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DAX daily: Der Dax trotzt allen Risiken – auf zur 13.000er Marke!

Stefan Jäger

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Trotz aller Risiken kämpft sich der Dax zurück zur 13.000er Marke. Im gestrigen Handel haben die Dax-Anleger auf die vorherige Aussage von US-Präsident Trump, die Verhandlungen über ein Konjunkturpaket erst nach der US-Wahl fortzusetzen, mit Gelassenheit reagiert. Nach einem schleppenden Handel hat der deutsche Leitindex die gesamten Vortagsverluste wieder wettgemacht und schließlich mit einem leichten Plus von 22 Punkten bei 12.928 geschlossen. Unterstützung bekam der Dax dabei durch freundlich gestimmte US-Börsen. Das Tageshoch wurde bei 12.959 markiert und das Tagestief lag bei 12.837. Unter dem Strich muss man positiv hervorheben, dass der deutsche Leitindex die Marke von 12.904 zurückerobert hat, wodurch die runde 13.000 in greifbare Nähe rückt.

News und fundamentale Daten

Heute stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agende. Die Handelsbilanz aus Deutschland wurde bereits vor wenigen Minuten veröffentlicht. Diese ist mit 15,7B deutlich unter der Erwartung von 18,2B zurückgeblieben (Vormonat 18,0B) . Um 13:30 Uhr erscheint dann noch der geldpolitische Begleittext der EZB. Zuletzt sehen wir um 14:30 Uhr die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten.

Wie wir bereits bei FMW berichtet haben, denkt die Deutsche Börse darüber nach, die Dax-Familie von 30 auf 40 Unternehmen zu erweitern. Über mögliche Kandidaten wird auch schon reichlich spekuliert. Welche Unternehmen kämen für den Aufstieg in den deutschen Leitindex infrage? Schaut man rein auf die Marktkapitalisierung, dann gehören die folgenden Unternehmen zu den potenziellen Kandidaten: Symrise, Airbus, Zalando, Qiagen, Sartorius, LEG Immobilien, Brenntag, Siemens Healthineers, Hannover Rück und Scout 24. Zudem könnten sich Puma, HelloFresh, TeamViewer und Kion Chancen ausrechnen. Was halten Sie von der Idee den Dax aufzustocken? Hier können Sie an der Umfrage der Deutschen Börse teilnehmen.

Aktuelle Lage

Man kann es nur nochmal betonen wie robust sich der Dax gegenwärtig hält, Risiken gibt es nämlich momentan zuhauf. Zum einen haben wir das Risiko der US-Wahl, geht die Wahl knapp aus, dann könnte es zu einer Anfechtung des Wahl-Ausgangs kommen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die US-Unternehmen die hohen Gewinnerwartungen für die am 13.10. beginnende Quartalssaison reduzieren. Darüber hinaus wird es frühestens am Anfang des kommenden Jahres ein Stimulus-Paket geben. Zu guter Letzt stagniert derzeit die Erholung der Wirtschaft bzw. ist zum Teil sogar rückläufig.

Demgegenüber steht die Hoffnung auf eine Jahresendrally, die immer wieder aufkommende Impfstoff-Hoffnung und natürlich die Hoffnung auf weiteren Stimulus von Regierungen und Notenbanken. Die Unsicherheit bleibt also im Markt und macht es den Anlegern schwer die weitere Entwicklung einzuschätzen. Einfach ist das derzeitige Börsenumfeld sicherlich nicht, aber es bietet natürlich im kurzen Zeitfenster auch Chancen von der Volatilität zu profitieren. Es ist daher nicht verkehrt, wenn Anleger aktuell auf Sicht fahren.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax etwas höher und liegt damit nur noch knapp unter der 13.000er Marke. Während des asiatischen Handels ging es bis zur 12.984 hoch. Dort liegt auch der letzte Widerstand bevor es über die 13.000 geht. Die nächste Hürde folgt dann am 61,8 % Retracement bei 13.032. Kann der Dax die Marke überwinden, dann könnte er über die 13.054 in Richtung des offenen Gaps bei 13.116 laufen. Darüber sehe ich höchstens noch Luft bis 13.150. Geht es zur Eröffnung direkt runter oder scheitert der Dax im Bereich von 13.000 bis 13.032, dann wäre die 12.938 ein erstes Ziel für einen Rücklauf. Darunter befindet sich die 12.904, die jetzt als Unterstützung fungiert. Geht es allerdings tiefer, dann folgen weitere Unterstützung an den Tagestiefs bei 12.837 und 12.779. Fehlt dem Dax noch die Kraft die 13.000 nachhaltig zu überwinden, dann könnte sich eine Range zwischen 12.800 und 13.000 ausbilden.

