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Indizes

DAX daily: Dem kraftlosen Dax fehlt es weiterhin an Impulsen

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Anders als in den Wochen zuvor konnte der Dax diesmal keinen Aufwärtsimpuls an einem Montag einleiten. Einerseits ist alles Positive bereits in die Kurse eingepreist, andererseits fehlt nach dem starken November die Kraft für einen Befreiungsschlag. Somit blieb dem deutschen Leitindex nichts anderes übrig, als weiterhin in seiner engen Handelsspanne zu pendeln. Trotz des Hickhacks bei den Brexit-Verhandlungen und der Euro-Stärke, bleiben die Verkäufe aus, weshalb sich der Leitindex auf hohem Niveau halten kann. Den Handelstag beendete der Dax schließlich mit einem kleinen Verlust von 28 Punkten bei 13.271.

Die Entscheidung im Brexit-Gezerre soll nun bis spätestens Mittwoch erfolgen. Weiterhin streiten sich die Parteien über die drei Themen Fischerei in britischen Gewässern, Vorgaben für fairen Wettbewerb sowie die zukünftige Schlichtung bei Streitfällen. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte zur Belastung für den Dax werden, da insbesondere die Automobilhersteller davon betroffen wären. Im ausführlichen Wochenausblick erfahren Sie mehr zu den aktuellen Unsicherheiten.

Zudem belasten weiterhin die Corona-Sorgen und der starke Eurokurs, was wiederum auf der Stimmung der Anleger drückt und große Kurssprünge unwahrscheinlich macht. Dementsprechend ist weit und breit kein Impuls für einen Ausbruch aus der Seitwärtsrange zu erkennen. Indizien für eine Korrektur gibt es zwar zuhauf, aber solange wie die US-Indizes auf einer Euphorie-Welle sufen, ist beim Dax nicht mit einer größeren Korrektur zu rechnen. Sollte den überhitzten US-Indizes jedoch die Kraft ausgehen, dann dürfte der Dax ebenfalls nachgeben.

News und fundamentale Daten

Heute sollte man sich als Händler den Termin um 11:00 Uhr in den Kalender eintragen, dann erscheinen zeitgleich diverse Daten aus Deutschland und er Euro-Zone. Zuerst liegt der Fokus auf den ZEW-Konjunkturerwartungen für den Dezember. Die Prognose für den wichtigen Frühindikator liegt bei 45,5 (vorher 39,0), aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen könnten die Daten wie schon im Vormonat enttäuschen. Folglich könnte der ZEW-Index für Volatilität im Dax sorgen.

Zeitgleich werden außerdem noch die Vorabschätzung für das Bruttoinlandsprodukt (Q3) sowie der ZEW-Index der Euro-Zone veröffentlicht. Um 13:00 Uhr folgt dann der Energieausblick der US Energy Information Administration (EIA) für die Energiemärkte in den USA. Danach erscheint noch die US-Produktivität außerhalb der Landwirtschaft (Q3).

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax bewegt sich weiterhin in einer engen Range. Um sich wieder nach oben zu arbeiten, müssen die Widerstände bei 13.290 und 13.330 überwunden werden. Unterhalb der 13.300 geht es weiter seitwärts. Oberhalb von 13.330 würde sich die Lage entspannen, dann könnten die nächsten Widerstände bei 13.370 und 13.430 angelaufen werden. Auf der Unterseite ist der Dax zunächst zwischen 13.230 und 13.200 abgesichert. Unterhalb von 13.200 dürfte es zum gestrigen Tagestief bei 13.163 gehen. Fällt der Index allerdings unter das Tagestief, dann könnte es ungemütlicher werden. Die nächsten Unterstützungen befinden sich dann erst wieder bei 13.085 und 13.050.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Tagesausblick 08.12. - H1-Chart - Seitwärtsrange

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.385 – Pivot Punkt R2

13.312 – Pivot Punkt R1

13.236 – Pivot Punkt

13.162 – Pivot Punk.t S1

13.086 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.225 – mehrfache US

13.163 – Tagestief 07.12.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.289 – Tageshoch 08.12.

