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DAX daily: Dax außer Rand und Band zum Wochenstart!

Stefan Jäger

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Am gestrigen Montag war der Dax außer Rand und Band. Damit haben die Bullen zunächst einmal das Ruder übernommen, trotzdem bleibt Vorsicht geboten. Sowohl die erfreulichen Konjunkturdaten, als auch ein fallender Euro haben die Anleger zurück in den Dax streben lassen. Zudem war der US-Markt erneut gut aufgelegt. Mit einem dicken Plus von 333 Punkten (2,71 %) ging der Handelstag schließlich bei 12.646 zu Ende. Folglich hat der deutsche Leitindex einen guten Teil der Verluste aus der Vorwoche wieder ausgeglichen. Das Tageshoch wurde bei 12.698 markiert und das Tief lag bei 12.365.

Trotz schlechter Saisonalität wusste der Dax zu überzeugen und hat einen euphorischen Wochenstart hingelegt. Laut Statistik ist der August der schwächste Börsenmonat, in knapp 60 % der Fälle endete der Monat mit einem Minus. Bisher stehen wir erst am Anfang des Monats, da kann also noch viel passieren. Es hängt viel davon ab, ob der Euro weiter nachgibt und wie die Quartalszahlen der elf Dax-Unternehmen ausfallen, die diese Woche noch ihre Bücher öffnen.

News und fundamentale Daten

Gestern haben China, die USA und Deutschland ihre Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht, alle von ihnen konnten dabei die Erwartungen übertreffen. Besonders der Dax hat die Vorlage zum Anstieg genutzt. Bevor es am Mittwoch mit diversen Konjunkturdaten weitergeht, steht für heute nicht viel auf dem Programm. Einzig die US-Auftragseingänge um 16:00 Uhr und für die Öl-Interessierten um 22:30 Uhr die API Rohöllagerbestände. Mit Impulsen durch positive Konjunkturdaten ist somit heute nicht zu rechnen.

Bei den Quartalszahlen sieht es besser aus, da gibt es heute eine Vielfalt an Berichten. Aus Deutschland veröffentlichen die beiden Dax-Unternehmen Bayer und Infineon sowie aus der zweiten Reihe Evonik, TeamViewer und Hugo Boss ihre Zahlen. Zudem erscheinen die Berichte von Baidu, BP, Activision Blizzard, Sony und Walt Disney.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Was für ein Wochenstart des Dax – mit einer Fortsetzung in dem Tempo ist heute nicht zu rechnen. Zudem ist auch noch Turnaround-Tuesday. Ob es auch so kommt werden wir gleich sehen. Man kann sich wie immer nur mit entsprechenden Szenarien vorbereiten – ein Blick in beide Richtungen hilft dabei.

Vorbörslich notiert der Dax bereits etwas höher. Geht es zur Eröffnung weiter nach oben, dann muss der Dax das gestrige Hoch bei 12.698 überwinden. Darüber folgt ein kleiner Widerstandsbereich zwischen 12.750 und 12.765. Ein Überschreiten würde ihn dann zum heutigen Pivot Punkt R1 bei 12.811 führen. Hat er dann immer noch Kraft folgen noch die Widerstände bei 12.836 (423er Extension) und das wichtige 61,8 % Retracement vom Juli-Hoch bei 12.892.

Zur Eröffnung könnte auch eine Konsolidierung einsetzen. Erste Unterstützungen liegen an der 12.640 und 12.614. Fängt sich der Dax dort nicht, dann kann es tiefer gehen. Darunter befinden sich zwei weitere Unterstützungen bei 12.570 und der Pivot Punkt bei 12.545. Hier könnte der Dax spätestens wieder nach oben abdrehen. Fällt er dennoch tiefer, dann folgen noch die 12.488 und 12.468.

Dax Unterstützungen (US):

12.632 – 38,2 % Retracement Juli-Hoch

12.614 – 15-Minutenchart

12.570 – Stundenchart

12.545 – Pivot Punkt

12.488 – 76,4 % Retracement Tageschart

12.468 – 23,6 % Retracement Juli-Hoch

Dax Widerstände (WS):

12.698 – Tageshoch 03.08.

12.750 – Stundenchart

12.764 – 50 % Retracement Juli-Hoch

12.811 – Pivot Punkt R1

12.836 – 423,6 % Extension

12.892 – 61,8 % Retracemen Juli-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Dax außer Rand und Band zum Wochenstart! - Konjunkturdaten

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    jens

    4. August 2020 08:46 at 08:46

    Vielen Dank für die interessanten Aussführungen!

