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Indizes

DAX daily: Der starke Euro drückt auf die Stimmung im Dax

Stefan Jäger

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am

Der Dax kam im gestrigen Handel wieder nicht von der Stelle. Das liegt vor allem an dem immer stärker werdenden Euro, der zunehmend auf die Stimmung der Anleger drückt. Der Euro konnte gegen den US-Dollar auf den höchsten Stand seit 2018 ansteigen, dabei überschritt er erstmals wieder die Marke von 1,21 EUR/USD. Für eine Export-Nation wie Deutschland könnte es nachteilig sein, wenn der hohe Wechselkurs auf die Auslandsnachfrage drückt.

Den Handel beendete der deutsche Leitindex schließlich mit einem Abschlag von 69 Punkten (-0,52%) bei 13.313. Dabei pendelte der Index in einer engen Spanne von nur 87 Punkten hin und her. Sollte sich die Rally im Euro fortsetzen, dann dürfte es für den Dax schwieriger werden das noch offene Gap bei 13.500 zu schließen. Es fehlt derzeit an Impulsen, trotz erfolgter Impfstoff-Zulassung in England, gab es erneut keinen Auftrieb im deutschen Leitindex.

News und fundamentale Daten

Die gestern veröffentlichten ADP Beschäftigungszahlen aus den USA waren im Grunde genommen eine Enttäuschung. Die Daten fielen mit 307 Tsd. Stellen deutlich schwächer als erwartet aus (Prognose 410 Tsd.; vorher 365 Tsd.). Das ist ein bitterer Vorgeschmack auf die Non-Farm Payrolls am Freitag. Heute liegt der Fokus bei den Wirtschaftsdaten auf den Einkaufsmanagerindizes im Dienstleistungssektor. Zuerst erscheinen um 9:55 Uhr die EMI-Daten aus Deutschland. Kurz danach folgen um 10:00 Uhr die Daten aus der Eurozone.

Anschließend sehen wir noch die Daten aus den USA. Spannend wird es ab 15:45 Uhr, wenn zunächst der Einkaufsmanagerindex Dienstleistung veröffentlicht wird und anschließend um 16:00 Uhr der ISM-Index folgt. Dabei gilt die Aufmerksamkeit der Anleger sicherlich dem ISM-Index, dieser gilt nämlich als einer der einflussreichsten Wirtschaftsindikatoren. Zuvor werden um 14:30 Uhr auch noch die wöchentlichen Erstanträge und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Damit erscheinen wieder jede Menge Daten, besonders die Einkaufsmanagerindizes könnten für Schwung in den US-Indizes und dem Dax sorgen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Dem Dax fehlt es derzeit an Dynamik, das könnte auch an der sich fortsetzenden Euro-Rally liegen. Vorbörslich notiert der Index etwas schwächer. Um wieder die Aufwärtsrichtung aufzunehmen, muss der Dax zunächst das Nachthoch bei 13.325 überwinden. Beim gestrigen Tageshoch liegt ein weiterer Widerstandsbereich bei 13.359/372. Dort entscheidet sich kurzfristig, ob der Dax nochmal den Widerstand bei 13.430 testet oder wie gestern zurück in die Range fällt. Ein Überschreiten der 13.430 würde den Dax zuerst zum September-Hoch führen und anschließend könnte er das noch offene Corona-Gap bei 13.500 schließen.

Auf der Unterseite hat sich in den letzten Tagen eine Unterstützungszone zwischen 13.270 und 13.235 etabliert. Dort konnte der Dax immer wieder drehen. Durchbricht er allerdings die Zone und rutscht unter die 13.235 dann könnte er zunächst die 13.140 anlaufen. Darunter dürfte der Index erst wieder bei 13.050 oder 13.020 Halt finden.

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Dax daily: Ausblick 03.12. - H1-Chart - Euro drückt auf die Stimmung

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.455 – Pivot Punkt R2

13.380 – Pivot Punkt R1

13.324 – Pivot Punkt

13.249 – Pivot Punk.t S1

13.194 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.272 – Tagestief 02.12.

13.235 – Tagestief 25.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

13.530 – 261,8 % Extension

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    franko33

    3. Dezember 2020 09:21 at 09:21

    Danke für die Zahlen !

    Irgendetwas wird doch unseren Politikern und „Wirtschaftsstrategen“ noch einfallen,
    um den weiteren Anstieg des EUR (bis 1,40 ?) schön zu reden.
    Wir haben doch derzeit die „Beste Aller Welten“ oder ?

  2. Stefan Jäger

    Stefan Jäger

    3. Dezember 2020 09:44 at 09:44

    Derzeit schauen die Börsen durch die Rosarote-Brille! Das deuten zahlreiche Indikatoren an. Nächste Woche ist die Saisonalität für die Aktienindizes nicht gut, vielleicht sehen wir dann einen Trigger.
    Im Dezember finden die nächsten Notenbank-Sitzungen der EZB und Fed statt, dann wird sich entscheiden, wie es mit dem EUR weiter geht.

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Aktien: Bubble-Boomer demaskieren Wall Street-Casino! Marktgeflüster (Video)

Mit Aktien wie Gamestop bringen die Bubble-Boomer Hedgefunds in Schieflage – und demaskieren damit gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street!

Markus Fugmann

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Aktien wie Gamestop oder AMC schießen auch heute wieder durch die Decke – die Bubble-Boomer bringen damit jene Hedgefunds weiter in Schwierigkeiten, die eben diese Aktien short spielen. Diese Bubble-Bommer (Generation Z) ist mit der Spiele-Mechanik bestens vertraut und hat damit nicht nur eine Schwachstelle der Finanzmärkte offengelegt, sondern gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street demaskiert. Man darf gespannt sein, ob die Fed heute dazu etwas sagen wird – letztlich sind es die Notenbanken, die dieses Casino ermöglicht haben und den beteiligten Spielern das Gefühl suggerierten, dass man im Casino nicht verlieren könne, weil jedesmal wenn es eng wird, die Retter in Gestalt der Notenbanken nahen..

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Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

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American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

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Indizes

Rüdiger Born: Märkte fallen – Tradingchance Long?

Rüdiger Born

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Die Indizes fallen gerade. Ist das die Chance für Trader auf steigende Kurse zu setzen? Das schaue ich mir anhand des Nasdaq-Chart etwas genauer an.

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