13.325 – mehrfacher WS

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

13.600 – Ziel aus Rangeausbruch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Aktien: Blase? Manches spricht wohl eher dagegen!

Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Warum fallen die Börsen nicht bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Derzeit wundern sich viele über die Langlebigkeit der Euphorie an den Märkten bei bestimmten Aktien: bei den ständig zitierten Mode-Aktien, ob im Elektromobil- oder im Wasserstoffbereich, oder bei Pennystocks, die teilweise jenseits von Gut und Böse notieren. Aber auch über unglaubliche Stories bei den wiederentdeckten aus dem Bereich Aktien . Dort ist nicht alles „Dreck“, der nach oben gespült wird. Es gibt hierfür sogar fundamentale Zusammenhänge. Unabhängig von einer bevorstehenden Korrektur, die aufgrund der Hemmungslosigkeit von bestimmten Anlegerkreisen, immer wahrscheinlicher wird.

Aktien und die Mutter aller Kursanstiege

„We are in a bubble, but it’s a rational bubble“, so der sehr geschätzte Pimco-Berater Mohamed-El-Erian kürzlich in einem Interview. Was meint er damit?

Natürlich den großen Einsatz der Notenbanken, der alte Relationen bei Gewinn- und Umsatzdaten von Aktien und Indizes relativiert, deshalb ist es stets etwas verwunderlich, warum man alte Daten als Vergleichsmaßstab für Übertreibungen heranzieht.

Was bereits seit vielen Jahren die Aktienmärkte unterstützt, ist die Marginalisierung der Anlageklasse Anleihen, wie an diesem Chart ersichtlich, der eine Korrelation zwischen Bilanzausweitung der Notenbanken und dem Welt-Aktienindex aufzeigt.

Aktien - eine Blase? Die Bilanzen der Notenbanken

Die Branchenrotation

Als man im Spätsommer 2020 erkannt hat, dass es in absehbarer Zeit eine medizinische Lösung für die Covid-19 Pandemie geben könnte, ist eine Gattung von Aktien angesprungen, die besonders unter den Wirtschaftseinbrüchen gelitten hat und bereits schon ein Jahrzehnt die Wachstumsaktien underperformt – der Sektor der Small Caps. Klar ist der Nebenwerte-Index Russell 2000 sehr schnell gestiegen und manche Branchen wie der Energiesektor haben kleine Fahnenstangen ausgebildet – aber ist das eine Bubble? Wenn man sich die langfristige Performance betrachtet? Ich habe bereits im Herbst in einigen Artikeln darüber berichtet, dass es langfristig immer zu einem Ausgleich zwischen den Großen und den Kleinen und zwischen Value und Growth gekommen ist. Mit Small Caps meine ich natürlich nicht die vielen Pennystocks, die von Neo-Zockern derzeit „gehypt“ werden. Auch diese scheinbare Erfolgsgeschichte wird ein Ende haben. Hier sieht man die großen Zyklen der Auf- und Abschwünge.

Aktien in einer Blase? Small Caps

Zu Zeiten von Corona ein 42-Jahrestief, getrieben durch den Hype um die GAFAM-Titel. Die Small Caps befanden sich vor ein paar Monaten noch auf einem 20-Jahrestief und es ist nicht alles „Dirt“, der nach oben gespült wird.

Value gegen Growth

Wie bereits erwähnt, gibt es seit Jahrzehnten einen Zweikampf zwischen den Wachstums- und den langweiligen Aktien aus dem Bereich Value, bei denen es immer wieder zu einem Ausgleich in der Performance gekommen ist. Was liegt also näher, als dass der technogielastige Nasdaq-Index nach seinen 1100 Prozent Performance seit 2009 sich eine Zeitlang schlechter entwickeln wird, als die Aktien aus dem Bereich Value? Dafür dürften schon allein die Regulationen unter der neuen Regierung Biden sorgen. Deshalb wird die Breite der Kursanstiege zunehmen, weil die Big Seven mit ihren 27 Prozent Marktanteil an Dominanz verlieren könnten. Hier ein langfristiger Chart, der das Auf- und Ab zwischen den Anlageklassen dokumentiert.