DAX daily: Tagesausblick 08.10. - M30-Chart - Indizes vor der US-Wahl

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.095 – Pivot Punkt R2

13.019 – Pivot Punkt R1

12.887 – Pivot Punkt

12.811 – Pivot Punkt S1

12.680 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.938 – 15-Minutenchart

12.904 – Punkt 1 vom Top (13.460)

12.837 – Tagestief 07.10.

12.779 – Tagestief 06.10.

Dax Widerstände (WS):

12.966 – Tageshoch 06.10. (3-fach Top)

12.996 – vorbörsliches Hoch

13.032 – 61,8 % Retracement (Hoch 13.460)

13.116 – Gap 18.09.

13.221 – vorheriger WS

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Indizes

Aktienmärkte: Abverkauf voraus? Corona gegen Geldflut

Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren der Aktienmärkte kommen

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Die Aktienmärkte geraten zunehmend unter Druck – der deutsche Leitindex Dax zeigt es doch schon seit Monaten: Nach seinem steilen Einbruch im Februar/März, seiner steilen Erholung bis Anfang März und dann fünf Monate Seitwärtsrange und mit seinem Absinken der Kurse in den letzten Wochen. Die Wirtschaft wackelt. Jetzt kamen ein paar Daten aus dem Wirtschaftsumfeld, die zeigen, dass die Erholung stark ins Socken geraten ist. Corona gegen die Geldflut – wer behält die Oberhand?

Aktienmärkte: Der Dax und der Ifo-Index

Monat für Monat blicken Ökonomen auf die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe des Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts, bei der die Erwartungen von 9000 Unternehmenschefs hinsichtlich ihrer Unternehmen dargestellt werden. Legt man diesen Index-Verlauf über eine graphische Darstellung der deutschen Konjunktur, so wird man eine recht gute Prognosequalität und eine Korrelation des Indikators mit der Wirtschaftsentwicklung konstatieren. Schließlich spiegelt das Barometer Wirtschaftsfakten wider und nicht Erwartungen von Finanzanalysten, wie es beim ZEW der Fall ist. Doch auch die Relation zum deutschen Leitindex ist oft sehr auffällig.

Jetzt gab es am Montag einen Doppelschlag. Ein nach fünf Monaten erstmals rückläufiger Ifo-Index und ein 23-prozentiger Einbruch bei Deutschlands Dax-Schwergewicht SAP. Bei dem Technologiekonzern ist die Absenkung der Wachstumsabsichten ein echtes Warnzeichen, beim Ifo-Index gilt es allerdings zu bedenken, dass erst ein dreimalig steigender oder fallender Index einen Trendwechsel anzeigt.

Corona und seine Gewinner und Verlierer in Deutschland

Neben dem Theater um die US-Wahlen, den taktischen Spielchen um das Stimuluspaket, ist die zweite Coronawelle das eigentlich dominante Thema für die Aktienmärkte. Nicht so sehr wegen der großen Gesundheitsgefahren – Einrichtungen und betroffene Bürger mit Vorerkrankungen werden sich bestimmt besser schützen als im Frühjahr – es sind mehr die behördlichen Maßnahmen, die aus Gründen der Gefahrenabwehr kommen müssen. Man kann nicht einfach Menschenleben mit Wirtschaftsschäden verrechnen. Die Anordnung von Lockdowns, die nach Inzidenzzahl mehr oder weniger umfassend ausfallen müssen.

Auch global betrachtet: Zwar werden es bestimmt keine vier Milliarden Werkstätige werden, wie im ersten Halbjahr, die zeitweise in häuslicher Quarantäne verbracht haben. Aber die Aktienmärkte haben nur moderate wirtschaftliche Einbußen im Winterhalbjahr eingepreist und keine Lockdowns ganzer Staaten. Frankreich, Spanien, Italien – die Infektionszahlen treiben die Politiker zu drastischen Maßnahmen. Eine V-förmige Erholung ist in diesen Ländern bereits abgehakt und es gibt noch eine weitere Anzahl kleinerer Staaten mit noch größeren Problemen.

Was bedeutet das für Deutschland? Zunächst einmal wird Kanzlerin Angela Merkel vermutlich heute mit dem Ministerpräsidenten einen (Wellenbrecher-)Lockdown ankündigen. Dies wird wieder einige Corona-Opfer weiter schwächen, aber es gibt zahlreiche Firmen aus dem Dax, die das Jahr bisher außerordentlich gut überstanden haben.

Der deutsche Leitindex rangiert im Jahr 2020 mittlerweile mit neun Prozent im Minus und ein knappes Dutzend seiner Werte liegen zweistellig im Minus.