    Um es noch attraktiver zu machen wäre ein zusätzlicher Chart mit den eingezeichneten Marken hilfreich.

    Ein Chart sagt mehr als tausend Worte.
    Vielleicht von Capital.com :-)

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Aktienmärkte: Abverkauf rund um den Globus – steckt mehr dahinter?

Dass der Technologieindex seine Talfahrt gebremst hat, während Value und die Nebenwerte richtig abstürzten, ist eigentlich ein schlechtes Zeichen für die Aktienmärkte

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am

Der gestrige Montag brachte schon einen richtigen Dämpfer für die Aktienmärkte in vielen Ländern – auch wenn viele Indizes zu Wochenbeginn noch nicht einmal in der Nähe des Korrekturmodus gestanden hatten. Klar, es passte alles: der vorherige auch durch Optionen gehypte Anstieg der Aktienmärkte in den USA, der große Verfall und die einprogrammierte Schwäche Ende des Monats September. Aber steckt vielleicht ein bisschen mehr dahinter? Eine kurze Spurensuche!

Aktienmärkte: Ende der Fünfmonatshausse oder normale Korrektur?

Bei solchen Kurseinbrüchen wie am gestrigen Tag ist man seitens der Analysten stets bemüht, rationale Gründe für einen ungewöhnlichen Tag zu präsentieren – man will den Kunden doch nahe bringen, dass man die Lage im Griff hat. Hat man natürlich nicht voraussehen können, einen zeitweiligen Einbruch des Dow Jones um 900 Punkte oder beim DAX um 600 Punkte. Was waren nun die vorgetragenen Gründe für den gestrigen Abverlkauf?

Anstieg der Coronafälle

Sicher ein Argument, wie aus den Zahlen hervorgeht, die Markus Fugmann gestern dargelegt hatte. Aber die kannte man schon am Freitag und in den USA war der Anstieg Ende Juli schon einmal deutlich höher.

Aber: Was interessant ist, dass genau die heiß gelaufenen Corona-Profiteure gestern schon wieder besser dastanden als der Gesamtmarkt. Rechnen die Börsianer mit Einschränkungen in der Wirtschaft, wo einmal mehr Hightech gefragt wäre?

Fehlende Einigung im Kongress zum fünften Konjunkturpaket

Ein Dauerthema ist das Warten augf den Stimulus – aber sollten die Konsumdaten nach unten zeigen oder gar die Arbeitslosenrate wieder steigen, würde Trump „Kröten schlucken“.

Tod der US-Richterin Ginsburg

Klare Belastung für die Aktienmärkte, wenn Trump seinen Willen durchsetzt – wegen der überragenden Bedeutung des Supreme Court, in dem die Richter auf Lebenszeit gewählt werden. Manchmal eine Periode von mehreren Präsidentschaftszyklen.

Handelsstreit USA – China

Die Unklarheiten über das Geschäft um Tiktok wird als einer der Gründe für die Marktturbulenzen gesehen, da Donald Trump einmal mehr mit seinen unbestätigten Details für Unsicherheit gesorgt hat. Aber das ist eher ein Randthema.

Bedeutsamer für die Schwäche der Aktienmärkte könnten die Signale für eine verlangsamte Konjunkturerholung sein, wie durch einige Verbraucherdaten ableitbar. Das war nicht eingepreist – und diese sich verschlechternde Situation könnten Anleger genutzt haben, um Gewinne mitzunehmen.

Sondersituation Dax

Der größte Einbruch beim DAX seit einem halben Jahr dürfte ein paar spezielle Gründe haben. Es konnte den Händlern nicht gepasst haben, dass die Börsenumsätze (außer beim Dreifachverfall) schon länger sehr mager waren, die Kurse sich kaum bewegt hatten. Dies hatte Spannung aufgebaut mit einem unweigerlichen Ausbruch – nach oben oder nach unten. Die Optionshändler hatten den Dax-Ständen von über 13.000 schon am Freitag nicht getraut und der VDaxNew war am Montag schon mit einem Sprung von 20 Prozent plus in den Tag gestartet. Dazu noch die Sondergeschichten um die Deutsche Bank, die Sorgen um die Lufthansa und die Touristikindustrie – und die Tatsache, dass sich unser Dax ganz einfach zur Mehrheit in ausländischen Händen befindet (USA 34 Prozent, Großbritannien 24 Prozent).