Die Vergleiche zwischen Energie- und Finanztiteln und dem S&P 500 und zwischen Gesundheit, Konsumgüterherstellern, Versorgern und dem Leitindex.

Die Entwicklung der Aktien Zykliker und defensive Aktien

Fazit

Warum fallen die Börsen nicht „Stante Pede“ bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“? Zum einen, weil die oben beschriebene Branchenrotation läuft und weil die Märkte Corona abgehakt haben und aufgrund des zeitlichen Vorlaufs schon auf den Herbst blicken. Unabhängig von den jederzeit möglichen Korrekturen, aufgrund der vielen Anleger, die glauben an den Börsen einen „Free Lunch“ zu bekommen. Bei dem Irrsinn am Optionsmarkt mit kleinen Titeln, die immer wieder „Gamma-Squeezes“ auslösen. Deshalb kann jederzeit ein Washout einsetzen, die Volatilität steigen.

Vergessen wir aber bei all der Zockerei mit den kleinen Aktien nicht. Alle 2000 Werte im Russell zusammen besitzen nicht einmal ein Zehntel der Marktkapitalisierung des Aktienmarktes in den USA. Allein eine Enttäuschung bei einem FAANG-Wert in dieser Berichtssaison wird größere Marktreaktionen zeitigen, wie ein Wert GameStop, auch wenn er auf absurde 10 Milliarden Dollar gepusht wird, es ist nicht einmal ein halbes Prozent von Apple. Die große Gefahr lauert im Nasdaq.

Der Verlauf der Corona-Krise, Beispiel USA: Die Coronainfektionen haben bereits offiziell die schreckliche Zahl von 26 Millionen Bürger (7,7 Prozent der Bevölkerung erreicht). Nimmt man die Dunkelziffer in moderater Form hinzu, dürfte man schon bei 100 Millionen Menschen angelangt sein. Aber wie viele Menschen wurden schon in wenigen Wochen geimpft? Über 22 Millionen und es werden in Kürze mehr als eine Million pro Tag sein, wenn AstraZeneca, Johnson&Johnson, CureVac, Novavax, Inovio, Sanofi und viele andere auch noch auf den Markt drängen (nach BioNTech und Moderna). Die Zahl der Impfstoffprojekte beträgt aktuell 186, 60 davon sind in klinischen Studien. Da scheint das Vorhaben der USA die eigene Bevölkerung bis in den Spätsommer immunisiert zu haben, gar nicht so abwegig zu sein. Nicht so sehr in der EU, die sich beim Ordern der Impfdosen über den Tisch hat ziehen lassen (America und Money First). Darauf blicken die Märkte – aber was das mit Kapitalmarktzinsen, Inflation und Firmenpleiten zu diesem Zeitpunkt macht, das ist das Thema des Herbstes und kann auch heute nicht von den Börsen beurteilt werden.

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Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

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Finanznews

Aktien: Attacke auf die Wall Street! Videoausblick

Was gestern mit Aktien wie Gamestop passiert ist, kann man durchaus als geplante Attacke auf die Wall Street bezeichnen! Eine junge Generation vor schmerzhaften Erfahrungen..

Markus Fugmann

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Was gestern mit Aktien wie Gamestop passiert ist, kann man durchaus als geplante Attacke auf die Wall Street bezeichnen! Da hat sich über die Plattform Reddit ein Flash Mob verabredet mit dem Ziel, jene Aktien nach oben zu pushen, die von einigen Hedgefunds an der Wall Street stark geshortet worden sind. Die Folge: einer dieser Hedgefunds, Melvin Capital, musste offenkundig durch eine Geldspritze von 2,7 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden. Wir erleben derzeit eine Euphorie vor allem bei jener Generation, die weder das Platzen der Dotcom-Blase noch die Finanzkrise an der Börse mitgemacht hat. Diese Generation wird bald schmerzhaftes Lehrgeld bezahlen!

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