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DAX daily: Dax steht auf der Stelle – Wall Street weiter stark

Stefan Jäger

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am

Der Dax ist wieder in den Sommerschlaf gefallen. Während die US-Indizes von Hoch zu Hoch klettern, steht der deutsche Leitindex auf der Stelle. Am gestrigen Handel bewegte sich der Dax in einer Spanne von 125 Punkten, dabei hat er sein Tagestief bei 12.632 gemacht und sein Tageshoch lag bei 12.757. Der Handelstag ist schließlich mit einem kleinen Zugewinn von 53 Punkten (+0,43 %) bei 12.654 zu Ende gegangen.

Inzwischen ist die Schwäche des Dax gegenüber den US-Indizes nicht zu übersehen. Vor ein paar Wochen noch hat er den S&P500 und den Dow Jones outperformt, seitdem ist wieder die gewohnte Trägheit in den Dax zurückgekehrt. Zum Beispiel hat der Nasdaq gestern erneut ein Allzeithoch gemacht, der S&P500 liegt nur noch 50 Punkte unter seinem Allzeithoch und der Dow hat sein Juli-Hoch überschritten. Indessen notiert der Dax knapp 1.200 Punkte (ca. 8 %) unter seinem Allzeithoch und ist über 650 Punkte von seinem Juli-Hoch entfernt. Gründe dafür sind einerseits die US-Tech-Schwergewichte, die den US-Markt stützen und andererseits der steigende Euro, der dem Dax zu schaffen macht – dieser notierte gestern wieder bei 1,19.

News und fundamentale Daten

Heute stehen wieder einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Zuvor wurde um 8:00 Uhr der Auftragseingang in der Industrie (Jun) aus Deutschland veröffentlicht. Dieser ist mit 27,9 % (Prognose 10,1 %) deutlich besser als erwartet ausgefallen. Um 9:30 folgt noch der IHS Markit Einkaufsmanagerindex aus dem Bauwesen (Jul). Später erscheinen um 14:30 Uhr die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Folgeanträge. Dabei kann es zu Bewegung in den US-Indizes und dem Dax kommen.

Darüber hinaus öffnen fünf weitere Dax-Unternehmen heute ihre Bücher – adidas, Siemens, Munich Re, Beiersdorf und Merck. Zudem gibt es auch noch Zahlen von der Basler AG, Dürr, Jenoptik, Lufthansa, Rheinmetall, Toyota und TripAdvisor.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax auf dem Niveau seines gestrigen Schlusskurs. Da sich der Dax derzeit in einer Seitwärtsphase befindet, gelten die gestrigen Marken auch heute wieder. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung bei 12.575. Darunter liegt der Pivot Punkt S1 bei 12.536 und das Tagestief vom Dienstag bei 12.528. Ein Unterschreiten würde weiteres Abwärtspotenzial eröffnen. Folglich könnte der Dax bis in den wichtigen Unterstützungsbereich von 12.488 bis 12.464 abrutschen.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am heutigen Pivot Punkt bei 12.647. Überwindet er diesen nachhaltig, dann folgt der Bereich bei 12.700 und der Pivot Punkt S1 bei 12.720. Mit der Unterstützung der US-Futures könnte der Dax dann erneut den Widerstandsbereich zwischen 12.750 bis 12.768 testen. Sollte er diesmal den Widerstand brechen, führt ihn das zur 12.810 und der 423,6 % Extension bei 12.836. Eine weitere Hürde folgt noch bei 12.892 dem 61,8 % Retracement vom Juli-Hoch.

Dax Unterstützungen (US):

12.575 – 15-Minutenchart

12.536 – Pivot Punkt S1

12.528 – Tagestief 04.08.

12.488 – 76,4 % Retracement Tageschart

12.468 – 23,6 % Retracement Juli-Hoch

12.464 – Pivot Punkt S2

12.395 – 4-Stundenchart

Dax Widerstände (WS):

12.647 – Pivot Punkt

12.700 – 15-Minutenchart

12.720 – Pivot Punkt R1

12.764 – 50 % Retracement Juli-Hoch

12.810 – 4-Stundenchart

12.836 – 423,6 % Extension

12.892 – 61,8 % Retracemen Juli-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Dax steht auf der Stelle - US-Indizes weiter stark

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Finanznews

Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

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am

Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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