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Dax-Charttechnik: Beginn eines neuen Abwärtstrends?

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass sich in den nächsten Tagen und Wochen weiteres Korrekturpotential bis in den Bereich der 50 % Fibonacci-Korrektur bei 12.671 oder sogar bis zur 61,8 % Korrektur bei 12.477 entwickeln kann..

Markus Fugmann

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am

Eine Analyse von Karsten Kagels

Der abgebildete Wochenchart des DAX-Index zeigt die Kursentwicklung seit Mitte 2016. Wir blicken auf einen Aufwärtstrend, der im Februar 2016 bei einem Indexstand von 8.700 Punkten begann, und im November 2017 ein historisches Hoch bei 13.525 Punken erreichte, bei einem aktuellen Wochenschlusskurs von 12.861,49 Punkten.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Vor vier Wochen hatte der DAX-Index ein neues historisches Hoch bei 13.525 Punkten erreicht und konnte dann seinen eindrucksvollen Aufwärtstrend nicht mehr fortsetzen. Ausgehend von der runden Zahl 13.500 setzte ein relativ starker Abverkauf ein und der DAX-Index entwickelte eine Umkehrkerze und Aussenkerze an der langfristigen Widerstandslinie, die im abgebildeten Wochenchart rot eingezeichnet ist.

Innerhalb von zwei Wochen fiel der Index dann fast punktgenau auf das 38,2 % Fibonacci-Korrektur Niveau bei 12.868 Punkten zurück. Vor zwei Wochen gab es eine deutliche Kurserholung, die jedoch durch den starken Abverkauf in der vergangenen vollständig korrigiert wurde.

Trendindikatoren positiv

Die von uns genutzten Trendindikatoren sind drei einfache Gleitende Durchschnitte (GD), nämlich der 20 Wochen (blaue Linie im Chart), 50-Wochen-GD (grüne Linie) und 200 Wochen-GD (braune Linie). Alle drei Gleitenden Durchschnitte zeigen aufwärts, was positiv zu werten ist.

Aufwärtstrend unterbrochen

Der DAX-Index bewegte sich ausgehend vom Septembertief über elf Wochen in einem parabolischen Anstieg aufwärts, ohne dass ein Vorwochentief unterschritten wurde. Vor vier Wochen wurde der Aufwärtstrend unterbrochen, als im Zuge der Aussenkerze das Vorwochentief bei 13.214,60 Punkten unterschritten wurde.


Beginn eines Abwärtstrends?

Die negative Kursentwicklung in den vergangenen vier Wochen könnte jetzt den Beginn eines Abwärtstrends einleiten. Aus charttechnischer Sicht hat sich ein sogenanntes 1-2-3-Hoch entwickelt, welches einen Abwärtstrend definieren kann. Eine Bestätigung dafür würde dann vorliegen, wenn das Vorwochentief bei 12.810,13 unterschritten wird.

Langfristige Widerstandslinie blockiert weiteren Anstieg

Im abgebildeten Monatschart mit logarithmischer Skalierung ist zu sehen, dass der DAX-Index im November eine langfristige Widerstandlinie im Bereich von 13.500 Punkten erreicht hatte. Allerdings ist dort die Dynamik ins Stocken geraten und der DAX-Index notiert jetzt wieder unter dieser Widerstandslinie, was negativ zu werten ist. Zudem hat sich die Novemberkerze als Umkehrkerze entwickelt und am ersten Handelstag im Dezember wurde ein 2-Monats-Tief erreicht.

Aus Sicht des Monatscharts ist der Aufwärtstrend unterbrochen.


Fazit unserer Chartanalyse

Der Aufwärtstrend des DAX-Index aus Sicht des Wochencharts ist unterbrochen. Möglicherweise liegt hier schon der Beginn eines Abwärtstrends vor. Auch konnte die wichtigste langfristige Widerstandslinie im Bereich von 13.500 Punkten nicht überschritten werden.

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass sich in den nächsten Tagen und Wochen weiteres Korrekturpotential bis in den Bereich der 50 % Fibonacci-Korrektur bei 12.671 oder sogar bis zur 61,8 % Korrektur bei 12.477 entwickeln kann.

Solange das aktuelle Novemberhoch bei 13.525 Punkten nicht überschritten wird, sollte das Chartbild als neutral bis verhalten negativ eingeschätzt werden.

 

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de

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