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DAX daily: Der Leitindex nimmt die 15.000er Marke ins Visier

Dax daily: Tages- und Wochenausbllick - 15.000 im Visier?

Die verkürzte Handelswoche vor Ostern dürfte wieder eine erhöhte Volatilität mit sich bringen. Der Dax hält sich zwar robust auf hohem Niveau, aber die Ausschläge in beide Richtungen haben zum Ende der vergangenen Handelswoche zugenommen. Am Freitag konnte sich der deutsche Leitindex wieder an seinen Rekordstand von 14.804 Zählern heranarbeiten. Mit einem Tageshoch von 14.776 Punkten wurde dieser nur um Haaresbreite verpasst. Schließlich beendete der Dax den Handel bei 14.748 Zählern. Damit stand ein Plus von 127 Punkten (0,87%) zu Buche. Auf Wochenbasis entspricht das einem Zugewinn von 0,9 Prozent. Nachbörslich ging es sogar weiter aufwärts, der 22:00 Uhr Schlusskurs erfolgte auf einem neuen Rekordhoch bei 14.837 Punkten.

Runde Marke im Blick, aber reicht die Kraft?

Die runde Marke von 15.000 Zählern befindet sich somit wieder in Reichweite. Nach dem kräftigen Schub zum Ende der vergangenen Handelswoche könnte dem Dax die Kraft fehlen in einem Zug die 15.000er Marke anzugreifen. Kurzfristig ist der Dax nicht nur überkauft, sondern auch ziemlich heiß gelaufen. Zudem wartet im Bereich von 14.900 nochmal eine hartnäckige Charthürde auf ihn. Durchbricht der Index den Widerstand, dann dürfte ihm spätestens an der runden Marke die Luft ausgehen.

In der Hoffnung auf eine rasche Belebung der Wirtschaft haben optimistische Anleger den deutschen Aktienindex auf luftige Höhen getrieben. Unterstützt wurden die Annahmen durch starke Konjunkturdaten wie den Einkaufsmanagerindizes, aber auch wegen des überraschend guten ifo-Geschäftsklimas. Beim ifo-Index könnte es sich jedoch um einen Trugschluss handeln, da die Daten erhoben wurden, als man noch an eine Auflockerung der Restriktionen gedacht hat. Es kam dann aber anders als gedacht, anstatt zu lockern wurde der Lockdown verlängert. Für einen echten Wirtschaftsaufschwung muss die Impfkampagne endlich in Fahrt kommen. Solange das nicht der Fall ist, dürfte es weiterhin volatil im Dax zugehen.

Auch in der neuen Handelswoche bleiben die US-Renditen ein Thema an den Aktienmärkten. Angesichts steigender Zinsen stehen den erhöhten Gewinnperspektiven der Unternehmen höhere Finanzierungskosten gegenüber. Außerdem nimmt die Alternativlosigkeit bei der Aktienanlage ab. Allerdings könnte eine Beruhigung an den Anleihemärkten den zuvor verprügelten Technologiewerten, wie auch den Edelmetallen wieder Auftrieb geben.

News und fundamentale Daten

Gute News kommen am Morgen vom Suezkanal: Der Containerriese „Ever Given“ konnte freigelegt werden. Damit dürfte die Blockade bald vollends aufgelöst sein, auch wenn noch nicht feststeht, wann genau die Schiffsroute wieder passierbar ist.

Frische Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks könnten auch in dieser Woche für Schwung an den Märkten sorgen. Der Blick richtet sich in erster Linie auf die wichtigen Daten aus den USA. Am Dienstag erscheint zuerst das Verbrauchervertrauen des Conference Board, bevor am Mittwoch die ADP-Beschäftigungsänderung im Fokus steht. Die ADP-Daten liefern einen Vorgeschmack auf den am Karfreitag erscheinenden US-Arbeitsmarktbericht (Non Farm Payrolls). Am Donnerstag sehen wir zusätzlich noch den Einkaufsmanagerindex für die Industrie. Dieser könnte am letzten Handelstag der Woche nochmal für Bewegung an den US-Börsen und dem Dax sorgen.

Hierzulande liegt das Augenmerk der Dax-Anleger auf den endgültigen Zahlen des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe am Donnerstag. Darüber hinaus schaut man am Mittwoch gespannt auf die Inflationsdaten aus der Euro-Zone. Die Prognosen für den Verbraucherpreisindex liegen bei 1,3%, zuvor waren es noch 0,9%. Die Teuerungsrate dürfte demnach langsam, aber stetig ansteigen, was wiederum die Inflationssorgen nicht gerade schmälert.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der deutsche Leitindex am Freitagabend in der Spitze auf über 14.850 angestiegen war, sieht die Welt am frühen Montagmorgen schon wieder anders aus. Vorbörslich notiert der Dax nahe seines Schlusskurses bei knapp 14.760 Punkten. An der Unterstützung bei 14.720 konnte der Index zuvor Halt finden. Eine erste Widerstandszone befindet sich nun bei 14.768/780. Ein Anstieg darüber könnte den Dax zum Rekordhoch bei 14.804 führen. Oberhalb von 14.804 liegt bei 14.843 die 423,6% Extension sowie das nachbörsliche Hoch bei 14.854. Nimmt der Dax auch diese Hürde, dann warten bei 14.891 und 14.911 weitere Widerstände auf ihn.

Ein Rutsch unter die 14.720 dürfte den Dax zunächst zur 14.700 und 14.693 bringen. Um seine Aufwärts-Avancen fortzusetzen, sollte der Index dort Halt finden. Darunter befinden sich weitere Unterstützungen bei 14.681 und 14.665. Erst ein Bruch der 14.665 könnte den Dax zum offenen Gap bei 14.621 führen. Unterhalb von 14.621 trübt sich das Chartbild deutlich ein. Die nächsten Anlaufpunkte liegen dann bei 14.570 und 14.539.

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Dax daily: Tages- & Wochenausblick 29.03. (H1)

Dax Unterstützungen (US)

14.720 – vorbörsliches Tief

14.693 – Tagestief 26.03.

14.674 – Punkt 1 vorherige Topbildung (14.804)

14.621 – Gap 26.03.

14.570 – mehrfache US/WS

14.530 – Punkt 1 Bodenbildung (14.422)

14.422 – Tagestief 25.03.

Dax Widerstände (WS):

14.768 – M15-Chart

14.804 – Tageshoch 18.03.

14.843 – 423,6 Extension (Tief 14.422)

14.854 – nachbörsliches Hoch

14.891 – 423,6% Ext. (Tief 13.644)

14.911 – Pivot Punkt R1

15.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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2 Kommentare

  1. Also, ich finde den DAX nicht sehr volatil. Er verfolgt seinen Aufwärtstrend sehr stringend. Die Elliottwellen werden mustergültig abgearbeitet. Auf dem Weg zu 17500 sollte der DAX die 15000 nun zeitnah überwinden. Das dürfte auch kein Problem mit den vielen offenen Shortpostionen sein.

  2. Könnte sein ,dass die dritte Coronawelle noch stärker ist als die Elliotwellen und wenn genug Unternehmen Pleite gehen und alle Arbeitslosen Börse spielen können, wäre auch DAX 20000 bald möglich.Das Helikoptergeld für die Einsteiger fehlt noch. Sonst gäbe es noch die Credit Suisse, die sind freigebig für sichere gerebelte Anlagen.

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