Schaut man sich die Dax-Entwicklung genauer an, wird klar, dass die Aktienmärkte keineswegs eine Erholung für die gesamte Wirtschaft sehen. Der Leitindex selbst rangiert 2020 zwar nur neun Prozent im Minus, doch immerhin stehen elf der 30 Titel zum Teil deutlich zweistellig im Minus. An der Spitze Bayer, MTU oder Fresenius, die über ein Drittel an Wert eingebüßt haben. Oder auch das Schwergewicht SAP, das mit seinem 23-Prozent-Rutsch zeigt, dass die Aktienmärkte sehr wohl auf veränderte Gewinnerwartungen reagieren, trotz der monetären Stützungsmaßnahmen – der Flut, die scheinbar alle Boote hebt. Auf der anderen Seite die Pandemie-Gewinner, Infineon, Delivery Hero oder der Pharma- und Chemiekonzern Merck, die 25 bis über 30 Prozent in diesem Jahr zulegen konnten.

Dennoch: Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren Ausverkauf kommen, der die Aktienmärkte insgesamt erfasst.

Der Montagsabverkauf, ohne Panik

Seit Wochen wird davon gesprochen – und wenn sie kommt sind dennoch alle verblüfft. Die Rede ist von der Volatilität, die dem Dax am Montag einen Einbruch von 460 Punkten oder minus 3,7 Prozent beschert hat. Anlass war die Gewinnwarnung von SAP, die dem Dax mit einem Kursabschlag von 23 Prozent allein schon über 200 Punkte gekostet hatte. Aber war der Leitindex nicht schon vor zehn Tagen um drei Prozent gefallen, um tags darauf wieder um zwei Prozent zu klettern? Von Panik jedenfalls war am Montag wenig zu sehen, weder die 10-jährige Bundesanleihe mit minus 0,60 Prozent, noch Gold haben besonders reagiert.

Vor dem Wochenende nochmal ein guter Rückblick?

Inmitten einer Flut von Quartalsberichten, speziell der Big Five in dieser Woche, liefern die Statistikämter der USA und Deutschlands am Donnerstag und Freitag die BIP-Zahlen zum dritten Quartal 2020. Was wieder für ein bisschen Verwirrung sorgen wird, einmal wegen der historisch tiefen Rezessionsvergleiche zu Q2 und zum anderen, weil die Amerikaner den Jahresvergleich und die Europäer den Quartalsvergleich heranziehen. Das US-BIP war in Q2 um 32 Prozent (zu 2019) gefallen und könnte in Q3 um bis zu 30 Prozent gestiegen sein. Deutschlands BIP fiel im Frühjahr um 9,7 Prozent (gg. Q1) und Volkswirte rechnen mit einer Steigerung über den Sommer um sieben Prozent. Auf Quartalsbasis waren die USA mit 9,5 Prozent in ähnlicher Höhe wie Germany geschrumpft. Schnee von gestern, jetzt geht es um Q4 Folgende und da herrscht Corona.

Fazit

Was wird sich durchsetzen? Die Pandemie, die mit zahlreichen großen, wie kleinen Lockdowns Teile der Wirtschaft überall ins Schlingern bringt – oder doch die große Geldflut, inklusive der ganzen Rettungspakete, die höher ausgefallen, als der bisherige Rezessionsschaden. Von den 218 Milliarden Euro, die sich das deutsche Finanzministerium für 2020 hat genehmigen lassen, sind nach den ersten neun Monaten des Jahres „erst“ 72,5 Milliarden Euro verbraucht worden.

Was überwiegt? Es kommt also darauf an, heißt ein platter Spruch, der aber derzeit seine Berechtigung hat. Auf die Entwicklung der Infektionszahlen – Israel beweist gerade wie rasch ein Lockdown wirkt – auf den Ausgang der US-Wahlen und vor allem auf die Impfstoffentwicklung. Aktienmärkte bewerten Zukunft und nicht die Gegenwart – so schwer es auch manchem fällt, dies zu akzeptieren und lieber auf die Schlagzeilen des Tages zu lauschen. Zur Erinnerung: Wie war die Meldungslage über Tage und Wochen während des Lockdowns im Frühjahr?

Aber kurzfristig hat sich einiges an Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte akkumuliert, das vierte Quartal könnte etwas zu rosig eingeschätzt und eingepreist worden sein..

Stehen die Aktienmärkte wegen Corona vor einem erneuten Abverkauf?

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Finanznews

Aktienmärkte: Lockdown – weiter bergab für Dax &Co? Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Der nächste Lockdown (in einer etwas milderen Version im Vergleich zum März) steht bevor – und besonders die Aktienmärkte in Europa reagieren darauf mit Schwäche! Der Dax nun 9% unter seinem Stand vor zwei Wochen – heute dürften neue Corona-Maßanhmen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich beschlossen werden. Am Besten halten sich wieder einmal US-Tech-Aktien, aber die Aktienmärkte warten nun auf den „Super-Donnerstag“ mit den Zahlen von Apple, Amazon, Alphabet und Facebook. Und natürlich auf die US-Wahl. Wie würden die Aktienmärkte reagieren, wenn doch Trump gewinnen würde? Knackpunkt bleibt nach wie vor die Hoffnung auf den großen Stimulus nach der US-Wahl..

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