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DAX daily: Ausbruch aus der Seitwärtsphase – nächste Korrektur-Welle?

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Sehen wir diese Woche die nächste Korrektur-Welle im Dax? Der Handel in der zurückliegenden Verfallswoche war relativ ruhig. Der Dax hat am Freitag mit einem Schlusskurs bei 12.330 Punkten geschlossen. Nachbörslich hat sich allerdings noch einiges getan. Zum Börsenschluss der US-Indizes wurde der Dax kräftig nach unten gezogen. Über das Wochenende ging es sogar noch weiter in Richtung Süden. Aber wie so häufig konnte sich der Dax im asiatischen Handel erholen. Das Nachttief wurde unter der 12.000er Marke bei 11.992 markiert. Danach setzte aber eine Erholung in der Asien-Rampe ein. Wie ich bereits letzte Woche angedeutet habe, kann der große Verfall zu einem Wendepunkt führen. Die Wahrscheinlichkeit das der Dax diese Woche oder sogar vielleicht schon heute aus seiner Seitwärts-Range ausbricht ist hoch. Bisher ist nur noch nicht klar – in welche Richtung. Die Tendenz geht aber in Richtung Korrektur.

News und fundamentale Situation

Die Ereignisse und Nachrichtenlage bleibt weiterhin angespannt rund um Wirecard. Am Wochenende musste die Aktie weitere Kursverluste hinnehmen. Am Samstag ist der Kurs bereits wieder auf 22,50 Euro zurückgefallen. Vorbörslich sieht es noch schlechter aus, bei Lang & Schwarz liegt der Kurs bei 15 Euro. Zumindest gibt es bisher keine Anzeichen dafür, dass die Gläubiger ihre Kredite kündigen wollen. Nichtsdestotrotz hat die Ratingagentur Moody’s den Daumen gesenkt und die Anleihen von Wirecard auf Ramschniveau (Junk) abgestuft. In der Nacht auf Montag hat Wirecard eine Pressemitteilung veröffenticht. Darin heißt es, dass die Bankguthaben auf den Treuhandkonten – 1,9 Milliarden Euro – mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nicht existieren.

An Konjunkturdaten aus Deutschland ist für heute nicht viel zu erwarten. Morgen sieht es schon interessanter aus, dann werden die Daten zum Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen veröffentlicht. Am Mittwoch folgt noch der ifo-Geschäftsklimaindex.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax wird heute höchstwahrscheinlich mit einem Abwärts-Gap in den Handel starten. Eine Halbestunde vor Börseneröffnung liegt der Kurs bei 12.160 Punkten. Das ist ein gutes Stück von seinem Schlusskurs (12.330) vom Freitag entfernt. Zwar hat sich der Dax zurück in seine Seitwärts-Range gekämpft, handelt aber genau an der Unterstützung. Unterschreitet der Dax die SMA200 bei 12.150 könnte das nächste Ziel die psychologische Marke von 12.000 sein. Darunter wären die nächsten Anlaufpunkte das offene Gap bei 11.911 und die 11.830. Demgegenüber könnte sich der Range-Handel fortsetzen, wenn der Dax die 12.150 hält und damit die SMA200 verteidigt. Auf der Oberseite kämen dann die Widerstände bei 12.270 und die 12.330 ins Spiel.

Dax Unterstützungen (US):

12.150 – SMA200 Tageschart

12.100 – 38,2% Retracement

12.000 – psychologische Marke

11.830 – US im Stundenchart

Dax Widerstände (WS):

12.150 – SMA200 Tagesbasis

12.270 – vorbörsliches Hoch

12.430 – WS der Seitwärtsphase

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Ausbruch aus der Seitwärtsphase – steht die nächste Korrektur bevor?

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Aktien

Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei S&P 500 und Nasdaq

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Wie ist kurz vor dem Wochenende die Lage im S&P 500 und im Nasdaq? Das schaue ich mir ganz aktuell im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktienmärkte aktuell: Der nächste Corona-Hype durch Remdesivir

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Und die nächste Jubelmeldung über ein Medikament, welches das Coronavirus bekämpfen soll. Remdesivir (der schon wieder) soll laut ganz aktueller Veröffentlichung des Herstellers Gilead Sciences das Todesrisiko bei Patienten um 62 Prozent senken. Hurra, es kann endlich wieder aufwärts gehen an der Börse? Die Aktienmärkte steigen. Der Dow Jones steigt in den letzten Minuten um 150 Punkte, der Dax um 54 Punkte. Wie lange kann diese Euphorieblase dieses Mal die Kurse pushen? Wann folgt die Enttäuschung? Oder ist es dieses Mal wirklich der Durchbruch?

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