Es kam also einiges zusammen am gestrigen Tag, von dem das meiste unter dem Aspekt „die Kurse machen die Nachrichten“ zu subsumieren ist. Trotzdem:

Fazit

Der gestrige Tag hat zweifelsohne einige Planungen über den Haufen geworfen. Die meisten sehnten sich nach einer Korrektur von Fahnenstangengen-Charts wie bei Tesla, Apple oder erst beim Nasdaq. Eine gesunde Konsolidierung bei Dow und S&P 500 an der 50 Tage-Linie entlang und beim heiß gelaufenen Nasdaq ruhig etwas mehr in Richtung 15 Prozent. Dass aber der Technologieindex seine Talfahrt gebremst hat, während Value und die Nebenwerte richtig abstürzten, ist eigentlich ein schlechtes Zeichen für die Aktienmärkte. Damit könnte sich die Korrektur noch deutlicher ausweiten, beim Leitindex der Welt (S&P 500) bis zu seinem Aufwärtstrend bei 3100 Punkten.

Abhilfe könnte eine rasche Gegenbewegung schaffen, denn sonst gäbe es ein paar unangenehme Kollaterialschäden. Bei Millionen Kleinanlegern in den USA, die ihre schon sicher geglaubten Aktiengewinne verlören – teilweise mit Hilfe der ausgelaufenen 600 Dollar-Wochenschecks der Regierung. Auch allgemein können sich die USA keine größere Korrektur der Aktienmärkte in der jetzigen Situation des Landes erlauben. Bei einer fast 40 Billionen Dollar schweren Wall Street (S&P 500 über 29 Billionen Dollar in der Spitze) würde schon ein Anklopfen an den Bärenmarkt (-20 Prozent) ein größeres Verlust verursachen, wie die Fed in ihrer gesamten Bilanz (7,1 Bio) aufzuweisen hat.

Wird dieses Szenario die Trump-Administration und ihren Gehilfen (die US-Notenbank) nicht umgehend auf den Plan rufen? Schon die nächsten Tage werden spannend!

Was steckt hinter dem gestern globalen Abverkauf der Aktienmärkte?

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Aktienmärkte: Zwischen Abverkauf und short-squeeze! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte gestern mit einem herben Abverkauf (vor allem der Dax!) – dann aber an der Wall Street im späten Handel zumindest noch eine Erholung, die den Schaden begrenzte. Auffallend ist, dass die US-Tech-Aktien sich noch am besten hielten, während klassische Branchen wie Reise und Banken stark unter Druck waren. Wie geht es für die Aktienmärkte nun weiter? Charttechnisch wie auch saisonal gibt es nun sehr viel Gegenwind, aber die Stimmung hat sich so schnell negativ gedreht, dass auch ein short-squeeze möglich ist. Zumindest kurzfristig dürfte gelten: in Rally eher verkaufen statt einen baldigen Wieder-Analuf auf neue Allzeithochs zu erwarten. Denn die Unsicherheit vor der US-Wahl ist immens..

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BÖRSE LIVE um 9:00 Uhr – freier Fall im DAX oder doch normale Korrektur?

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An der Börse ging es gestern hoch her. Der Dax ging mehr als 4 Prozent in die Knie, der Dow Jones verlor zeitweise knapp 1.000 Punkte, aber auch bei den Edelmetallen kam es zu einem deutlichen Ausverkauf. Nachdem sich die US-Aktienmärkte bereits seit Anfang September von ihren Allzeithochs verabschiedet haben, ist nun auch die Korrektur im Dax eingeleitet. Aus Sicht der Charttechnik besteht für den Dax ein weiteres Korrekturpotential um 1.000 Punkte. Zwischen 11.500 und 11.600 Punkten verläuft die nächste markante Unterstützung. In diesem Bereich kann es zu einer Stabilisierung und einem weiteren Anstieg in Richtung Allzeithoch kommen.

Klicken Sie hier für den Livestream um 9 Uhr: https://youtu.be/YKYzXmpub3k

Um 9:00 Uhr nimmt Mario Steinrücken die wichtigsten Märkte im Livestream unter die Chartlupe. Neben dem Fahrplan für die nächsten Wochen, werden bestimmt auch wieder interessante Trading-Ideen besprochen. In der „Börse LIVE“ haben Sie außerdem die Möglichkeit Ihre Aktien, Indices, Währungen und Edelmetallen aus technischer Sicht betrachten zu lassen.

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

Dax Chart

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