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DAX daily: Dax vorbörslich schwach – bye bye 13.000?

Stefan Jäger

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am

Der Dax hat am gestrigen Mittwoch die Konsolidierung vom Vortag fortgesetzt. Dabei pendelte der deutsche Leitindex zwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her. Insgesamt betrug die Bewegungsspanne aber nur magere 91 Punkte. Das Tagestief wurde bei 12.975 markiert und das Tageshoch lag bei 13.066. Zwar hat der deutsche Leitindex zweimal die 13.000er Marke unterschritten, konnte sie aber im Verlauf des Handels stets zurückerobern. Zum Handelsschluss lag der Dax mit einem Plus von 9 Punkten denkbar knapp in der Gewinnzone. Schließlich hat er bei 13.028 die Ziellinie überquert. Auch im heutigen Handel könnte das Tauziehen um die 13.000er Marke andauern.

Unter dem Strich spricht die unterschiedliche Stimmungsentwicklung bei den heimischen und der Investoren jenseits des großen Teichs für eine anhaltende Seitwärtsphase. Während die heimischen Investoren in der letzten Woche ins Lager der Pessimisten gewechselt sind, sehen wir zeitgleich eine Übergewichtung von Call-Optionen bei den amerikanischen Investoren. Insbesondere beim S&P500 und Technologie-Index Nasdaq setzen die Anleger vermehrt auf steigende Kurse, was kurzfristig für eine Konsolidierung spricht, um die einseitige Positionierung abzubauen.

News und fundamentale Daten

Die Risikobereitschaft der Anleger scheint derzeit nachzulassen, was aufgrund der aktuellen Unsicherheiten nachvollziehbar ist. Zum einen rückt die US-Präsidentschaftswahl immer näher, außerdem gibt es kein Fortschritt bei den US-Stimulus-Verhandlungen und zu guter Letzt wütet das Coronavirus in vielen Teilen der Welt. Bisher hat sich der Dax im Oktober dennoch gut geschlagen. Das liegt einerseits an der Saisonalität, die ab Oktober wieder positiver ist, zum anderen besteht die Hoffnung auf eine Jahresendrally. Nichtsdestotrotz ist die Nervosität an den Aktienmärkten zu spüren. Eine negative Nachricht kann das fragile Gebilde jederzeit ins Wanken bringen. Das hat sich gestern am späten Nachmittag wieder bestätigt, als infolge der Aussagen von Finanzminister Mnuchin, die Indizes ins Rutschen gekommen sind. Der Finanzminister sagte, dass es vor der Wahl am 03. November schwierig sei eine Einigung bezüglich eines weiteren Stimulus-Pakets zu erzielen.

Zwar stehen heute keine Konjunkturdaten aus Deutschland auf der Agenda, aber dafür gibt es jede Menge aus den USA. Zuerst erscheinen um 14:30 Uhr der Export- und Importpreisindex. Zeitgleich werden dann die wöchentlichen US-Arbeitsmarkdaten und der Philly Fed Herstellungsindex veröffentlicht. Zuletzt erscheinen um 17:00 Uhr noch die Rohöllagerbestände.

Gestern fielen die Quartalsberichte der US-Unternehmen durchwachsenen aus. Während Goldman Sachs hervorragende Zahlen präsentierte, waren die Zahlen von Bank of America und Wells Fargo so lala. Heute stehen weiter Berichte von Morgan Stanley, Taiwan Semiconductor und Hochtief auf dem Programm.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax befindet sich aktuell in einer Konsolidierung. Schaut man auf eine höhere Zeitebene (H4), dann erkennt man, dass der Index vom Tief am 25.09. (12.341) bis zum Hoch am 12.10. (13.185) nicht einmal das 38,2 % Retracement bei 12.862 erreicht hat. Demnach könnte sich die Konsolidierung auch heute fortsetzen. Vorbörslich notiert der Leitindex bereits ein gutes Stück unter der 13.000, somit startet er mit einem Abwärts-Gap in den Handel. Nach der Eröffnung könnte es wie gestern ablaufen – der Dax startet einen Erholungsversuch, um dann wieder nach unten abzurutschen. Die Widerstände an denen er drehen könnte liegen bei 13.000, 13.045 oder dem gestrigen Tageshoch bei 13.066. Überwindet er jedoch das gestrige Tageshoch, dann dürfte er sogar noch in den Widerstandsbereich zwischen 13.100 und 13.115 laufen.

Zeigt der Dax allerdings bei der Eröffnung schon schwäche oder scheitert am gestrigen Tagestief bei 12.975, dann kann es auch direkt weiter runtergehen. Eine erste Unterstützung liegt an der 12.904. Findet er dort keinen Halt und setzt den Abwärtstrend fort, dann folgen noch die 12.862 und das Tagestief vom 07.10. bei 12.837. Von dort aus sollte der Dax zumindest einen Erholungsversuch starten. Ansonsten geht es sogar noch bis zur 12.800 oder 12.779 abwärts.

