PK

            5. Januar 2018 15:59 at 15:59

            die Frage ist immer, was ist ein Fehler ?
            Geld zu verlieren ist an sich noch kein Fehler. Denn das gehört an der Börse dazu. Einmal Geld zu verlieren und dann die beleidigte Leberwurst zu spielen und „nie mehr Aktien“ zu heulen nur weil man sich einmal die Finger verbrannt hat ist dagegen ganz sicher ein Fehler.
            Aber Gold ist aktuell sicher keine schlechte Idee. 2018 würde ich tatsächlich erstmals seit Jahren eher auf Gold als auf Aktien setzen.
            Aber man muss eben in der Lage sein sein Fähnchen in den Wind zu hängen. Opportunisten ohne klare eigene Meinung sind an der Börse die erfolgreichsten.

        • Avatar

          Wolfgang M.

          5. Januar 2018 14:28 at 14:28

          @PK. Ich wusste, dass er Nassim T. nicht verstanden hat. Was mir neu ist, dass man in der Zeit von 130 000 bis 30 000 vor Chr. schon Gold gefördert hat??

          • Avatar

            baeuerin

            5. Januar 2018 15:07 at 15:07

            Muss man Nassim T. kennen?
            Ich finde es aber gut,dass du dich noch in der Vergangenheit bewegst!

        • Avatar

          baeuerin

          5. Januar 2018 16:21 at 16:21

          Ich habe nie behauptet,seitdem keine Aktien mehr zu halten!!!
          Ich habe nur in Gold bzw.in G-Minen Aktien invest.!
          Beleidigte Leberwurst?
          Das waere ja so in etwa,wenn ich jetzt in Kryptos invest.wuerde und dann Absturz….
          Dann bin ich nicht beleidigt,sondern DUMM!!!
          Vorallem wenn ich schon lese:WAEHRUNG
          Damals war ich GIERIG …aber (man) lernt aus Fehlern!!
          Mein Fehler war,bei einem Versicherung-Fuzzi,die Vertraege zu unterschreiben!!(DWS Fonds)

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Aktien

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Claudio Kummerfeld

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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