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Dax: Da muß er drüber..

Erst einmal ist alles irgendwie rosig für den Dax: die US-Futures euphorisiert durch die Zahlen vor allem von Amazon, dazu die Schwäche im Euro - mehr geht eigentlich nicht! Aber nun muß der Dax eben auch liefern, nachdem er seit Februar nun viermal an dieser 12650er-Marke gescheitert ist!

FMW-Redaktion

Da hat sich der Dax schön vorgearbeitet gestern! Zunächst verunsichert durch die scheinbar wenig dovishen Aussagen Draghis mit dem Test der 12400er-Marke – aber dann fiel der Euro durch die 1,2150er-Unterstützung, dazu kamen Hoffnungen auf eine Beilegung des Handelskonflikts zwischen den USA und China durch die Ankündigung, dass Larry Kudlow den US-Finanzminister Mnuchin nach Peking begleiten werde.

Und so pirscht sich der Dax wieder in Richtung der neuralgischen 12650er-Marke:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Da muß er drüber – wie wiederholen uns da, aber so ist es eben! Nun sind wir auch an einem wichtigen Punkt in der Relation zwischen Dax und Euro-Dollar: der Dax könnten heute den Euro „überholen“:


(Chart durch anklicken vergrößern; Dax schwarz, Euro-Dollar orange)

Aber selbst wenn der Dax den Sprung über die 12650er-Zone schaffen sollte, droht weiter im ganz großen Bild eine ganz große Schulter-Kopf-Schulter-Formation, wenn dem Dax noch einmal der Anstieg in Richtung 12950/13000 gelänge:

https://twitter.com/NorthmanTrader/status/989184541561708544

Aber erst einmal ist alles irgendwie rosig für den Dax: die US-Futures euphorisiert durch die Zahlen vor allem von Amazon, dazu die Schwäche im Euro – mehr geht eigentlich nicht! Aber nun muß der Dax eben auch liefern, nachdem er seit Februar nun viermal an dieser 12650er-Marke gescheitert ist!

Bei aller Euphorie: jetzt wird es im Mai saisonal tendentiell ungünstig: die Zahlen der Dax-Unternehmen sind dann weitgehend abgefrühstückt, die Dividenden eingestrichen, sell in may also? Auch für die US-Märkte ist der Mai in Jahren mit Zwischenwahlen normalerweise keine gute Zeit. Und nun sind die Zahlen der großen US-Tech-Werte weitgehend bekannt (am 1.Mai noch Apple), die Kurse steigen – aber woher kommt jetzt der nächste Schub, die nächste Motivation für eine Rally?

Im kurzen Zeitfenster jedenfalls sehen wir für den Dax bessere Chancen als für die US-Märkte, vor allem, wenn der Dollar weiter aufwerten sollte und der Euro weiter unter Druck kommt. Dollar-Stärke ist eine Belastung für die „multinationals“, also die international tätigen großen US-Konzerne. Und eben eine Belastung für diejenigen, die in Dollar verschuldet sind – also mindestens die halbe Welt. Und die Dollar-Aufwertung könnte aus verschiedenden Gründen eine ungeahnte Heftigkeit bekommen: erstens war etwa Euro-Dollar sehr lange in einer seitwärtsgerichteten Schiebezone, die sich nun impulsiv entladen könnte nach unten. Zweitens sind die Märke extrem Dollar-short positioniert – und niemand rechnet wirklich mit einem stärkeren Dollar!

Daher ist der Dollar gewissermaßen der schwarze Schwan, der der Party an der Wall Street, aber auch in den Emerging Markets den Stecker ziehen könnte!



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