Anmerkung: Der Dax startet mit Momentum auf der Abwärtsseite in den Handel. An der 12.745 und 12.690 befinden sich weitere Unterstützungen. Zwar könnte der Dax dort kurzfristig einen Boden ausbilden, aber wir befinden uns in einem Abwärtstrend, daher ist erst einmal nur mit kurzen Erholungen zu rechnen. Durch den Bruch des Unterstützungsbereichs zwischen 12.860 und 12.904 besteht weiteres Potenzial auf der Unterseite.

DAX daily: Tagesausblick 15.10. - H1-Chart - Konsolidierung läuft

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.109 – Pivot Punkt R2

13.035 – Pivot Punkt R1

12.994 – Pivot Punkt

12.920 – Pivot Punkt S1

12.878 – Pivot Punkt S2

12.804 – Pivot Punkt S3

Dax Unterstützungen (US):

12.904 – Punkt 1 vom Top (13.460)

12.862 – 38,2 % Retracement

12.837 – Tagestief 07.10.

12.779 – Tagestief 06.10.

12.690 – mehrfache US (H4)

12.540 – Tagestief 02.10.

Dax Widerstände (WS):

12.975 – Tagestief 14.10.

13.000 – psychologische Marke

13.045 – M15-Chart

13.066 – Tageshoch 14.10.

13.115 – mehrfacher WS + US

13.127 – Punkt 2 Topbildung (13.460)

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärtke: Der Schwachsinn mit dem Stimulus! Marktgeflüster (Video)

Warum das Warten auf den nächsten Stimulus so erbärmlich ist – und Aktienmärkte und US-Wirtschaft sich von Überbrückungs-Droge zu Überbrückungs-Droge hangeln

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte warten nach wie vor auf eine Entscheidung in Sachen Stimulus – die bekanntlich laut Nancy Pelosi heute fallen soll. Übergeordnet aber spielt dieser Stimulus faktisch gar keine Rolle, sondern ist nur ein Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft ohne Helikoptergeld überhaupt nicht mehr funktionieren kann. Faktisch bringen auch die Interventionen der Notenbanken mit Anleihekäufen oder Zinssenkungen nur noch kurze Scheinblüten, ohne die übergeordneten Trends zu verändern. Aber die Aktienmärkte gieren nach eben diesem Stimulus, weil sie ohne diese permanenten Interventionen kaum überlebensfähig wären. Heute ein unentschlossener Handel nach dem gestrigen Abverkauf – ohne konkrete neue Drogen ist die Laune der Märkte eher bescheiden..

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Rüdiger Born: Auch wenn Sie es nicht mehr hören können…

Rüdiger Born

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am

Die US-Indizes tendieren leicht gen Süden. Nun wird es spannend. Gibt es eine Einigung auf einen Billionen-Stimulus in den USA oder nicht? Ob die Indizes in Kürze kräftig steigen oder doch fallen, das können wir als Trader vorher nicht wissen. Daher spreche ich im folgenden Video ein wichtiges Thema an, auch wenn Sie es nicht mehr hören können!

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Dax: Extremer Optimismus ohne entsprechende Kaufbereitschaft mahnt zur Vorsicht

Stephan Heibel

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am

Vor ca. 10 Tagen schrieb ich „Nachhaltig steigende Kurse sind auf dieser Basis schwer erzielbar.. wahrscheinlicher ist es, dass bald Gewinnmitnahmen einsetzen“: Am Mittwoch letzter Woche brach der DAX zwischenzeitlich um 3% ein. Es war ein sehr kurzes, vielleicht aber dennoch reinigendes Gewitter. Schauen wir uns an, wie sich dieser kurze Ausflug in den Börsenkeller auf die Stimmung ausgewirkt hat.

Dax: Die Stimmung der Investoren

Unser Aktiensentiment ist auf -3,0 eingebrochen (zuvor +1,9). Ab Werten von -4 spreche ich von Extremwerten, die im Sinne der Sentiment-Theorie einen Aktienkauf nahelegen. Denn insbesondere bei extrem negativen Stimmungswerten, die in Richtung Panik gehen, hat sich in der Vergangenheit häufig ein Boden am Aktienmarkt gebildet. Reicht ein Wert von -3 derzeit bereits für einen tragfähigen Boden aus?

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Mit den fallenden Kursen ist Verunsicherung einher gegangen (-3,9). Obwohl dieser Rücksetzer aus unserer Sentimentsicht überfällig war, habe ich in der Finanzpresse vielfach gelesen, dass man das nicht hätte erahnen können. Viele waren also überrascht.

So sind die beiden folgenden Sentiment-Daten nur konsequent: Die Erwartungshaltung der Anleger ist auf +3,4 angestiegen (Vorwoche +1,7). Damit kratzen wir schon an einer extrem bullischen Stimmung, zuletzt war die Stimmung Mitte März, also im Corona-Crash, so stark optimistisch. Seit Juni bewegen wir uns jedoch seitwärts. Wenn in der Vergangenheit im Rahmen einer Seitwärtsbewegung Optimismus aufkam, so stand eine neue Richtung unmittelbar bevor – leider gibt es keine klare Tendenz, ob diese nun gen Norden, oder gen Süden ausfallen wird.

