Folgen Sie uns

Indizes

DAX daily: Der Dax tritt auf der Stelle, aber Besserung ist in Sicht!

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Sehen wir heute schon eine gewisse Vorfreude der Dax-Anleger auf die morgige EZB-Sitzung? Häufig verlaufen die Tage vor der EZB-Entscheidung positiv. Im gestrigen Handel zeigte sich der Dax erneut wenig bewegt, kann sich aber zurück an die 13.300er Marke arbeiten. Zwar hat es noch nicht für einen Schlusskurs darüber gereicht, aber die Chancen stehen gut, dass es heute klappt. Nachdem der deutsche Leitindex schwach in den Dienstag gestartet war, hat er am Nachmittag nochmal Auftrieb bekommen. Obwohl die ZEW-Daten die Erwartungen deutlich übertrafen, konnte der Dax kein Profit daraus schlagen. Unterstützung erhielt der Leitindex aber von den US-Indizes, die ihre Anfangsverluste egalisierten und auf neue Rekordstände anstiegen. Rückenwind gab es mal wieder von einer Impfstoff-Meldung. Bereits vor der Zulassung der FDA hat die US-Arzneimittelbehörde dem Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech ein gutes Zeugnis ausgestellt. Der deutsche Leitindex schloss schließlich kaum verändert bei 13.278 Punkten.

Positive Impulse sind aktuell Mangelware, jedoch ist Besserung ist in Sicht. Am Donnerstag könnte nämlich die Europäische Zentralbank für frische Impulse sorgen. Je nachdem, ob die EZB neue Maßnahmen verkündet, kann sie wieder Schwung in den Dax bringen. Möglich wäre zum Beispiel eine Ausweitung des PEPP-Programms, um die Auswirkungen der gegenwärtigen Lockdown-Beschränkungen abzufedern. Es kann aber auch sein, dass man zunächst die Notenbank-Sitzung der Fed in der nächsten Woche abwartet, bevor man selbst reagiert.

News und fundamentale Daten

Heute soll es angeblich so weit sein, die Brexit-Gespräche gehen die entscheidende Phase. Nach wie vor stecken die Verhandlungen jedoch in einer Sackgasse. Daher kommt Boris Johnson höchstpersönlich nach Brüssel, um die Verhandlungen voranzutreiben. In drei Wochen wird der Brexit vollzogen, mit oder ohne Handelsvertrag. Damit dürfte das Treffen der Verhandlungspartner die allerletzte Chance sein den Super-GAU abzuwenden.

Ein paar interessante Konjunkturdaten bekommen wir heute auch zu sehen. Zunächst wurden heute Nacht der Verbraucherpreisindex sowie der Erzeugerpreisindex aus China veröffentlicht. Die Verbraucherpreise sind mit -0,5% geringer als erwartet ausgefallen (Prognose 0,8%, vorherig 0,5%). Dafür ist der Erzeugerpreisindex mit -1,5% etwas besser als die erwarteten -1,8% ausgefallen. Die asiatischen Börsen handeln überwiegend im Plus, das hat wiederum den Dax über Nacht angetrieben.

Vorbörslich erschien zudem die Handelsbilanz aus Deutschland. Diese ist mit 18,2 Milliarden Euro etwas besser als erwartet ausgefallen (Prognose 18,0, vorherig 17,8). Später folgen dann noch Wirtschaftsdaten aus den USA. Zuerst werden die JOLTs Stellenangebote um 16:00 Uhr veröffentlicht. Danach sehen wir um 16:30 Uhr die aktuellen Rohöllagerbestände.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax wieder über der 13.300er Marke. Gelingt es dem Index auch die Hürde bei 13.340 zu nehmen, dann stehen die Chancen gut für einen erneuten Test des Widerstandsbereichs bei 13.435. Zuvor muss der Dax aber noch die 13.370 überwinden. Es wird jedoch nicht einfach die Widerstandszone bei 13.430/440 zu brechen. Oberhalb davon befindet sich zudem gleich der nächste Widerstand bei 13.460. Daher dürfte der Dax zunächst wieder den Rückwärtsgang einlegen. Der nötige Impuls für einen Ausbruch könnte morgen von der EZB kommen. Dann könnte auch das letzte Corona-Gap bei 13.500 geschlossen werden.

Scheitert der Dax an dem Nachthoch bei 13.350, dann dürfte er zunächst die Unterstützung bei 13.290 anlaufen. Den Bereich könnte der Index als Sprungbrett für ein erneuten Anstieg nutzen. Zuvor könnte der Dax auch noch das Gap bei 13.278 schließen. Fällt er allerdings darunter, dann geht es zurück in die seitwärts Phase. Die nächsten Unterstützungen befinden sich dann bei 13.270 und 13.230. Kritisch wird es erst bei einem Bruch des gestrigen Tagestiefs bei 13.199.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Ausblick 09.12. - H1-Chart - Vorfreude auf die EZB?

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.394 – Pivot Punkt R2

13.351 – Pivot Punkt R1

13.274 – Pivot Punkt

13.232 – Pivot Punk.t S1

Dax Unterstützungen (US):

13290 – vormals WS

13.230 – mehrfache US

13.199 – Tagestief 08.12.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.289 – Tageshoch 08.12.

13.325 – mehrfacher WS

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

13.600 – Ziel aus Rangeausbruch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Aktien: Bubble-Boomer demaskieren Wall Street-Casino! Marktgeflüster (Video)

Mit Aktien wie Gamestop bringen die Bubble-Boomer Hedgefunds in Schieflage – und demaskieren damit gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Aktien wie Gamestop oder AMC schießen auch heute wieder durch die Decke – die Bubble-Boomer bringen damit jene Hedgefunds weiter in Schwierigkeiten, die eben diese Aktien short spielen. Diese Bubble-Bommer (Generation Z) ist mit der Spiele-Mechanik bestens vertraut und hat damit nicht nur eine Schwachstelle der Finanzmärkte offengelegt, sondern gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street demaskiert. Man darf gespannt sein, ob die Fed heute dazu etwas sagen wird – letztlich sind es die Notenbanken, die dieses Casino ermöglicht haben und den beteiligten Spielern das Gefühl suggerierten, dass man im Casino nicht verlieren könne, weil jedesmal wenn es eng wird, die Retter in Gestalt der Notenbanken nahen..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Märkte fallen – Tradingchance Long?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Die Indizes fallen gerade. Ist das die Chance für Trader auf steigende Kurse zu setzen? Das schaue ich mir anhand des Nasdaq-Chart etwas genauer an.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage