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DAX daily: Bringen die Hexen den Dax-Zug zum Stehen?

Der Dax hat es schon wieder getan, im gestrigen Handel markierte er bei 14.804 eine neue Bestmarke. Damit setzt sich die Rekordjagd auch nach dem Fed-Event fort. Die US-Notenbank hat nochmal alles in die Waagschale geworfen, was sie zu bieten hat. Während die Wirtschaftserholung kräftig anzieht, setzt die Fed dennoch ihren Kurs der ultralaxen Geldpolitik fort. Aus rationaler Sicht ergibt das wenig Sinn, aber es erfreut natürlich die Aktienmärkte. Einen kleinen Beigeschmack hat es aber, denn die Märkte sind im Gegensatz zur Fed der Meinung, dass die Inflation anziehen wird. Das lässt wiederum die Renditen am Anleihemarkt steigen.

In den vergangenen Handelstagen hat ein Adrenalinschub nach dem anderen die Anleger angestachelt, den Dax weiter in Richtung der 15.000er Marke zu befördern. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass ein „old-economy“ Unternehmen wie Volkswagen einen regelrechten Hype auslöst. Die VW-Stammaktie ist innerhalb eines Jahres um 180% angestiegen, das erinnert im Ansatz an die Entwicklung der Tesla-Aktie. Der euphorisierte Dax beendete den Handelstag schließlich mit einem Plus von 178 Punkten (1,23%) bei 14.775 Zählern. Am späten Nachmittag sind die US-Börsen wegen des rasanten Renditeanstiegs unter Druck geraten, in der Folge kam es zu Gewinnmitnahmen. In der Spitze ist die 10-jährige Anleiherendite bis auf 1,75% angewachsen. Infolgedessen wurden besonders die wachstumsorientierten Techwerte auf Talfahrt geschickt, aber auch der Dax und Dow Jones mussten Federn lassen.

Nach der Fed ist vor dem Verfall. Im Laufe des heutigen Handelstages verfallen die wichtigen Terminkontrakte im deutschen Leitindex. Zwar kommt es am Hexensabbat nur noch selten zu Kurskapriolen, aber im Anschluss an den großen Verfall werden die Karten häufig neu gemischt. Bevor der Dax die runde 15.000er Marke erklimmen kann, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir zunächst eine Zwischenkorrektur sehen. Zum Beispiel könnte der Dax das Level bei 14.600 anlaufen und als Sprungbrett für den nächsten Anstieg nutzen, aber auch eine Konsolidierung bis in den Bereich bei 14.475 wäre denkbar.

News und fundamentale Daten

Vor wenigen Minuten wurde bei uns der Erzeugerpreisindex veröffentlicht. Die Erzeugerpreise steigen wie erwartet um 0,7% an, zuvor waren es 1,4%. Damit setzt sich der inflationäre Trend fort. Bereits im gestrigen Handel hat der Philly Fed Herstellungsindex mit 51,8 den höchsten Wert seit 1973 ausgewiesen. Dabei sind die Preise mit 75,9 besonders stark angestiegen.

Viermal im Jahr kommt es am dritten Freitag des dritten Monats eines Quartals zum großen Verfall an den Terminmärkten. Am sogenannten Hexensabbat verfallen Terminkontrakte auf Futures und Optionen. An der Börse Eurex verfallen die Dax-Termingeschäfte um 13:00 Uhr. In der Folgewoche kann es aufgrund der Neupositionierungen zu einer erhöhten Volatilität kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der deutsche Leitindex dürfte den heutigen Handelstag ein gutes Stück tiefer beginnen. Im frühen Handel hat er bereits die erste Unterstützung bei 14.662 erreicht. Fällt er darunter, dann könnte er den markanten Unterstützungsbereich bei 14.600/590 anlaufen und dabei das Gap bei 14.596 schließen. An dieser Stelle dürfte der Dax zunächst Halt finden und die Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen. Unterhalb von 14.590 würde er zurück in die vorherige Range fallen. Die nächsten Unterstützungen folgen dann bei 14.539 und 14.475.

Erst ein Anstieg über 14.706 hellt das Bild wieder auf. An den Widerständen bei 14.745, 14.775 (Gap) und 14.800 könnte der Dax erneut ausgebremst werden.

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Dax daily: Ausblick 19.03. (H1) - Konsolidierung am Hexensabbat?

Dax Unterstützungen (US)

14.662 – M15-Chart

14.601 – ex Allzeithoch

14.590 – Oberkante Seitwärtsrange

14.539 – Tagestief 17.03.

14.475 – horizontale US

Dax Widerstände (WS):

14.705 – Nachthoch

14.745 – Punkt 1 Topbildung (H1)

14.775 – Gap 18.03.

14.804 – Tageshoch 18.03.

14.817 – 261,8% Extension (Tief 14.409)

14.891 – 423,6% Ext. (Tief 13.644)

15.000 – psychologische Marke

Disclaimer

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