Halten wir also fest: Es wird spannend.

Die Investitionsbereitschaft notiert mit einem Wert von 2,8 zwar deutlich im positiven Bereich, das kennen wir aber auch noch besser. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Optimismus wäre eine noch höhere Investitionsbereitschaft wünschenswert, um auf künftig steigende Kurse beim Dax zu hoffen. Hmm, ich werde also die Entwicklung der Investitionsbereitschaft in den kommenden Wochen besonders genau beobachten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert bei 2,0 und zeigt somit an, dass überwiegend auf steigende Kurse beim Dax spekuliert wird. Das passt zum großen Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen.

Institutionelle Anleger, die gerne über die Eurex spekulieren, haben diese Woche jedoch überwiegend Puts gekauft. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,8 gestiegen. Damit setzen die Profis auf einen weiteren Rückschlag am Aktienmarkt. Gleichzeitig sichern sie den Aktienmarkt gegen zu große Einbrüche ab.

In den USA ist das Put/Call-Verhältnis seit vielen Wochen notorisch niedrig, so auch diese Woche. Dies ist ein Zeichen für exzessiven Optimismus unter Spekulanten.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote auf 103% gehoben. Nachdem im Vorfeld des Quartalswechsels zum 1. Oktober hohe Cashbestände aufgebaut wurden, um etwaige Kundengeldauszahlungen leisten zu können, wurde die Investitionsquote nun in Rekordgeschwindigkeit wieder auf das hohd Niveau von Ende August zurückgeführt.

Zur Erklärung: Hedgefonds ermöglichen es ihren Kunden in der Regel nur einmalig im Jahr, Geld ein- oder auszuzahlen. Wer seine Millionen in einen Hedgefonds geben, oder sich Geld auszahlen lassen möchte, der muss bis zum 1. Oktober warten. Bis dahin kann man seine Wünsche anmelden, danach muss man wieder ein Jahr warten. Im Vorfeld dieses Stichtages generieren Hedgefonds also Cash, um die gewünschten Auszahlungen dann auch tätigen zu können. Nun wird das Geld, das gegebenenfalls nur den Hedgefonds gewechselt hat, wieder angelegt.

US-Privatanleger lassen ihre Skepsis langsam fallen, das Bulle/Bär-Verhältnis ist auf nur noch -1 angestiegen (Ende September noch -20).

Der technische Angst und Gier Indikator (Fear & Greed Index) des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 59% eine verhältnismäßig neutrale Verfassung an.

Interpretation

Ich habe das Gefühl, wir brauchen noch mehr Investitionsbereitschaft, um aus der seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Die Sentiment-Theorie ist eine Theorie der Gefühle. Zwar versuche ich, die Gefühle in harte Zahlen zu pressen, doch die Interpretation mit rein mathematischen oder statistischen Methoden ist nicht immer zielführend. Daher nehme ich mir heraus, hin und wieder auch meinen eigenen Eindruck mit einfließen zu lassen.

Zwar hat der Rückschlag dieser Woche viele Anleger überrascht und sogar ein wenig geschockt. Aber Panik, wie sie für das Ende einer länger anhaltenden Marktphase erforderlich ist, habe ich noch nicht gesehen. Somit könnte der Rücksetzer dieser Woche ausreichen, um für ein oder vielleicht sogar zwei freundliche Börsenwochen zu sorgen. Doch für einen Lauf in Richtung neuer Allzeithochs im DAX dürfte mindestens ein weiterer Rücksetzer erforderlich sein.

Was jedoch nicht heißen muss, dass wir den DAX nochmals tiefer sehen werden. Daher ist es immer ratsam, an Tagen mit heftigen Kursverlusten den einen oder anderen Liebling einzusammeln. Wir haben keinen Ausverkauf gesehen, der uns ermutigen sollte, unsere restlichen Barbestände in Aktien zu stecken. Vielmehr ist es weiterhin sinnvoll, ein wenig Cash in der Hinterhand zu behalten, um auch beim nächsten Rücksetzer kraftvoll zubeißen…, ähem, zugreifen zu können. Aber einen Teil Ihrer Barreserve können Sie auf dem aktuellen Niveau schonmal einsetzen.

Insbesondere in den USA ist der Optimismus noch immer sehr groß. Fondsmanager und Spekulanten an der CBOE sind weiterhin extrem bullisch positioniert, lediglich Privatanleger werden vorsichtiger. Auch in den USA gibt es also noch keine gute Basis für eine Fortsetzung der Rallye, da fehlt weiterhin eine zwischenzeitliche Marktbereinigung.

Somit gehe ich davon aus, dass wir weitere Kaufgelegenheiten präsentiert bekommen. Es lohnt sich, heute schon die Aktienlieblinge zu markieren, damit Sie im Falle eines Rücksetzers schnell zu einer Entscheidung kommen.

Wie ist die Stimmung derzeit gegenüber dem Dax?

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